Kostenloses WLAN für Europa

WiFi4EU lässt die digitale Wirtschaft wachsen

| Autor / Redakteur: Nick Watson / Andreas Donner

WiFi4EU, kostenloses WLAN für Europa, ist ein notwendiger Schritt für das Wachstum der digitalen Wirtschaft.
WiFi4EU, kostenloses WLAN für Europa, ist ein notwendiger Schritt für das Wachstum der digitalen Wirtschaft. (Bild: Bild: © - jpgon - Fotolia.com)

WiFi4EU ist eine Initiative der EU, mit der Behörden die Möglichkeit erhalten sollen, in Parks, auf Plätzen, in Bibliotheken und öffentlichen Gebäuden freie WLAN-Zugänge anzubieten – für das Wachstum der digitalen Wirtschaft ist dies dringend notwendig, meint Ruckus Wireless.

WiFi4EU ist ein unerlässlicher Schritt für das Wachstum der digitalen Wirtschaft. Dabei ist jedoch klar, dass dieses Wachstum ohne die Partnerschaft und die Zusammenarbeit mit der Industrie, die die flächendeckende drahtlose Konnektivität vorantreibt, dramatisch gebremst wird. Es gilt, weiterhin Wi-Fi-Strategien zu entwickeln, die auch noch in Zukunft allen Ansprüchen gerecht werden – das tägliche Streamen von Rich Media beispielsweise wird weiterhin zunehmen und neue Herausforderungen schaffen.

Jeder will und braucht sichere nahtlose Konnektivität, egal wo. Doch um diese zu erreichen, kann WLAN nicht als Insel existieren. Smart Wi-Fi und Kleinzellentechnologien müssen in der 4. und bald 5. Mobilfunkgeneration koexistieren. Der Schritt mit „OpenG“ hin zum gemeinsam genutzten Spektrum ermöglicht diese Konnektivität. Führend sind hier die USA mit ihrer Allianz für 3,5 GHz CBRS, an der sich auch Europa orientieren sollte.

Wenn Tech-Metropolen in EMEA, wie „Silicon Roundabout“ in London, für Unternehmen attraktiv sein wollen, müssen sie die Wireless-Infrastruktur bieten, die Produktivität vorantreibt. So wie San Jose: Trotz der Tatsache, dass das Silicon Valley darum herumgebaut wurde, war es früher ungeliebt und unwirtlich. Niemand wollte in die Hotels. Jeder hatte eine schreckliche Erfahrung mit der WLAN-Verbindung. Aber mit dem Einsatz von Smart Wireless änderte sich das.

Manche öffentliche Plätze im EMEA-Raum bieten heute bereits eine höhere WLAN-Leistung als die drahtlosen Netzwerke in den eigenen vier Wänden – von britischen Bahnhöfen bis zu Einkaufszentren in Südafrika. Für mehr als fünf Jahre war Deutschland führend darin, zusammen mit Telekommunikationsunternehmen öffentliches WLAN einzurichten. Die Technologie basierte dabei auf Entwicklungen für Messen. Die Stadt Hamburg verzeichnete beispielsweise große positive Veränderungen bei der öffentlichen Konnektivität.

Die Lösung, auf der das Netzwerk basierte, wurde ursprünglich von einem Telekommunikationsunternehmen für die Landesgartenschau entwickelt. Diese sollte es den Besuchern ermöglichen, Fotos über ihre Social-Media-Kanäle zu teilen. Auch in Paris wurden in verschiedenen Bezirken große Schritte in der Wireless-Abdeckung gemacht – deutlich zu sehen am öffentlichen WLAN in den Fanzonen während der Fußball-EM. Darüber hinaus gibt es heute in mehr als 20 der größten französischen Städte, darunter Marseille und Nizza, unkomplizierten Zugang zu Wi-Fi. Wir haben bei der Bereitstellung von öffentlichem WLAN schon einen langen Weg hinter uns und wir begrüßen jede Innovation – doch bis WiFi4EU Realität ist, ist es noch ein weiter Weg.

Nick Watson.
Nick Watson. (Bild: Bild: Ruckus Wireless)

Die Idee „kostenloses Internet“ ist dabei die größte Herausforderung und könnte die Ursache für das Scheitern einer solchen Initiative sein. Basierend auf Gesprächen mit Wirtschaftsführern in Europa sind wir überzeugt, dass, obwohl wir bereits große Fortschritte dabei machen, flächendeckende Konnektivität in dicht besiedelten Gebieten herzustellen, die Herausforderung weniger in der Technologie als im Geschäftsmodell liegt. Es muss nämlich immer die Art und Weise berücksichtigt werden, in der sich öffentliche und private Partnerschaften auf die Finanzierung solcher Großprojekte einigen.

Über den Autor

Nick Watson ist Vice President EMEA bei Ruckus Wireless, einer Business Unit von Brocade.

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