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Software Defined Networking, Teil 3 Wie geht es nach der Revolution im Netzwerk weiter?

| Autor / Redakteur: Andreas Hausmann / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

IT-Industrialisierung ist der Name der Ära, die durch SDN (Software Defined Networking) eingeläutet wurde. Um den Übergang in das Zeitalter der IT-Industrialisierung gut zu meistern, müssen Unternehmen die Grundlagen für Standardisierung, Virtualisierung und Automatisierung jetzt legen!

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HP entwickelt sein gesamtes Networking Produktportfolio in Richtung SDN weiter und will damit eine führende Rolle beim Thema Software Defined Networking einnehmen.
HP entwickelt sein gesamtes Networking Produktportfolio in Richtung SDN weiter und will damit eine führende Rolle beim Thema Software Defined Networking einnehmen.
(Bild: Fotolia.com )

Als Nicira Anfang des Jahres mit eigenen Produkten für Software Defined Networking auf dem Markt erschien und damit für Aufsehen sorgte, begannen die führenden Hersteller sich ebenfalls zu positionieren. Dann sorge eine weitere Meldung in der Presse für Aufsehen: Google betreibt sein Intranet WAN auf Basis von SDN und Openflow. Weiter befeuert wurde das Thema durch die Übernahme von Nicira durch VMware.

Spätestens jetzt war klar, mit Software Defined Networking (SDN) ist in der Zukunft zu rechnen. Was SDN genau ist, wie das Konzept aussieht und wie es funktioniert, kann man im ersten Teil nachlesen.

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Wie sieht nun ein Hersteller wie HP die Zukunft? Nun, HP als Komplettanbieter hat natürlich sehr gute Voraussetzungen, bei diesem Trend und Paradigmenwechsel eine mehr als führende Rolle zu spielen. IT-Industrialisierung ist das Stichwort, welches das neue Zeitalter gut beschreibt.

Was versteht man unter IT-Industrialisierung? Wikipedia sagt, IT-Industrialisierung steht für folgende fünf Punkte:

  • 1. Standardisierung der IT-Produktion: Produktionsprozesse von IT-Produkten müssen wie in der industriellen Fertigung einen größtmöglichen Standardisierungsgrad erreichen.
  • 2. Sinkende Fertigungstiefe/Vereinfachung: Die Unternehmen reduzieren die Fertigungstiefe, indem sie gewisse Leistungen an Zulieferer vergeben.
  • 3. Transparente und integrierte Leistungserstellung: Innerbetrieblich müssen die einzelnen Aufgabenbereiche aufeinander abgestimmt koordiniert und transparent gemacht werden.
  • 4. Standardisierung des Absatzes/Services: Auf Basis standardisierter Fertigungsprozesse muss das Absatzportfolio eines IT-Dienstleisters kunden- und marktorientiert aufgebaut sein.
  • 5. Wandel von der Projekt- zur Produktorientierung: Ganzheitliche Betrachtung der Entwicklungs- und Produktionsprozesse im Informationsmanagement, anstatt nur die Anwendungsentwicklung zu fokussieren.

Individualisierung

Die IT-Industrialisierung muss nun für jeden Kunden individuell übersetzt werden. Mit der Converged Infrastructure beschreibt HP die Bausteine für ein Rechenzentrum. Hier werden die Grundlagen aufgezeigt, damit ein Unternehmen in der Lage ist zu standardisieren, dann zu virtualisieren und als Letztes zu automatisieren.

Schon beim zweiten Punkt fängt es im Netzwerk an zu knirschen. Denn das Netzwerk ist nicht in der Lage, auf dynamische Ereignisse, wie sie in der Virtualisierung auftreten, angemessen zu reagieren. Hier soll und wird SDN eine wichtige Rolle spielen. Mit Virtual Application Network hat HP eine hierfür erste Lösung auf den Markt gebracht. Mehr dazu kann man im zweiten Teil dieser Serie lesen.

Doch wie geht es jetzt weiter? Wie sieht HP Networking die nächsten Schritte?

HP Ethernet Virtual Interconnect

Nach der Einführung von Virtual Application Network hat HP weitere Module entwickelt und bereits freigegeben.

Das neuste Produkt heißt HP Ethernet Virtual Interconnect (EVI) und dient im VAN (Virtual Application Network) zur automatischen Orchestrierung. EVI ist eine Komponente der HP DataCenter-Interconnect-Lösung. Es können damit bis zu acht Verbindungen für geographisch verteilte Rechenzentren aufgebaut und simplifiziert werden.

Im Ergebnis verbessert dies die Hochverfügbarkeit. Der Anwender kann innerhalb von Minuten virtuelle Maschinen (VMs) innerhalb seiner verteilten Rechenzentren verschieben und damit schnell und effizient auf dynamische Ereignisse oder Anforderungen reagieren. Und das alles ohne Netzwerkverzögerungen zwischen den Rechenzentren.

Große Kunden mit verteilten Rechenzentren müssen ihre virtualisierten Umgebungen und Cloud Implementierungen schnell anpassen können. Die IT muss deshalb Infrastruktur als Dienst (IaaS) bereitstellen und geographisch verteilte RZs vorhalten, die für wachsende Kundenansprüche gerüstet sein müssen.

Doch Stand heute gibt es leider noch keine ausreichenden und zuverlässigen Dienste, die dies gewährleisten können. Die geographischen Verbindungen leiden unter Komplexität, begrenzten Hochverfügbarkeiten und mangelnder Flexibilität.

weiter mit: Kampf gegen Komplexität für mehr Flexibilität

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