Es geht kein Weg an Unified Communications vorbei Herkömmliche Kommunikation kostet Firmen unnötig viele Millionen
Der Begriff Unified Communications (UC) steht für einen Umbruch des Kommunikationsmarkts und für massive Änderungen der Kommunikations- und Arbeitsprozesse, gilt aber mehr oder weniger als Option. Doch was kostet es eigentlich, auf gewohnte Weise zu telefonieren? Viel. Das fanden Marktforscher im Auftrag von Siemens Enterprise Communications heraus.
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Frustration, Ineffizienz und gar Leerlauf sind die Folgen, wenn Mitarbeiter den gewünschten Ansprechpartner nicht erreichen können, von Besprechungen ausgeschlossen sind oder wichtige Unterlagen und Personen fehlen. Und das kostet.
Das kanadische Marktforschungsunternehmen Insignia Research aus Toronto befragte im Auftrag von Siemens Enterprise Communications online 517 Team-Leiter vornehmlich in den USA, Europa und Kanada. Eine Mehrheit der Befragten (62 Prozent) arbeitet im Kundenservice oder im Vertrieb, also in Bereichen, in denen sich Medienbrüche im Kommunikationssystem negativ auf die Kundenzufriedenheit auswirken.
94 Prozent der Befragten nervte am meisten das Warten auf Informationen, die unauffindbare Kollegen liefern sollten. Die Verzögerung, die dadurch im Arbeitsfluss entsteht, läppert sich pro Woche auf durchschnittlich 5,3 Stunden zusammen. Das macht einen Betrag pro Jahr und Mitarbeiter von rund 9.000 Dollar.
Auf Reisen und Zuhause
Das ist der dickste Posten auf der Liste. Gefolgt wird er von einer 3.400-Dollar-Position. Der Betrag errechnet sich aus den Reisekosten. Denn jeder der Befragten war im vergangenen Jahr durchschnittlich 11 Tage unterwegs.
Hinzu kommen die Kommunikationskosten, die entstehen, wenn ein Mitarbeiter mit seinen Kollegen und Chefs in Kontakt treten muss. Dadurch entstehen Kosten von rund 186 Dollar pro Geschäftsreise. Die Befragten waren etwa viermal in den vergangenen sechs Monaten auf Tour.
Evaluiert haben die Marktforscher zudem, wie viel Zeit Mitarbeiter damit zubringen, von ihrem Heimbüro aus an relevante Informationen zu kommen. Nach Angaben der Marktforscher verbringen die Mitarbeiter 10 Prozent ihrer Home-Office-Zeit damit, was etwa pro Mitarbeiter 7,8 Stunden pro Monat entspricht.
Das sind nur die „harten Faktoren“, daneben gibt es auch noch „weiche“, die von den Analysten berücksichtigt wurden. „Um eine möglichst konservative Schätzung zu präsentieren, baten wir das Marktforschungsunternehmen, die weichen Kosten unterzugewichten und diese bei 75 Prozent anzusetzen. Doch selbst dann belaufen sich diese auf über 8.400 US-Dollar pro Mitarbeiter und Jahr“, überschlägt Thomas Wiemers, Vice President Strategic Marketing bei Siemens Enterprise Communications.
Die Studienergebnisse gibt es zusammengefasst in Form eines des Whitepapers „Measuring the Pain: What Is Fragmented Communication Costing Your Enterprise?“bei IP-Insider.
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