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Herausforderungen und Best Practices für die Endgeräteverwaltung Endpoint Management mit Security-Fokus

Von Andre Schindler 4 min Lesedauer

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Endpunkte sind zentrale Ziele für Cyberangriffe und erfordern eine durchdachte Sicherheitsstrategie. Von wachsender IT-Komplexität bis zu regulatorischen Anforderungen – der Artikel beleuchtet die größten Herausforderungen und gibt Best Practices an die Hand, um die Endpunktverwaltung effizient, sicher und zukunftssicher zu gestalten.

Eine erfolgreiche Endpunktverwaltung erfordert immer eine Kombination aus Technologie, Prozessen und menschlichem Faktor. (Bild:  NinjaOne)
Eine erfolgreiche Endpunktverwaltung erfordert immer eine Kombination aus Technologie, Prozessen und menschlichem Faktor.
(Bild: NinjaOne)

Mit der zunehmenden Anzahl von Geräten und Netzwerken stehen IT-Abteilungen vor der Aufgabe, die Endpunktverwaltung grundlegend neu zu bewerten. Eine umfassende Verwaltung, die jederzeit aktuell ist, spielt eine entscheidende Rolle, um die IT-Infrastruktur eines Unternehmens abzusichern. Dazu gehören Software-Updates, Sicherheitspatches, Zugriffskontrolle und Datenschutz – und das alles unabhängig vom Standort oder Gerätetyp.

Häufigste Herausforderungen beim Endpunktmanagement

Zunehmende Komplexität von IT-Umgebungen
Moderne IT-Umgebungen bestehen aus verschiedensten Geräten, Betriebssystemen und Anwendungen – von Windows über macOS und Linux bis hin zu IoT-Geräten und Cloud-Diensten. Unterschiedliche Verwaltungstools erschweren einheitliches Management und erhöhen das Risiko von Sicherheitslücken.

Skalierbarkeitsprobleme
Mit dem Wachstum einer Organisation steigen die Anzahl und geografische Verteilung der Endpunkte. Ohne geeignete Lösungen kann die Kontrolle schnell verloren gehen. Cloudbasierte oder hybride Ansätze, die lokale Server und Cloud-Dienste kombinieren, bieten flexible Skalierbarkeit und unterstützen dezentrale IT-Strukturen.

Compliance und regulatorische Herausforderungen
Datenschutzgesetze wie die DSGVO oder NIS-2 erfordern eine umfassende Datenkontrolle. IT-Abteilungen müssen Richtlinien regelmäßig aktualisieren und geeignete Compliance-Management-Tools einsetzen.

Integration in bestehende Systeme
Neue Endpunkt-Management-Lösungen müssen reibungslos in bestehende IT-Strukturen wie Sicherheits- und Identitätsmanagement integriert werden. Inkompatibilitäten zwischen den Systemen können die Implementierung erschweren.

Mangelnde Transparenz und Kontrolle
Homeoffice-Regelungen und BYOD (Bring Your Own Device) erschweren die Geräteüberwachung. Lücken in der Sichtbarkeit behindern die Bedrohungserkennung und die Sicherstellung von Unternehmensstandards. Ein System zur Echtzeitüberwachung verbessert die Transparenz über Endpunkte und meldet verdächtige Aktivitäten.

Kostenverwaltung
Endpunktmanagement kann hohe Kosten verursachen, insbesondere für Lizenzen, Wartung und Ressourcen. Eine transparente Kosten-Nutzen-Analyse verschiedener Lösungen hilft, die wirtschaftlichste Variante zu bestimmen, unter Berücksichtigung von Kosten und Funktionsumfang.

Mit immer neuen Bedrohungen Schritt halten
Cyberbedrohungen entwickeln sich stetig weiter. Ein reaktives Patch-Management reicht nicht aus. Intelligente Systeme, die Bedrohungen proaktiv erkennen und isolieren, sowie flexible Sicherheitskonzepte unterstützen eine kontinuierliche Aktualität.

Herausforderungen für die Endpunktsicherheit
Endgeräte sind Ziele für Malware, Ransomware und Phishing. Effektive Lösungen benötigen Anti-Malware-Systeme, E-Mail-Filter und Zugriffskontrollen. Insider-Bedrohungen erfordern eine Überwachung des Benutzerverhaltens und schnelle Zugriffseinschränkungen.

Best Practices für die Endpunktsicherheit

Angesichts der Vielzahl an Herausforderungen beim Endpunktmanagement wird deutlich, dass ein strukturierter und vorausschauender Ansatz unerlässlich ist. Im Folgenden nennen wir bewährte Strategien und Best Practices, welche nicht nur dabei helfen, Risiken zu minimieren, sondern auch Effizienz und Sicherheit nachhaltig zu verbessern.

