Suchen

Mesh-Solutions will mehr für Server-Housing verlangen Wenig Platz in Rechenzentren lässt Preise für Colocation-Flächen steigen

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Mesh-Solutions kündigt steigende Preise für seine Housing-Dienste an. Als Grund nennt der Betreiber von Internet-Rechenzentren knapp werdende Colocation-Flächen. Diese würden von immer mehr Servern besetzt, die von Unternehmen ausgelagert werden. Die steigende Zahl von Internetnutzern und größere Datenaufkommen verschärfen den Engpass.

( Archiv: Vogel Business Media )

Die Räume für Server in Rechenzentren werden knapp, sagt Mesh-Solutions und kündigt im gleichen Atemzug Preiserhöhungen für seine Dienste an. Wann und wie stark die Preise steigen werden, wollte der Anbieter auch auf Nachfrage nicht erläutern.

Betroffen davon ist der als Server-Housing bezeichnete Dienst. Dabei werden Server und Netzanbindung eines Kunden in einem externen Rechenzentrum betrieben. Dort kann auf die vorhandene Infrastruktur zurückgegriffen werden. Vorhandene Sicherheitseinrichtungen und Servicepersonal erhöhen die Verfügbarkeit der Rechner. Zudem können durch die Unterbringung in betriebsfremden Räumen Kosten gespart werden.

Kurzfristig keine Entspannung in Sicht

Ein rasches Erweitern der Rechenzentren sei nicht möglich, da diese umfangreich ausgestattet werden müssten: Notstromversorgung, Carrierdienste und ein kontrollierter Zugang ließen sich nicht kurzfristig umsetzen. Die Verknappung der Kapazitäten ist nicht nur auf Deutschland beschränkt, sondern träfe auch weite Teile Europas. Nach Angaben des Serviceanbieters sei etwa im Großraum der britischen Hauptstadt London so gut wie keine Colocation-Fläche mehr zu ergattern.

Zudem sei man als Reseller des Kommunikationsdienstleisters Level3 im Handlungsspielraum eingeengt. Auch dieser bestätigt den Trend. „Die gestiegene Nachfrage, höhere Energiepreise, die Konsolidierung der Branche in den vergangenen Jahren und die hohen Kosten für die Erschließung neuer Flächen haben dafür gesorgt, dass die Preise um circa 25 Prozent gestiegen sind. Unserer Meinung nach wird sich dieser Trend fortsetzen. Abhängig vom Standort sehen wir Preisanstiege zum Beispiel in London zwischen 30 und 50 Prozent in den nächsten zwölf Monaten“, so Uwe Nickl, Geschäftsführer Central and Eastern Europe, Head of Offer Management, Products Delivery & Marketing Europe, Level 3 Communications.

Obwohl noch nichts Konkretes bekannt ist, kündigt Mesh an, die Preiserhöhungen moderat weiterzugeben. „Wir werden jetzt nicht den Fehler begehen, die Situation auszunutzen und unsere Kunden durch eine überzogene Preispolitik zu verprellen“, sagt Alexander Wolff, Managing Director bei Mesh-Solutions.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:2005606)