Hersteller will bestehende E-Plus-Netze per Software Defined Radio (SDR) aufrüsten

ZTE und KPN starten gemeinsame LTE-Feldversuche in Deutschland

23.02.2011 | Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Mobilfunkausrüster ZTE verspricht geringe Kosten beim Netzupgrade per SDR.
Mobilfunkausrüster ZTE verspricht geringe Kosten beim Netzupgrade per SDR.

Netzwerkausrüster ZTE und Mobilfunkbetreiber KPN starten gemeinsame Feldversuche zur Einführung des Mobilfunkstandards LTE. Bei diesen sollen kommerzielle Technologien eingehend getestet und eine schnelle Umstellung des Mobilfunknetzes erprobt werden. Bereits im Vorjahr hatten die Partner begonnen, die HSPA-Netze per SDR auf HSPA+ upzugraden.

ZTE und KPN Mobile International wollen in gemeinsamen Feldversuchen testen, wie gut kommerzielle LTE-Technologien funktionieren. Hersteller ZTE verspricht, Mobilfunknetze bei Bedarf rasch auf den LTE-Standard umstellen zu können. Zusätzlich will China Mobile den Test mit technischem Know-how für den Betrieb von TDD-Netzen unterstützen.

Geplant sind Pilotversuche in Belgien und Deutschland. Derzeit haben bereits Tests in Norddeutschland begonnen. Laut KPN-Tochter E-Plus Gruppe werden für die TD-LTE-Feldtests die im Mai 2010 erworbenen 2,6-GHz-Frequenzen genutzt.

Shir Lirong, Präsident und CEO der ZTE Corporation, erläutert: „Wir unterstützen KPN beim Aufbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen mit Hilfe unserer erstklassigen Netztechnologien, die dazu beitragen, die Kosten für den Netzbetrieb möglichst gering zu halten. Die zukunftsorientierte SDR-Technologie von ZTE unterstützt KPN dabei, die steigende Nachfrage nach mobilen Datenservices zu bedienen.“

ZTE und KPN hatten schon 2009 eine Zusammenarbeit zum Ausbau der HSPA-Netze getroffen. Im Vorjahr wurde damit begonnen, Infrastrukturen per Software Defined Radio (SDR) aufzurüsten. Binnen drei Jahren sollen Kunden Datendienste per HSPA+ mit bis zu 21,6 Mpbs nutzen. Zu den von ZTE bereitgestellten Netzzugangstechnologien gehört auch ein von der E-Plus Gruppe unter dem Namen „Lutea“ vermarktetes Android-Smartphone.

Zu den weiteren Techniklieferanten der E-Plus Gruppe zählen Nokia Siemens Networks und Ericsson. Der an Alcatel-Lucent ausgelagerte Netzbetrieb wird von der Kooperation mit ZTE nicht tangiert: Über Ausstattung und Ausbau des Netzes entscheidet die E-Plus-Gruppe.

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