Suchen

iPass sucht neue Partner WLAN grenzenlos, überall, unsichtbar

Autor / Redakteur: Sylvia Lösel / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Egal wo man sich befindet, das WLAN ist bereits da und aktiv. Das ist keine Utopie, sondern bereits Realität. Denn Hersteller iPass hat eine Lösung entwickelt, die das Leben unterwegs deutlich vereinfacht. Nun ist man auf der Suche nach Partnern.

Firmen zum Thema

iPass ermöglicht WLAN-Zugang immer und überall
iPass ermöglicht WLAN-Zugang immer und überall
(Bild: ra2 studio - Fotolia.com)

Die Cloud-Plattform von iPass kennt sie alle: 50 Millionen Hotspots sind hier bereits hinterlegt. Und den Hersteller dürstet nach mehr. Das Ziel seien 100 Millionen Einwahlpunkte, sagt Mato Petrusic, Vice President EMEA & APAC des amerikanischen Unternehmens.

iPass ist bereits seit zehn Jahren börsennotiert, hat viel Zeit in die Entwicklung investiert und hält zahlreiche Patente. Allein am Bekanntheitsgrad mangelte es. Das soll sich ändern. Vor knapp einem Jahr wurde die komplette Führungsriege von iPass ausgetauscht. Ziel ist es, künftig nicht nur den B2B-, sondern neben KMUs auch den B2C-Markt zu adressieren – und dies über Partner. „Wir sind zu 100 Prozent indirekt aufgestellt“, erklärt Petrusic. Wenn es bei WLAN aber künftig tendenziell zu kostenfreien Zugängen geht, womit will iPass dann Geld verdienen? Und warum sollten Partner die Lösung in ihr Portfolio aufnehmen?

Nahtloser Übergang

Doch zunächst zur Lösung selbst. Dank der Technologie und Cloud-Plattform von iPass wird der Anwender immer automatisch mit dem Hotspot verbunden, der die beste Qualität bietet. Dafür muss der Kunde sich nicht mehr individuell anmelden oder umständlich nach dem nächsten verfügbaren Hotspot suchen, sondern wird automatisch verbunden und nahtlos an den nächsten Einwahlpunkt weitergereicht, wenn er sich bewegt. Das Ganze funktioniert sowohl mit Smartphones, Tablets als auch entsprechend ausgerüsteten Notebooks. Der Zugang ist auf den Kunden zugeschnitten. Welches Gerät er verwendet, bleibt ihm überlassen. Ein Wechsel ist auch hier möglich. Die Software läuft sowohl auf iOS, als auch Android und Windows. Auf Knopfdruck kann die Verbindung verschlüsselt werden – ein wichtiges Argument, gerade im B2B-Umfeld.

Während bislang vor allem Großunternehmen zu den Kunden von iPass zählten, will man die Zielgruppe nun deutlich erweitern. „Sowohl kleine und mittlere Unternehmen, als auch Consumer wollen wir künftig adressieren“, sagt Petrusic.

Uber, Airbnb und iPass

Als Uber oder Airbnb der WLAN-Branche bezeichnet er gerne sein Unternehmen. „Denn Uber bietet Taxidienste an, ohne dass ihnen ein einziges Taxi gehört. Wir bieten WLAN, ohne dass uns ein Hotspot gehört“, schmunzelt er.

Ähnlich wie bei Navigationsdiensten Stau-Vorhersagen dank zahlreicher Handy-Daten möglich sind, setzt iPass auf ein ähnliches Geschäftsmodell. So könnte zum Beispiel eine Brauerei ihren Kunden eine App anbieten, in die iPass integriert ist. Der Bierbrauer kann dann aus den Bewegungsprofilen seiner Kunden schließen, wo diese sich vorrangig aufhalten. In dieser Gegend könnte er dann bevorzugt Gaststätten und Kneipen mit seinen Produkten beliefern.

Auf die App-Hersteller und -Entwickler zielt dann auch die Channel-Chefin von iPass, Tanja Bartsch. „Wir suchen Reseller und Systemhäuser, die im Bereich der App-Entwicklung Erfahrung und Kunden haben“. Des Weiteren könnten auch Händler, die sich im UC-Umfeld betätigen, interessante Geschäftspartner für iPass und seine Cloud-Lösung sein. „Mit unserer Cloud-Lösung haben sie ein Differenzierungsmerkmal und über die Cloud-Lizenzen sind die klassischen Margen möglich“, führt Bartsch aus. Mittels des Intelligent Connection Managements können VARs auch eigene Policies individuell für Kunden definieren und sich so weiter von der Masse abheben beziehungsweise bei ihren Kunden punkten.

Die Lösung wird, wenn sie über iPass selbst gebucht wird, weltweit über die Amazon-Cloud gehostet. Läuft das Ganze über einen der zahlreichen Provider, mit denen iPass zusammenarbeitet, läuft die WLAN-Lösung meist über deren eigenes Rechenzentrum. Wenn ein Kunde es möchte, kann er die Lösung aber auch im eigenen Unternehmen installieren. Dies, so Petrusic, sei oft bei Banken, Versicherungen etc. der Fall, die besondere Sicherheitsanforderungen hätten.

(ID:44009213)

Über den Autor

 Sylvia Lösel

Sylvia Lösel

Chefredakteurin