Limitierungen im klassischen WAN

Wie ein SD-WAN die Geschäftsstrategie unterstützt

| Autor / Redakteur: Kristian Thyregod / Andreas Donner

Ein SD-WAN lässt sich unkompliziert an neue Geschäftsanforderungen, Arbeitsweisen und Applikationen anpassen.
Ein SD-WAN lässt sich unkompliziert an neue Geschäftsanforderungen, Arbeitsweisen und Applikationen anpassen. (Bild: © – sdecoret – stock.adobe.com)

Das Corporate WAN bestimmt die Qualität, mit der Angestellte, Partner und Zulieferer auf Daten, Applikationen und Workloads zugreifen. Damit Geschäftsführung und Mitarbeiter jedoch erfolgreich agieren können, ist eine Architektur nötig, die sich von herkömmlichen Mustern löst.

Welche Rolle spielt das WAN für die Geschäftsstrategie eines Unternehmens? Auf diese Frage dürfte der Großteil der Führungskräfte keine Antwort haben. Sie sehen ihre Aufgabe darin, eine solche Strategie zu entwickeln und umzusetzen, d.h., Markttrends erkennen, die Vorlieben der Kunden analysieren und die Aktivitäten der Mitbewerber beobachten. Gleichzeitig gilt es, neue Geschäftschancen zu identifizieren und die Produktpalette entsprechend anzupassen.

Nur die wenigsten Manager werden es jedoch zu ihren Aufgaben zählen, sich um das Corporate WAN zu kümmern. Dafür ist schließlich die IT-Abteilung zuständig. Doch diese Einstellung birgt Risiken. Denn in welchem Maße sich eine Business-Strategie umsetzen lässt, hängt stark vom Corporate WAN ab.

Doch Vorsicht! Ein althergebrachtes Corporate WAN stößt schnell an Grenzen, wenn Flexibilität gefordert ist, vor allem dann, wenn eine Geschäftsstrategie auf schlanke Arbeitsabläufe, den Einsatz von Cloud-Ressourcen wie SaaS und auf Collaboration-Tools setzt. Auch die Anbindung von Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern wird bei einem klassischen WAN schnell zu einem Hürdenlauf.

Das zeigt sich beispielsweise dann, wenn ein Unternehmen seine Geschäftstätigkeit ausbaut, etwa durch eine Firmenübernahme. Dann ist es wichtig, dass die Mitarbeiter in den neuen Niederlassungen in die Abläufe des Unternehmens eingebunden werden. Je schneller die Beschäftigten auf geschäftskritische Anwendungen zugreifen können, desto besser. Auch der umgekehrte Weg ist denkbar: Verfügt das neue Tochterunternehmen über innovative Workflows, möchte die Unternehmenszentrale diese möglicherweise übernehmen.

All das funktioniert nur, wenn sich ein Corporate WAN auf unkomplizierte Weise an neue Geschäftsanforderungen, Arbeitsweisen und Applikationen anpassen lässt. Hand aufs Herz: Wie viele dieser Netze weisen die notwendige Flexibilität und Agilität auf? Dabei steht eines fest: Ein Corporate WAN hat massiven Einfluss darauf, ob die Geschäftsführung zusammen mit den Mitarbeitern erfolgreich agieren kann, vor allem vor dem Hintergrund der Digitalisierung von Geschäftsprozessen und Produktlinien.

SD-WAN erfüllt Geschäftsanforderungen

Doch das erfordert eine WAN-Architektur, sich von herkömmlichen Mustern löst und sich an den Geschäftszielen des Unternehmens und den Anforderungen der Nutzer orientiert – kurzum ein SD-WAN. Es ermöglicht Mitarbeitern den Zugang zu Workflows, Anwendungen und IT-Ressourcen, und das unabhängig vom Standort und abgestimmt auf den Geschäftszweck.

Ein wichtiger Punkt: Eine SD-WAN-Lösung sollte so aufgebaut sein, dass sie nicht nur von IT-Spezialisten verwaltet werden kann. Noch problematischer ist, wenn eine solche Lösung voraussetzt, dass in jeder Niederlassung IT-Fachleute vorhanden sind. Im Idealfall lässt sich ein SD-WAN vielmehr zentral managen und orchestrieren. Dies sollte auf intuitive Weise erfolgen und zwei Bereiche miteinander in Einklang bringen: Geschäftsanwender und deren Anforderungen an das Corporate WAN sowie die vorhandenen Technologien. So ist sichergestellt, dass ein Unternehmen neue Strategien und Workflows an jedem Standort umsetzen kann.

Ein weiterer Vorteil dieses Ansatzes ist, dass eine homogene Arbeitsumgebung entsteht. Sie erleichtert es, Compliance-Vorgaben und Datenschutzregelungen zu berücksichtigen.

Startpunkt: Infrastruktur auf den Prüfstand stellen

Fasst man die genannten Punkte zusammen, ergeben sich für Manager folgende Aufgaben: Erstens sollten sie prüfen, welche Rolle das Corporate WAN bei der Umsetzung der Geschäftsziele des Unternehmens spielt. Zweitens ist es erforderlich, auf Basis der Ergebnisse die vorhandene WAN-Infrastruktur rigoros auf den Prüfstand zu stellen.

Kristian Thyregod.
Kristian Thyregod. (Bild: Silver Peak)

Der dritte Schritt ergibt sich anschließend von selbst: Unflexible Corporate WANs sollten durch agile SD-WANs ersetzt werden – aber bitte nicht durch „irgendein“ softwarebasiertes Weitverkehrsnetz. Vielmehr sollte eine SD-WAN-Architektur zum Einsatz kommen, die sich auf Anwendungen und Geschäftsziele abstimmen lässt. Nur dann profitiert ein Unternehmen in bestmöglicher Weise von der neuen WAN-Infrastruktur.

Über den Autor

Kristian Thyregod ist Vice President EMEA bei Silver Peak. In dieser Position ist er für die Vertriebsaktivitäten von Silver Peak in dieser Region und die Channel-Strategie verantwortlich.

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