IT-Sicherheitsstudie von VMware

Wettbewerbsvorteile auf Kosten der Sicherheit

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Peter Schmitz

Wettbewerbsdruck führt dazu, dass Sicherheitsvorgaben missachtet und Cyberattacken Tür und Tor geöffnet werden.
Wettbewerbsdruck führt dazu, dass Sicherheitsvorgaben missachtet und Cyberattacken Tür und Tor geöffnet werden. (Bild: Bild: beebright – Fotolia.com)

Einer von VMware beauftragten IT-Sicherheitsstudie zufolge stehen in Deutschland fast zwei Drittel der IT-Entscheider so sehr unter Druck, Mobility-Initiativen auf den Weg zu bringen, dass sie dafür Sicherheitsrisiken in Kauf nehmen.

Der Studie nach ist die Mehrheit der IT-Entscheider (60 Prozent) der Meinung, dass die Vorteile der Unternehmensmobilität potenzielle Sicherheitsrisiken und damit verbundene Datenverluste rechtfertigen. Die Studie veranschauliche, wie die digitale Transformation Unternehmen dazu zwingt, ihr Geschäft wettbewerbsfähig zu gestalten.

Unternehmen stünden heute zunehmend unter Druck, ihre Geschäftsabläufe zu optimieren und Innovationen voranzutreiben. Laut der von VMware in Auftrag gegebenen Studie des Marktforschungsinstituts Vanson Bourne geben mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der befragten IT-Führungskräfte in Deutschland an, dass ihre Mitarbeiter zunehmend mobile Arbeitsplätze einfordern. Fast ein Viertel (24 Prozent) der befragten Büroangestellten sei der Meinung, dass mobiles Arbeiten ihre Produktivität steigert. Unternehmen müssten auf die große Nachfrage nach mobilen Arbeitsplätzen reagieren, um die Flexibilität und Produktivität ihrer Mitarbeiter zu steigern. Sie dürften aber nicht die Kontrolle über ihre IT-Sicherheitsprozesse verlieren.

Management setzt IT unter Druck

Der Druck auf die Mitarbeiter, ihre Produktivität zu steigern, betreffe sämtliche Hierarchieebenen. Laut der Studie umgehen 15 Prozent der Beschäftigten in Deutschland die Unternehmensleitlinien in Sachen mobiles Arbeiten, um produktiver arbeiten zu können. Mehr als 22 Prozent der IT-Führungskräfte fühlten sich von ihrem Management unter Druck gesetzt, um Zugriff auf Unternehmensdaten von dem eigenen mobilen Gerät zu erhalten – auch wenn dies gegen die Unternehmensrichtlinien verstoße.

Mitarbeiter bei eigenen Geräten vorsichtiger

Der Zugriff auf Daten von mobilen Endgeräten sei der Kern des Problems: 49 Prozent der befragten IT-Entscheider gehen von einem beträchtlichen Sicherheitsrisiko aus, wenn Mitarbeiter von ihren eigenen Geräten aus arbeiten. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) sehe hierin die größte Schwachstelle für Cyberattacken. Wenn es um ihre privaten Geräte geht, achteten Mitarbeiter weitaus mehr auf die Sicherheit ihrer Daten, als bei Endgeräten, die ihnen vom Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Mehr als ein Drittel der Befragten (34 Prozent) habe angegeben, dass sie bei ihren eigenen Geräten mehr auf die Datensicherheit achten als bei ihrem Unternehmensgerät. Nur 36 Prozent der Mitarbeiter seien über sämtliche Mobilitätsrichtlinien ihres Unternehmens informiert. Die Mehrheit wisse somit nicht darüber Bescheid, ob und wann sie gegen diese verstoßen.

„Vereinfacht gesagt: Es gibt keine digitale Transformation ohne Mobilität. Unternehmen stehen zunehmend unter Innovations- und Wettbewerbsdruck und nehmen kurzfristige Sicherheitsrisiken in Kauf, um flexibles Arbeiten und agile Prozesse zu ermöglichen“, sagt Ralf Gegg, Senior Director End User Computing, CEMEA bei VMware. „Es muss aber keinen Kompromiss zwischen Mobilität und Sicherheit geben. Mit einer softwaredefinierten Architektur kann IT-Sicherheit direkt in die Anwendung, das Netzwerk sowie auf Benutzer- und Contentebene integriert werden. Unternehmen sind damit in der Lage, sichere mobile Arbeitsplätze einzurichten und ihren Mitarbeitern unabhängig vom Endgerät Zugriff auf die benötigten benutzerdefinierten Daten zu ermöglichen. Ziel ist es, dass Unternehmen die Vorteile der Mobile Cloud-Ära voll ausschöpfen können, ohne Abstriche bei der IT-Sicherheit zu machen.“

Über die Studie

Vanson Bourne befragte in Telefon- und Online-Interviews im März 2016 insgesamt 1.700 IT-Entscheidungsträger und 3.500 Büroangestellte aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Italien, Schweden, Norwegen, Dänemark, Russland und dem Nahen Osten (Saudi Arabien und Vereinigte Arabische Emirate).

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