Regelmäßige Software-Updates und Patch-Verwaltung
Regelmäßige Software-Updates und ein automatisiertes Patch-Management-System stellen sicher, dass Endpunkte aktuell bleiben. Tests in geschützten Umgebungen minimieren Risiken vor der flächendeckenden Implementierung.

Umfassende Sicherheitsstrategien
Ein mehrschichtiger Sicherheitsansatz – mit Antivirus, Firewalls und Zero-Trust-Modellen – bietet optimale Sicherheit. Zero Trust sorgt dafür, dass kein Benutzer und kein Gerät standardmäßig vertrauenswürdig sind, selbst wenn sie sich bereits innerhalb des Netzwerkperimeters befinden, sollte in der Planung mit angedacht werden.

Schulungs- und Sensibilisierungsprogramme
Die Anwender müssen durch regelmäßige Schulungen sensibilisiert werden, um potenzielle Bedrohungen zu erkennen und auf vermutete Sicherheitsvorfälle zu reagieren. Auch simulierte Phishing-Kampagnen können hier helfen verdächtige E-Mails zu erkennen, zu melden, zu testen und zu verbessern.

Implementierung von Zugriffskontrollen
Das Prinzip der geringsten Privilegien beschränkt den Benutzerzugriff auf die benötigten Ressourcen. Wichtig ist hier der Einsatz von starken Authentifizierungsmethoden, einschließlich Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA). Darüber hinaus steuert und überwacht eine Privileged Access Management (PAM)-Lösung den Zugriff von Mitarbeitern auf kritische Systeme und sensible Daten.

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Kontinuierliche Überwachung und schnelle Reaktion
Das Überwachen aller Endpunkte in Echtzeit ermöglicht das schnelle Erkennen potenzieller Bedrohungen und die damit verbundenen angemessene Reaktion. Automatische Warnmeldungen für verdächtige Aktivitäten und eine klarer Reaktionsplan für Vorfälle muss zuvor festgelegt werden. Mit einem Security Information and Event Management (SIEM)-System werden Protokolldaten zentralisiert sowie Sicherheitsvorfälle erkannt und auf sie angemessen reagiert.

Integration von SOC und Endpunktverwaltung
Ein im Unternehmen verankertes Security Operations Center (SOC) spielt eine entscheidende Rolle bei der effektiven Endpunktverwaltung. Ein SOC arbeitet eng mit dem Endpunktverwaltungsteam zusammen, um einen koordinierten Sicherheitsansatz zu gewährleisten. Diese Zusammenarbeit sollte den Austausch von Bedrohungsinformationen, eine koordinierte Reaktion auf Vorfälle und die gemeinsame Entwicklung von Sicherheitsrichtlinien umfassen. Durch die Integration der Endpunktverwaltung in umfassendere Sicherheitsabläufe wird eine robustere und reaktionsschnellere Sicherheitslage geschaffen.

Wachsamkeit bei der Endpunktverwaltung
Um mit den Herausforderungen der Endpunktverwaltung Schritt zu halten, ist ständige Aufmerksamkeit und Flexibilität erforderlich. Nur wenn die IT-Verantwortlichen die potenziellen Herausforderungen verstehen und bewährte Verfahren befolgen, können die die digitalen Ressourcen ihres Unternehmens schützen, die Compliance aufrechterhalten und die Produktivität der Mitarbeiter fördern.

Eine erfolgreiche Endpunktverwaltung erfordert eine Kombination aus Technologie, Prozessen und menschlichem Faktor. IT-Fachleute, Administratoren und Netzwerkverantwortliche sollten dabei stets auf eine proaktive Haltung setzen, um Sicherheitslücken zu schließen, Effizienz zu steigern und flexibel auf neue Herausforderungen reagieren zu können. Indem die genannten Best Practices konsequent umgesetzt werden, schaffen Sie eine sichere und leistungsfähige IT-Umgebung, die sowohl den Schutz sensibler Daten als auch die Betriebsstabilität gewährleistet.

Andre Schindler. (Bild:  NinjaOne)
Andre Schindler.
(Bild: NinjaOne)

Über den Autor

Andre Schindler ist Senior Vice President of Global Sales und General Manager bei NinjaOne und verantwortet die Umsatzsteigerung in EMEA. Er gründete 2018 die EMEA-Zentrale in Berlin und baute sowohl den Vertrieb als auch den Service in ganz Europa auf.

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