Unternehmen brauchen Digital-Workplace-Konzepte

Workplace-Modernisierung: Deutschland zaghaft

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

„Die anspruchsvollen Digitalisierungsziele der Unternehmen sind nur mit modernen, integrierten IT-Arbeitsplatzumgebungen zu erreichen“, sagt Matrix42-CEO Oliver Bendig.
„Die anspruchsvollen Digitalisierungsziele der Unternehmen sind nur mit modernen, integrierten IT-Arbeitsplatzumgebungen zu erreichen“, sagt Matrix42-CEO Oliver Bendig. (Bild: Matrix42)

Im europäischen Vergleich hinken deutsche Unternehmen bei der im Zuge der Digitalisierung notwendigen Modernisierung der Arbeitsplätze hinterher, sagt Matrix42 mit Blick auf eine aktuelle Studie. Dabei sei der Wille, in moderne Konzepte zu investieren, durchaus vorhanden.

Der von Matrix42 unterstützten Studie Digital Workplace in Europe von Pierre Audoin Consultants (PAC) zufolge steckt in vielen deutschen Unternehmen die Umsetzung von digitalen Workplaces im Sinne eines umfassenden Design- und Servicekonzepts noch in den Kinderschuhen: Während im Länderdurchschnitt die Workplace-Modernisierung in 38 Prozent der europäischen Unternehmen fortgeschritten sei, sei dies in Deutschland nur in 29 Prozent der Fall. 23 Prozent der Unternehmen stünden noch am Anfang, knapp die Hälfte (48 Prozent) habe mit der Realisierung schon begonnen.

Digitale Transformation bedeute für die europäischen Unternehmen, fundamentale Veränderungen vorzunehmen. Die Ziele der Digitalisierung seien zwar unterschiedlich – Erhöhung der Agilität, Verbesserung der Servicequalität, Prozessoptimierungen oder Innovationsförderung –, zentraler Ausgangspunkt für die Veränderungen sei aber stets die Arbeitsumgebung der Mitarbeiter. Denn die Performance der Mitarbeiter sei entscheidend in der digitalisierten internationalen Wissenswirtschaft. Dementsprechend weisen, so die Studie, drei Viertel der befragten IT- und HR-Manager in Europa und sogar 90 Prozent der in Deutschland Befragten der Qualität der IT-Arbeitsumgebung große Bedeutung für den Unternehmenserfolg zu.

In jedem zweiten europäischen Unternehmen habe die Workplace-Modernisierung daher hohe Priorität. Allerdings würden Einzellösungen, wie die Ausstattung der Mitarbeiter mit Mobilgeräten, nicht ausreichen, um den Anforderungen gerecht zu werden. Notwendig seien umfassende Digital-Workplace-Konzepte, die alle Aspekte von der Beschaffung über die operativen Prozesse bis hin zu Support und Sicherheit abdecken.

Investmentagenda verändern

Das Wissen um die Bedeutung der Workplace-Modernisierung spiegele sich bei der Mehrheit der Unternehmen bislang noch nicht in deren Investmentagenda wider. Derzeitige Digitalisierungsinitiativen würden primär auf die Verbesserung der Interaktion mit den Kunden sowie auf die Einführung von Internet-of-Things-Infrastrukturen und Big-Data-Lösungen abzielen. Projekte zur Arbeitsplatzmodernisierung seien in der Vergangenheit vor allem aus Effizienzgründen gestartet worden. Jetzt aber würden sie auf die Erreichung verschiedener Geschäftsziele ausgerichtet. Dazu gehörten die Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit sowie die Unterstützung der Zusammenarbeit und Innovation. Gleichzeitig müssten sie höchste Sicherheitsanforderungen erfüllen und Kosteneffizienzaspekte berücksichtigen.

„Die Zeit, in der es ausreichend war, neue Endgeräte oder neue Applikationen einzuführen, ist vorbei. Die anspruchsvollen Digitalisierungsziele der Unternehmen sind nur mit modernen, integrierten IT-Arbeitsplatzumgebungen zu erreichen. Zunehmend viele Unternehmen werden daher ihre Budgets entsprechend ausrichten und sich am Markt nach geeigneten, ganzheitlichen Lösungen umsehen, mit denen sich diese Ziele bei gleichzeitig professionellem Betrieb und Service inklusive hoher Anwenderausrichtung und (Daten-)Sicherheit erreichen lassen“, erklärt Oliver Bendig, CEO von Matrix42.

Deutschland: zu geringes Vertrauen in Cloud-Lösungen

Was die Modernisierung der Arbeitsplätze angehe, seien die Unternehmen der europäischen Länder unterschiedlich weit fortgeschritten. Vorreiter seien Frankreich und Belgien. Die deutschen Unternehmen zögerten vor allem bei der Einführung von Cloud-Lösungen und bei der Implementierung von flexiblen Nutzerkonzepten. Allerdings werde der Wille, in moderne Konzepte zu investieren, speziell von den deutschen Unternehmen besonders betont. „Wir haben großes Potenzial am deutschen Markt“, erklärt Nico Pfaff, Country Manager & Area VP Germany bei Matrix42. „Die deutschen Unternehmen haben den Handlungsbedarf erkannt und richten sich jetzt sukzessive neu aus. Als europäischer Anbieter mit fester Verankerung in unserem Kernmarkt Deutschland und mit unserem Lösungsportfolio können wir die Anforderungen der deutschen Unternehmen optimal erfüllen.“

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44466122 / Basiswissen)