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Cloudflare-Bericht zur Internet-Verfügbarkeit Globale Internetstörungen im vierten Quartal 2024

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Cloudflare analysiert in seinem aktuellen Bericht die Ursachen für weltweite Internetausfälle im vierten Quartal 2024. Neben technischen Defiziten und Naturkatastrophen wirkten sich auch politische Entscheidungen und soziale Unruhen auf die Netzstabilität aus. Besonders betroffen waren Regionen in den USA, der Karibik und Afrika. Der Bericht gibt Einblick in strukturelle Schwachstellen und systemische Risiken

Cloudflare-Bericht zu Internetstörungen im vierten Quartal 2024: Schwachstellen und Ursachen globaler Ausfälle.(Bild:  Cloudfare)
Cloudflare-Bericht zu Internetstörungen im vierten Quartal 2024: Schwachstellen und Ursachen globaler Ausfälle.
(Bild: Cloudfare)

Ein großflächiger Internetausfall beim US-Telekommunikationsanbieter Verizon sorgte im November 2024 für erhebliche Einschränkungen in mehreren Bundesstaaten. Laut Cloudflare führte die Störung in Regionen wie Virginia, Washington D.C. und New Jersey zu einem Datenverkehrsrückgang von bis zu 70 Prozent. Der Ausfall dauerte rund drei Stunden, wobei das Unternehmen keine näheren Angaben zu den Ursachen machte. Cloudflare verweist in seinem Bericht darauf, dass der Vorfall die „Notwendigkeit einer erhöhten Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastrukturen im Bereich der Telekommunikation“ unterstreiche.

Technische Defizite innerhalb der Netzinfrastruktur könnten eine Erklärung für solche Störungen sein. Telekommunikationsnetze in den USA sind teils veraltet und auf wenige zentrale Verbindungen angewiesen, was zu massiven Einschränkungen bei Netzwerkausfällen führt. Laut Cloudflare zeigen sich „marode Strukturen besonders in hochfrequentierten Ballungsräumen“, in denen Netzlastspitzen und veraltete Hardware eine kritische Kombination bilden.

Arbeiterstreik verursacht Internetausfall in Guadeloupe

Während in den USA vor allem infrastrukturelle Probleme zu Störungen führten, waren in Guadeloupe soziale Unruhen der Hauptauslöser. Im Oktober 2024 kam es zu einem vollständigen Stromausfall, nachdem streikende Arbeiter die Kontrolle über das zentrale Kraftwerk der Karibikinsel übernahmen. Die Folge war ein großflächiger Internetausfall, der erst nach zwei Tagen vollständig behoben werden konnte.

Energieengpässe haben unmittelbare Auswirkungen auf die Netzinfrastruktur, da viele Netzwerkknoten auf eine stabile Stromversorgung angewiesen sind. Besonders in kleineren, isolierten Regionen kann eine gezielte Abschaltung kritischer Infrastruktur weitreichende Folgen für die digitale Kommunikation haben. Laut Cloudflare zeigt der Vorfall, dass „die Spannungen in der Arbeiterschaft die Stromstabilität einer ganzen Region beeinträchtigen können“.

Instabile Netze: Kuba und Mosambik besonders betroffen

In Kuba wurden 2024 innerhalb von drei Monaten gleich drei landesweite Stromausfälle registriert, wodurch Internetverbindungen großflächig unterbrochen wurden. Die instabile Energieversorgung des Landes verstärkt laut Cloudflare die Auswirkungen solcher Vorfälle, da es an ausreichenden Redundanzen und stabilen Netzwerkverbindungen mangele.

Auch politische Faktoren spielten im vierten Quartal eine Rolle. Während der Wahlproteste in Mosambik kam es im Oktober und November zu Internetausfällen bei mehreren Anbietern. Diese waren teils auf infrastrukturelle Überlastungen zurückzuführen, könnten laut Experten aber auch gezielte Maßnahmen gewesen sein, um Kommunikation in oppositionellen Kreisen einzuschränken.

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