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Auf dem Weg zum dynamischen Datacenter

Das Rechenzentrum „out of the Box“

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Prozessautomatisierung im Rechenzentrum

Standardisierung meint generell die Überführung ungleichartiger in gleichartige Prozesse (oder Produkte). Vereinheitlichte RZ-Administration, wie sie durch die beschriebene Kapselung erreicht wird, impliziert also auch standardisierte Betriebsprozesse.

Damit ist der Grundstein für deren Automatisierung (die zweite DDIS-Phase) gelegt. Denn Automatisierung setzt wiederkehrende, also standardisierte Abläufe voraus. Welche Effekte sich in dieser Phase der RZ-Transformation ergeben, zeigt ein Blick in die bayerische Landeshauptstadt München.

Der dortige Stadtrat hatte beschlossen, IT-Dienste für verschiedene Verwaltungseinheiten zu bündeln und von zentraler Stelle aus bereitzustellen. Die Stadt wollte dafür eine zukunftssichere Plattform errichten, welche nicht nur effizient zu betreiben sein sollte, sondern auch eine hochflexible Servicebereitstellung erlauben würde.

Innerhalb von nur sechs Monaten entwickelte Computacenter ein Konsolidierungskonzept für sämtliche x86-Server der Stadtverwaltung. Das Lösungsdesign umfasste dabei Produkte verschiedener Hersteller wie Fujitsu, VMware, Data Domain und NetApp. Computacenter verantwortete das Projektmanagement und hatte auch die technische Projektleitung inne.

Durch Zentralisierung wurden die IT-Bereitstellungsabläufe in der Verwaltung weitgehend vereinheitlicht und automatisiert, sodass Rechenleistung, virtuelle Server, Speicherplatz und Archivierungsdienste heute sehr schnell und bedarfsgerecht bereitgestellt werden können. Zudem fungiert Computacenter als Single Point of Contact für alle Hardware- und Softwarefragen.

Selbstverständlich gab es auch bisher schon Tools, um einzelne Abläufe zu automatisieren. Neu ist jedoch der übergreifende Charakter der IT-Automation, die sich bei DDIS auf komplette Prozessketten erstreckt. Daraus ergibt sich zwangsläufig eine detaillierte Übersicht sämtlicher IT-Komponenten und ihrer jeweiligen Funktion innerhalb einer Prozesskette.

Als Basis für Asset Management und Leistungsabrechnung entsteht damit eine Ende-zu-Ende-Sicht auf jeden einzelnen Dienst über den gesamten Lebenszyklus hinweg – was einen deutlich effektiveren Umgang mit der Unternehmensressource IT bewirkt.

Endspurt in Richtung Cloud

In der dritten und letzten DDIS-Phase treten an Stelle individueller Lösungen standardisierte Services, die als Produkte mit definierten Leistungseigenschaften und Schnittstellen bereitgestellt werden.

Die Grundidee von Cloudservices ist ein flexibler sowie von Hardware und Betriebssystem unabhängiger Betrieb. Es ist allerdings weder sinnvoll noch möglich, sämtliche IT-Dienste in einen Cloudservice zu verwandeln. Jedes Unternehmen hat sein eigenes, unverwechselbares Anforderungsprofil – und das lässt sich mit dem DDIS-Modell in differenzierter Weise abbilden.

Unter dem Titel „Cisco UCS – alles nur geCloud oder echte Innovation?“ wird Computacenter-CEO Oliver Tuszik am 1. Dezember 2010 das Thema in einer Keynote auf der Cisco Expo in Berlin weiter vertiefen.

Über den Autor

Michael Buchner ist Senior Consultant bei Computacenter

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