IP-Insider-Themenpaket: Wireless-LAN-Draft 802.11n kontrovers

WLAN-Standard 802.11n reicht weiter, reduziert Ausfälle und – fehlt

24.12.2007 | Redakteur: Ulrike Ostler

Der neue IEEE-Standard 802.11n, dessen Ratifizierung 2006 auf Mitte 2007 verschoben worden war, steht noch immer nicht. Aber: Viele Geräterhersteller bieten bereits N-Implementierungen an. Kein Wunder, denn der avisierte Standard soll die Funktechnik auf ein neues Niveau katapultieren – mit stärkerer Leistung, mehr Reichweite und größerer Zuverlässigkeit.

Im vergangenen Monat hat die IEEE-Arbeitsgruppe TGn den 802.11n-Vorschlag mit der Versionsnummer 3.0 abgeschlossen – mit 84 Prozent Zustimmung – und die Erarbeitung einer 3.1-Version beschlossen. Dennoch ist mit einer endgültigen Verabschiedung erst Anfang 2009 zu rechnen, sagt Margit Pecher, Marketing-Managerin von SMC Networks Europe.

Der Anbieter von LAN-Hardware und Geräten für den Anschluss ans Breitbandnetz gehörte zu den ersten, die eine N-Draft-Implementierung vorzuweisen hatten. Diese basiert nach Angaben von Pecher auf dem 2.0-Draft. „Dieser hat gegenüber den Vorgängerversionen des Drafts den Vorteil, dass wenn die endgültige Fassung des Standards vorliegt, lediglich ein Software-Update vorgenommen werden muss.“

Zu den wichtigsten Neuerungen gehört, die so genannte MIMO-Technik, Multiple-Input Multiple-Output, die für die Übertragung mehrerer Datenströme über mehrere Antennen sorgt. Das Ergebnis: Im Vergleich zum Standard 802.11g kann die Leistung um das 2,5-fache gesteigert und die die doppelte Reichweite erzielt werden. Die tatsächliche Leistung hängt aber von der Verbindungsrate, den Umgebungsbedingungen, der Größe des Netzwerks und anderen Umgebungsbedingungen ab.

Somit gibt es gute Gründe, sich jetzt und gleich auf Implementierungen des N-Standards einzulassen – aber eben auch Risiken.

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