Auf dem Weg zur Echtzeitautomatisierung

Zwei-Wege-SDN-Orchestrie­rung zwischen Carriern

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Zwei Colt-Mitarbeiter im Gespräch bei der Livedemonstration in London.
Zwei Colt-Mitarbeiter im Gespräch bei der Livedemonstration in London. (Bild: Colt)

In London ist es den Unternehmen Colt und Verizon eigenen Angaben zufolge gelungen, gegenseitig Bandbreiten in ihren Netzwerken zu ändern, und das nahezu in Echtzeit. Diese Funktionalität sei damit weltweit das erste Mal über Carrier-Netzgrenzen hinweg demonstriert worden.

Die von Colt Technology Services und Verizon Communications live vorgeführte Zwei-Wege-SDN-Orchestrierung sei ein wichtiger Schritt zur Echtzeitautomatisierung zwischen Carriern.

„Unternehmen wollen intelligente und dynamische Netzwerke, die automatisiert auf sich ändernde Geschäftsanforderungen reagieren. Bisher konnten elastische Bandbreitenänderungen nicht zwischen Carriern umgesetzt werden. Unsere Demonstration war das erste Mal, dass jemand auf der Welt in der Lage war, Netzwerkkapazitäten in beide Richtungen über Netzwerkgrenzen hinweg zu nutzen. Dies ist ein Wendepunkt in der Unternehmensvernetzung“, sagt Peter Konings, EMEA Head of Product Development bei Verizon.

Mirko Voltolini, Head of Network On Demand bei Colt, ergänzt: „Unsere Demonstration zeigt die Leistungsfähigkeit von SDN. SDN und On Demand Services versetzen Netzbetreiber und Kunden in die Lage, Netzwerke und Dienste zu kontrollieren. Bisher haben geschlossene Systeme die Interoperabilität zwischen Diensteanbietern extrem erschwert. Das ändert sich nun. Unsere Demonstration zeigt ein weiteres Mal deutlich, wie Colt mit On Demand Services seine Kunden bei der digitalen Transformation unterstützt. Durch den Einsatz von SDN können Netzanbieter besser zusammenarbeiten und Innovationen umsetzen. Kunden profitieren von dieser besseren Vernetzung.“

Verizon und Colt arbeiten gemeinsam nach den Vorgaben des Metro Ethernet Forums (MEF), um Industriestandards weiter voranzutreiben. Der Fokus liege dabei auf Inter-Carrier Business und Operational Lifecycle Service Orchestration APIs. Diese bildeten die Grundlage für eine standardisierte Verbreitung der SDN- und On-Demand-Flexibilität in weiteren Partnernetzwerken.

„Machbarkeitsstudien und Tests zur Orchestrierung von Diensten zwischen Anbietern sind entscheidend, um agile und sichere Konnektivitätsdienste zu realisieren, die mehrere Betreiber betreffen. Wir freuen uns, dass die Demonstration von Colt und Verizon die Branche diesem Ziel näherbringt“, sagt Daniel Bar-Lev, Director Office CTO, MEF.

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