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Windows 7 SP1 sorgt für Ärger Wieder Kartellverfahren gegen Microsoft

Autor / Redakteur: Sylvia Lösel / Peter Schmitz

Die EU-Kommission hat heute ein erneutes Kartellverfahren gegen das Softwareunternehmen Microsoft eingeleitet. Stein des Anstoßes ist erneut der Internet Explorer.

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Microsoft hat wieder Ärger mit den Wettbewerbshütern der EU.
Microsoft hat wieder Ärger mit den Wettbewerbshütern der EU.

Wegen unlauterer Geschäftspraktiken hat die EU-Kommission am 17. Juli ein erneutes Kartellverfahren gegen den Redmonder Konzern Microsoft angestrengt. Wie offenbar Konkurrenten den EU-Wettbewerbshütern meldeten, biete Microsoft seinen Anwendern nicht länger die Wahl zwischen verschiedenen Internet-Browsern an.

Genau dies hatte das amerikanische Unternehmen aber 2009 zugesichert, als es schon einmal in den Fokus der EU-Kommission geriet. Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia zeigte sich besorgt. Dass sich ein Unternehmen nicht an die Vorgaben der Kartellbehörde halte sei ein einmaliger Vorgang.

Microsoft hat inzwischen einen schweren Fehler eingestanden. Wie das Unternehmen auf seiner amerikanischen Webseite bekannt gab, habe man es versäumt, bei der Auslieferung des Service Pack 1 von Windows 7 dieses Auswahlfenster weiter anzubieten. Dies bedauere man und habe bereits Schritte unternommen, um den Fehler zu beheben.

Dieses Versäumnis könnte Microsoft teuer zu stehen kommen. Bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes kann die EU als Strafe verhängen – aber auch weniger, wenn das Verschulden gering ist und das betroffene Unternehmen den Verstoß zügig abstellt.

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