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Studie von Cisco zur Künstlichen Intelligenz Fast alle CEOs wollen KI, aber nur ein Prozent ist umfänglich vorbereitet

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Nur ein Prozent der europäischen CEOs fühlt sich ausreichend auf die umfassende Integration Künstlicher Intelligenz (KI) vorbereitet. Das ergibt eine neue Cisco-Studie unter 500 europäischen Unternehmenslenkern. Zwar sind die Ambitionen hoch, doch es mangelt offenbar an Wissen, Infrastruktur und gezielten Investitionen.

Uwe Peter, Vorsitzender der Geschäftsführung von Cisco Deutschland mahnt: „Die Studie zeigt den dringenden Handlungsbedarf im KI-Zeitalter. Wir müssen jetzt in die konkrete Umsetzung kommen.“(Bild:  Pavel Becker)
Uwe Peter, Vorsitzender der Geschäftsführung von Cisco Deutschland mahnt: „Die Studie zeigt den dringenden Handlungsbedarf im KI-Zeitalter. Wir müssen jetzt in die konkrete Umsetzung kommen.“
(Bild: Pavel Becker)

Kaum eine Technologie bewegt Führungsetagen aktuell so sehr wie Künstliche Intelligenz. Laut einer aktuellen CEO-Studie von Cisco geben 97 Prozent der europäischen Unternehmenslenker an, KI-Technologien aktiv in ihre Geschäftsabläufe integrieren zu wollen. Doch der Euphorie folgt ein drastisches Aber: Gerade einmal 1 Prozent der Befragten sieht sich vollumfänglich auf diese ambitionierten Pläne vorbereitet. Eine enorme Diskrepanz, die Fragen aufwirft: Haben Europas Führungskräfte den Wandel unterschätzt – oder überschätzen sie ihre Möglichkeiten?

Diese Schieflage macht sich bereits bemerkbar. Etwa 69 Prozent der CEOs sehen Wissenslücken rund um KI als ernsthafte Hürde, die die Entscheidungsfindung in der Führungsetage beeinträchtigt. Kein Wunder, denn ohne eine solide Wissensbasis gleicht die KI-Integration einer Reise ohne Kompass – gefährlich und potenziell teuer. Jeder zweite CEO fürchtet bereits jetzt Wachstumsverluste oder sogar den Verlust der Wettbewerbsfähigkeit, falls es nicht gelingt, die nötigen Kompetenzen schnell aufzubauen.

Angst vor der Kostenfalle Untätigkeit

Dass diese Befürchtungen berechtigt sind, zeigen auch weitere Zahlen der Cisco-Erhebung. Fast die Hälfte (48 Prozent) der CEOs sorgt sich über verpasste Marktchancen aufgrund fehlender Investitionen in neue Technologien. Hinzu kommt, dass 74 Prozent mit negativen Auswirkungen durch veraltete Netzwerkinfrastrukturen rechnen. „Die Studie zeigt den dringenden Handlungsbedarf im KI-Zeitalter“, warnt Uwe Peter, Vorsitzender der Geschäftsführung von Cisco Deutschland. „Wir müssen jetzt in die konkrete Umsetzung kommen.“

Dabei mangelt es keineswegs an Einsicht: CEOs sind sich der Herausforderungen durchaus bewusst. Doch die Praxis hinkt der Theorie hinterher. Laut Cisco setzen 95 Prozent der Unternehmenslenker bereits auf externe, vertrauenswürdige Partner, um Lücken in ihrer IT-Architektur zu schließen. Partnerschaften sind somit nicht nur Mittel zum Zweck, sondern essentielle Lebensadern im Übergang zum KI-gestützten Geschäftsbetrieb.

CTOs und CIOs als Schlüsselakteure

Die Cisco-Studie offenbart zudem einen wichtigen Wandel innerhalb der Führungsstrukturen: CTOs und CIOs übernehmen zunehmend eine strategische Rolle. Sie werden zu essenziellen Entscheidern, wenn es um gezielte Investitionen in Technologien und Netzwerke geht. Drei Viertel der europäischen CEOs verlassen sich auf die Expertise ihrer Technologie-Verantwortlichen bei richtungsweisenden Investitionen. Damit stehen Technikexperten erstmals so deutlich im strategischen Rampenlicht, wo sie nicht nur beraten, sondern aktiv gestalten.

Umfassend betrachtet, zeigt sich Europas Wirtschaft an einer kritischen Weggabelung: Der Wille zur KI-Nutzung ist klar vorhanden. Doch um im Rennen um die technologische Vorherrschaft mitzuhalten, bedarf es mehr als guter Vorsätze. Die Cisco-Studie macht unmissverständlich deutlich: Die digitale Transformation ist kein Spaziergang, sondern ein anspruchsvoller Berganstieg – und Europas CEOs müssen dringend in die passende Ausrüstung investieren, bevor sie von der globalen Konkurrenz abgehängt werden.

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