Mobile-Menu
Suchen

Ein Konferenzsystem für die breite Masse Wie Lync-Room die UCC-Welt revolutionieren will

| Redakteur: Sarah Gandorfer

Laut der Experton Group wird Unified Communications and Collaboration (UCC) im Jahr 2018 Alltag im Berufsleben. Microsoft will nun mit der Konferenzlösung Lync-Room-System (LSR) der breiten Masse der Unternehmen die Chance geben, günstig auf diesen Zug aufzuspringen.

Firma zum Thema

Thorsten Hübschen, Business Group Lead Microsoft Division, führt die in Lync-Room integrierte Whiteboards-Funktion vor.
Thorsten Hübschen, Business Group Lead Microsoft Division, führt die in Lync-Room integrierte Whiteboards-Funktion vor.
(Bild: IT-BUSINESS)

Mit Lync-Room bietet Microsoft neue Möglichkeiten beim Thema Videokonferenzen und Zusammenarbeit. Anders als Hardware-Hersteller wie beispielsweise Tandberg, basiert die Software-Lösung der Redmonder auf offenen Schnittstellen. Wobei sie sich für das Konferenzsystem mit Polycom, für die Kameras, Crestron für die Konferenzraumlösung an sich und Smart für die Whiteboard-Funktionen, Partner mit entsprechendem Know-how an Bord geholt haben. Die Basis von all dem bildet der Lync-Client.

Dank der Presence Detection des Smart-Room-Systems können Konferenzteilnehmer sich bei jedem Lync-Meeting einfach per Klick einwählen. Dazu müssen sie nicht zwingend in einem ebenfalls mit dem Konferenzsystem ausgestatteten Raum sein. Die Einwahl ist über einer Vielzahl von Geräten möglich, sofern eine entsprechende Internetanbindung zur Verfügung steht. Es funktioniert sogar über ein iPhone, wie Gerald Buchholz, Technology Solution Professional bei Microsoft, bei der Vorstellung der Lösung live zeigt.

Neben der Kommunikation per Video-Übertragung können auch Präsentationen gezeigt oder gemeinsam am Whiteboard gearbeitet werden.

“Die Installation dauert statt Stunden nur Minuten”, sagt Buchholz. “Und auch der Preis liegt bei den Standardversionen mit 15.000 bis 25.000 Euro weit unter dem anderer Anbieter.”

Das Lync-Raum-System hat die Produktbezeichnung „Crestron RL“, was darauf hinweist, dass es sich um ein gemeinsam mit Crestron entwickeltes Produkt handelt. Durch das integrierte Crestron-Touchpanel kann sowohl die Lync-Client-Software, als auch die komplette Technik im Raum über ein intuitives Bedienelement gesteuert werden.

Bis zu 1.000 Konferenzteilnehmer

Standardmäßig können 250 Nutzer an einer Lync-Konferenz teilnehmen – in der erweiterten Version sogar bis zu 1.000. Allerdings werden nur fünf davon als aktive Personen groß eingeblendet.

Folgt man den Ausführungen von Axel Oppermann, Analyst der Experton Group, über die sich bis 2018 verändern Arbeitsbedingungen, sind Konferenz- und Collaboration-Lösungen aus dem Arbeitsleben bestimmter Berufssegmente nicht mehr wegzudenken, vor allem dann nicht, wenn man mit den aufstrebenden asiatischen Märkten wettbewerbsfähig bleiben will. „UCC wird 2018 so sehr zum Standard, wie 1968 die Schreibmaschine“, glaubt Oppermann. Für die jüngste Microsoft-Innovation findet der Analyst ebenfalls drastische Worte: „Wer einmal Lync sagt, kommt davon nicht mehr weg. Es ist ein schlimmerer Kleber als Sharepoint.“

Der Redmonder Konzern sieht sein neues Produkt als eine Möglichkeit für die breite Masse, neue Arbeits- und Kommunikationsmodelle in Unternehmen umzusetzen. Für ihre Channel-Partner erhofft sich der Konzern zudem Geschäftschancen durch Beratung, Installation, Zubehörverkauf und dem Programmieren mit LSR-verbundener Apps.

(ID:42544681)