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Studie von Spiceworks Wird Windows 10 ein Knaller?

| Autor / Redakteur: Heidi Schuster / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Glaubt man der Studie von Spiceworks, bei der 500 IT-Entscheider zu Windows 10 befragt wurden, wird das Betriebssystem ein voller Erfolg – denn demnach planen fast 75 Prozent der IT-Profis den Umstieg auf Windows 10 in den nächsten zwei Jahren.

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Ab dem 29. Juli 2015 ist Windows 10 als Upgrade für Privatkunden sowie kleine und mittelständische Unternehmen verfügbar.
Ab dem 29. Juli 2015 ist Windows 10 als Upgrade für Privatkunden sowie kleine und mittelständische Unternehmen verfügbar.
(Bild: Microsoft )

Windows ME überzeugte nicht, dafür das Folgeprodukt XP. Darauf folgte der Vista-Flop, dann kam der Windows-7-Erfolg und zuletzt das ebenso weniger erfolgreiche Windows 8. Setzt man diese Reihe fort, müsste sich Windows 10 nun wieder im Betriebssystem-Markt durchsetzten können. Dies scheint auch die Studie „Windows 10 – der neue Shooting Star?“ von Spiceworks zu bestätigen. Dafür wurden im April und Mai 2015 rund 500 IT-Entscheider aus Nordamerika und EMEA zu ihrer Einschätzung und ihren Plänen bezüglich Windows 10 befragt.

Laut der Studie interessieren sich 96 Prozent der IT-Entscheider für das neue Betriebssystem. 60 Prozent der IT-Abteilungen haben es bereits getestet oder sind gerade aktiv dabei. 40 Prozent der Unternehmen planen den Rollout von Windows 10 innerhalb der ersten zwölf Monate nach dessen Start, und 33 Prozent wollen innerhalb der ersten zwei Jahre damit beginnen.

Verkaufsschlager Windows 7

Momentan ist Windows 7 das vorherrschende Betriebssystem im Business-Umfeld – 94 Prozent der befragten Unternehmen setzen es Spiceworks zufolge ein. Im Schnitt läuft Windows 7 damit auf 77 Prozent aller PCs und Laptops in Unternehmen.

Zwei Jahre nach dem Start von Windows 7 verfügten bereits 60 Prozent der Unternehmen über mindestens eine Netzwerk-Komponente, auf der das Betriebssystem installiert war, so Spiceworks. Auf Windows 10 wollen jetzt sogar 73 Prozent der IT-Profis im selben Zeitraum umsteigen.

Im mobilen Umfeld sind Apple iOS und Google Android die klaren Favoriten: 81 Prozent der befragten Unternehmen setzen Smartphones und Tablets auf iOS-Basis ein, 77 Prozent bevorzugen Android. Windows oder Windows Mobile wurde von einem Drittel der IT-Entscheider angegeben. Angesichts der neuen Funktionen von Windows 10 denken jedoch 48 Prozent der Befragten mehr oder weniger intensiv über den Einsatz von Windows-Tablets und Windows-Smartphones nach, ergab die Studie.

Bedienung soll wichtiger sein als Funktionen

Während neue Windows-10-Features wie die Spracherkennung Cortana, der Browser Edge oder die Gerätesynchronisation Continuum die Aufmerksamkeit der Anwender auf sich ziehen, interessieren sich die IT-Entscheider vor allem für Funktionen, die für Stabilität sorgen oder die Kosten betreffen.

So begrüßen 64 Prozent der IT-Profis die Wiedereinführung des Start-Buttons; 55 Prozent halten die kostenlosen Upgrades von Windows 7, 8 und 8.1 für sinnvoll, und 51 Prozent verwiesen auf die verbesserte Sicherheit von Windows 10.

Dagegen legen nur acht Prozent der Befragten Wert auf eine Touch-optimierte Oberfläche. Sechs Prozent halten Cortana für wichtig, und lediglich fünf Prozent der IT-Experten interessieren sich für das neue Login-Tool „Hello“.

Auf die Frage nach ihrem Eindruck von Microsofts neuem Browser Edge, auch bekannt als Spartan, erklärten 25 Prozent, dass sie ihn gut oder sehr gut finden. 23 Prozent äußerten sich weder positiv noch negativ. Fast die Hälfte der Befragten gab an, den neuen Browser nicht gut genug zu kennen, um sich eine Meinung bilden zu können. Einen eher negativen oder sehr negativen Eindruck haben vier Prozent der Befragten.

Bedenken

Die Bedeutung, die der Stabilitätsaspekt für die IT-Experten hat, wird auch bei der Frage nach ihren wichtigsten Bedenken bei der Einführung von Windows 10 deutlich: Für 79 Prozent der Befragten besteht das größte Problem in der möglicherweise mangelnden Kompatibilität von Hard- und Software. Weitere Bedenken betreffen First-Release-Bugs, Anwenderschulungen, fehlenden Support von Drittanbietern sowie den hohen Zeitaufwand beim Upgraden.

„Mehr als 100 Millionen PCs weltweit werden im Laufe des restlichen Jahres noch verkauft – jeder zweite an eine kommerzielle Organisation“, rechnet Sanjay Castelino, Vice Pesident Marketing von Spiceworks, vor. „Microsofts erklärtes Ziel von einer Milliarde Windows-10-Geräten in den nächsten zwei bis drei Jahren ist durchaus realistisch. Das große Interesse der IT-Einkäufer schafft zudem ein gutes Klima für das gesamte Windows-10-Ökoystem. Allerdings sind die Anliegen der IT-Einkäufer im Business-Umfeld nicht mit denen der privaten Anwender zu vergleichen. Die IT-Hersteller sollten sich daher gut vorbereiten, um die IT- Experten in den Unternehmen gezielt ansprechen zu können.“

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