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Gulp-Umfrage Zu wenig Weiterbildungen für IT-Profis

Gerade in der IT ist das Innovationstempo enorm groß. Aber auch gesetzliche Bestimmungen, wie die DSGVO, erfordern Weiterbildungsmaßnahmen. Eine Umfrage von Gulp unter 265 IT-Professionals zeigt aber, dass mehr als 70 Prozent der Befragten mit ihrem Weiterbildungsniveau unzufrieden sind.

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IT-Professionals erwarten mehr Unterstützung durch ihre Arbeitgeber.
IT-Professionals erwarten mehr Unterstützung durch ihre Arbeitgeber.
(Bild: © Zerbor - stock.adobe.com)

Laut der Gulp-Studie „Wie wichtig ist Ihnen Weiterbildung?“ ist bei IT-Professionals die Bereitschaft, sich weiterzubilden, um am Zahn der Zeit zu bleiben, durchwegs vorhanden. Nahezu 100 Prozent gaben an, dass lebenslanges Lernen für sie wichtig ist. Allerdings ist nur etwa ein Drittel mit ihrem Weiterbildungsniveau zufrieden oder sehr zufrieden. Von den Unzufriedenen machen über 50 Prozent den Arbeitgeber und dessen mangelnde Unterstützung dafür verantwortlich. Ein Viertel gibt fehlende Zeit an und immerhin 16 Prozent finden das richtige Angebot nicht. Ist Weiterbildung damit Chefsache? Sind Unternehmen für die Bildung der Mitarbeiter verantwortlich? In der Umfrage gaben mehr als die Hälfte an, mit dem Angebot ihres Arbeitgebers nicht zufrieden zu sein. Allerdings wissen mehr als ein Drittel nicht, ob ihre Firma Weiterbildungen unterstützen würde.

Jobwechsel für Fortbildungen

Mehr als 70 Prozent der befragten IT-Professionals geben in der Studie an, dass ein gutes Weiterbildungsangebot mit ausschlaggebend für die Wahl des Arbeitgebers ist. Das wird nur durch die Zusammenarbeit in einem harmonischen Team getoppt (90,1 %). Erst danach folgen das gute Gehalt und die technische Ausstattung. Nur für rund 10 Prozent ist die Möglichkeit zur Weiterbildung irrelevant. Der Anspruch darauf ist bei einem Drittel der Befragten klar. Sie sehen klassische Seminare innerhalb der Arbeitszeit als den richtigen Weg an. Außerhalb der Arbeitszeit möchten sich nur 14 Prozent engagieren.

Interessen der IT-Profis

Künstliche Intelligenz (KI), Machine Learning (ML) sowie Big Data und Business Intelligence (BI) wurden von 36,8 Prozent als Bereiche genannt, in denen sie ihr Fachwissen ausbauen möchten (Mehrfachnennungen möglich). Von 15 beziehungsweise 12 Prozent wurden SAP-Entwicklung und VR/AR genannt.

Der „War for Talents“ wird bei einem relativ hohen Gehaltsniveau laut der Umfrage oft im Schulungsraum entschieden. Mitarbeiter für die Weiterbildung freizustellen und in sie zu investieren, ist eine der höchsten Anerkennungen und diese ist mitentscheidend für die Bindung zufriedener Mitarbeiter, erklärt Gulp.

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