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Großrechner und offene Systeme wachsen zusammen

Fujitsu treibt Entwicklung von x86-Mainframes voran

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Das Wesen des Mainframe

Auch wenn das Produkt auf Standard-Prozessor-Technologie basiert, so handelt es sich doch, wie Fujitsu betont, um einen Mainframe. Laut Server-Experte Strotmann zeichnet sich das System durch „eine hohe Transaktionsleistung bei optimaler Auslastung der Ressourcen“ aus.

Zudem besitze es die RAS-Eigenschaften (Reliability, Availability, Serviceability) eines Großrechners. Alle wesentlichen Komponenten seien mehrfach redundant ausgelegt.

Das Virtualisierungskonzept des „Business Server SQ200“ erlaubt es, neben dem Mainframe-Betriebssystem auch Linux und Windows laufen zu lassen. Grafik: Fujitsu (Archiv: Vogel Business Media)

Die Überschneidungen mit der x86-Welt gehen indes über die Prozessor-Architektur und die Möglichkeit, Linux-/Windows-Gastsysteme auf der Hardware laufen zu lassen, hinaus. Neben der eigentlichen „Server Unit“ kann der Rechner optional mit bis zu vier „Application Units“ ausgestattet werden. Dabei handelt es sich um Standard-Server-Module mit bis zu vier Achtkern-Xeon-Prozessoren, auf denen wahlweise Linux oder Windows betrieben wird.

Anbindung an ein SAN

Eine weitere optionale Komponente ist das „SAN Integration Package“, mit dem sich das System an ein bestehendes Storage Area Network (SAN) anbinden lässt. Sämtliche Server-Ressourcen, die Gastsysteme und die Peripherie werden zentral über ein Tool, den „SQ Manager“, administriert.

Im Prinzip kann ein mittelständisches Unternehmen seine gesamte Server-Infrastruktur auf einem SQ200 konsolidieren. „Wenn der Mainframe die Plattform ist, die sich am kostengünstigsten betreiben lässt, dann ist es wirtschaftlich sinnvoll, so viele Workloads wie möglich darauf zu verlagern“, fasst CTO Reger zusammen.

In der nächsten Generation, deren Auslieferung Fujitsu für das zweite Quartal 2012 plant, stattet der Hersteller die SQ-Reihe mit zusätzlichen Virtualisierungsfunktionen aus. Die Plattform soll dann über Hochverfügbarkeits- und Live-Migrations-Features verfügen, die sich gleichermaßen auf BS2000/OSD-, Windows- und Linux-Instanzen anwenden lassen. Betriebssystem und Anwendung werden dabei als integrale Einheit auf ein Zweitsystem verlagert, was die Administration der virtuellen Maschinen vereinfacht.

weiter mit: Die kommende Host-Generation bei Fujitsu

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