200 GBit/s pro Kanal über 300 Kilometer

Waveserver-Test im Telefónica-Glasfasernetz

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Ericsson zufolge ermöglicht die Waveserver-Technologie eine hohe Kapazitätserweiterung im Netz, ohne dass neue Glasfaserkabel verlegt werden müssen.
Ericsson zufolge ermöglicht die Waveserver-Technologie eine hohe Kapazitätserweiterung im Netz, ohne dass neue Glasfaserkabel verlegt werden müssen. (Bild: Ericsson)

Ericsson und Ciena haben nach eigenen Angaben die potenzielle Übertragungskapazität des gemieteten Glasfasernetzes von Telefónica Deutschland zwischen Düsseldorf und Frankfurt am Main verdoppelt. Dies sei mithilfe einer Waveserver-Plattform gelungen.

Bei den Versuchen seien die Verbindungen mit 100 GBit/s pro Kanal über 1.340 Kilometer und 200 GBit/s pro Kanal über 300 Kilometer getestet worden. Für die Übertragung der optischen Kanäle habe man sowohl die Ciena-Plattform als auch eine Fremdübertragungsplattform verwendet. Der unmittelbar neben den beschalteten 10-Gigabit-Kanälen platzierte 200-Gigabit-Kanal von Waveserver habe nahtlos über das bestehende Betriebsnetz der Telefónica Deutschland funktioniert.

Ziel der Versuchsreihe sei es gewesen, die Leistung des Netzes ohne Eingriff in die eigentliche photonische Netzwerkinfrastruktur zu erhöhen. „Waveserver bündeln und senden Daten über Hunderte von Kilometern mit bis zu 200 GBit/s“, erklärt Stefan Koetz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ericsson GmbH. „Diese Technologie ermöglicht eine hohe Kapazitätserweiterung im Netz, ohne dass neue Glasfaserkabel verlegt werden müssen.“

„Die Versuche zeigen die Benutzerfreundlichkeit und flexible Programmierbarkeit unserer branchenführenden kohärenten Optiktechnologie beim Einsatz im Betriebsnetz von Telefónica Deutschland“, sagt Helen Xenos, Senior Director, Portfolio-Marketing bei Ciena. „Die offene Architektur und die Skalierbarkeit unserer Waveserver-Plattform fördern das Bandbreitenwachstum im Netz der Telefónica Deutschland, ohne die bestehende Infrastruktur zu verändern.“

„Die Nachfrage nach steigender Netzkapazität muss in den nächsten Jahren schnell und effizient gedeckt werden. Der gemeinsame Feldversuch ist ein wichtiger Teil unserer Reaktion auf diese Herausforderung. Sein Erfolg zeigt, wie innovative Technologien uns dabei helfen können, kostengünstige Lösungen zu realisieren, selbst auf der installierten Basis mit 10G-kompensierter Infrastruktur“, sagt Michael Häberle, verantwortlicher Direktor im Netzbereich von Telefónica Deutschland.

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