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Partnerschaft von LAN- und WLAN-Anbieter soll die Öffentliche Hand interessieren Wireless-LAN-Anbieter Aruba Networks und Foundry Networks kooperieren

| Redakteur: Ulrike Ostler

Derzeit vergeht kaum ein Tag ohne neue Foundry-Networks-Nachrichten. Der Anbieter von LAN- und WAN-Equipment sorgt, bevor er endgültig von Brocade übernommen wird, ordentlich für Dampf. Bisher lizenziert das Unternehmen Funktechnik von Meru Networks. Jetzt kündigt es eine Kooperation mit dessen Konkurrenz Aruba Networks an.

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Foundry/Brocade addiert ein fehlendes Puzzle-Stück zu seinem LAN-Angebot.
Foundry/Brocade addiert ein fehlendes Puzzle-Stück zu seinem LAN-Angebot.
( Archiv: Vogel Business Media )

Foundry Networks, Inc., Spezialist in Sachen End-to-End Switching und Routing, kooperiert mit der WLAN-Company Aruba Networks – zumindest, wenn es um Angebote für Ämter und Behörden geht. Das ist umso bemerkenswerter, als Foundry bereits Technik von dem Aruba-Wettbewerber Meru Networks unter eignem Label verkauft.

Roger Hockaday, europäischer Marketing-Direktor bei Aruba Networks, erläutert: „Foundry hat WLANs von Meru unter OEM-Vertrag vermarktet. Doch wie auch immer: Meru kann weder das geforderte Maß an Sicherheit liefern noch entwickeln. In der Konsequenz wird Foundry nicht mehr Meru-Technik für Projekte der Öffentlichen Hand hernehmen, sondern Aruba-Security-Lösungen.“

Das gilt insbesondere für Anwendungen in den USA. Hier ist es unter anderem wichtig, dass die WLAN-Produkte folgenden Anforderungen genügen: Common Criteria Certification, FIPS 140-2 v, sowie den Compliance-Direktiven des Verteidigungsministeriums (Department of Defense) 8100.2 und 8500.

Aruba erfülle diese Anforderungen und die Ethernet-Technik von Foundry für Edge-to-Core-, Voice- und Video-Applikationen sei ohnehin für den skalierbaren, sicheren Betrieb gebaut. Das mache die Kooperation, die im Wesentlichen gemeinsame Marketing-Aktionen umfasst, für Ämter und Behörden interessant, teilen die Partner mit.

Was die Konkurrenz macht

Erwähnenswert ist die Kooperation auch aus einem anderem Grund. Immerhin wird öffentlich darüber spekuliert, ob es Foundry/Brocade-Wettbewerber Juniper Networks nach einem der beiden WLAN-Anbieter Meru Networks oder Aruba Networks gelüstet. Sepp Lausch, Area Director Enterprise Zentraleuropa bei Juniper Networks, bestreitet zwar nicht, dass eine Ergänzung des eigenen Portfolios um Funktechnik für Local Area Networks interessant sein könnte. Aber anstehende Übernahmepläne dementiert er.

Zu diesem Zeitpunkt sei nicht einmal entschieden, ob sein Arbeitgeber, derzeit mit jeder Menge Geldmittel ausgestattet, nicht vielleicht selbst eine Funknetzlinie entwickeln werde. Cash und Investments belaufen sich bei dem Unternehmen das mehr als 6500 Mitarbeiter beschäftigt auf rund 2.3 Milliarden Dollar.

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