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Datenaustausch mit kostenlosen Apps Was tut das Smartphone in meiner Cloud?

Autor / Redakteur: Thomas Joos / Ulrike Ostler

Ob CIOs es wollen oder nicht: Tablet-PCs und Smartphones sind aus Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Um wichtige Daten auf die Arbeitsstation gesichert übertragen zu können, bringen die Devices Bordmittel mit. Es gibt aber auch Apps dafür – mit Versionen für Android, Windows Phone 7.5 und Blackberry.

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Abbildung 1: Daten lassen sich beipielsweise vom iPhone über WLAN oder UMTS per FTPs mit dem Netzwerk synchronisieren. (Bild: Joos)
Abbildung 1: Daten lassen sich beipielsweise vom iPhone über WLAN oder UMTS per FTPs mit dem Netzwerk synchronisieren. (Bild: Joos)

Auch beim Einsatz mehrerer Geräte besteht oft das Problem, Daten wie Bilder und Dokumente synchron zu halten. Im Unternehmen oder auch bei Heim-Arbeitsplätzen sollten Anwender die Endgeräte mit dem WLAN verbinden, um die Daten auszutauschen und zu sichern.

Neben der Synchronisierung über das WLAN können Anwender Fotos auch über das Internet mit Cloud-Diensten synchronisieren. Alles, was Unternehmen dazu brauchen, ist ein FTP-Server. Die Übertragung der Daten funktioniert dann bei den Apple-Devices auch ohne iTunes.

Mit der kostenlosen App „Media Transfer“ aus dem App-Shop bei Apple lassen sich iOS-Geräte leicht synchronisieren. Die App erinnert Anwender sogar, dass Daten zur Synchronisierung anstehen (siehe: Abbildung 1).

iPhone/iPad am FTP-Server

Um Daten mit MediaTransfer zu übertragen, müssen die App auf dem iPhone installiert und konfiguriert werden, damit die App Daten austauschen kann. Das funktioniert folgendermaßen:

  • 1. Starten Sie die App
  • 2. Wählen Sie als Computertyp Vista/Windows 7 aus.
  • 3. Geben Sie die Verbindungsdaten für den FTP-Server ein und einen Benutzernamen und ein Kennwort für den Zugriff (siehe: Abbildung 3).
  • 4. Schalten Sie die Option „Use Passive Transfers“ aus.
  • 5. Wählen Sie bei „Reminders“ aus, in welchem Abstand Sie die App erinnern soll die Daten zu sichern.
  • 6. Klicken Sie auf „Done“ um die Änderungen zu speichern.

Das Tool pflegt auch eine Logdatei, die sich die Anwender anzeigen lassen können, wenn sie im Ergebnisfenster auf das Informationszeichen klicken (siehe Abbildung 4).

Bei weiteren Synchronisationsvorgängen starten sie zukünftig das Tool, und das Device gleicht seine Daten automatisch mit dem Computer ab. Eine weitere Einrichtung ist nicht notwendig. Die Einrichtung können Administratoren einmalig durchführen, oder per Anleitung die Einrichtung an die Anwender delegieren.

weiter mit: File App (Documents & Files reader)

Documenten- & Files-Reader

Die kostenlose App „File App“ bietet die Verwaltung und das Lesen von verschiedenen Dokumenten, die auf dem Smartphone gespeichert sind. Mit der App können Anwender auch PDF-Dateien lesen und Dokumente mit anderen Benutzern teilen.

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Dazu rufen sie das Symbol zum Starten des lokalen FTP-Servers auf und klicken auf WIFI. Die App zeigt anschließend die IP-Adresse des iPhones an und wie sich Benutzer mit der App verbinden um Daten auszutauschen. Anwender, die häufig Dokumente auf iPhones/iPads lesen und verwalten müssen und diese mit dem PC oder Mac austauschen wollen, finden mit der App einen wertvollen Helfer (siehe: Abbildung 5 und 6).

Cortado verschlüsselt Dokumente und synchronisiert

Mit der App „Cortado“ können Anwender Dokumente verschlüsseln. Die Daten kann die App auch mit der Cloud synchronisieren (siehe: Abbildungen 7,8)

Bis zu 2 GB ist die Verwendung kostenlos. Benötigen Unternehmen mehr Speicher, lässt sich dieser kostenpflichtig dazu buchen. Für größere Unternehmen bietet der Hersteller Cortado dazu eine Enterprise-Lösung an.

Auch mit ihrer Arbeitsstation im Unternehmen können Anwender auf die verschlüsselten Daten zugreifen. Die App ermöglicht als zusätzlichen Nutzen noch das Ausdrucken von Dokumenten.

Mit „Good Reader“ lassen sich Dateien noch einfacher administrieren und bearbeiten. Allerdings kostet diese App und bietet nicht so komfortable Möglichkeiten zum Datenaustausch wie „Cortado Workplace“.

Anwender können die auf dem Smartphone/Tablet verschlüsselten Daten Dateien über das Web-Frontend von Cortado Workplace mit der Adresse laden und anschließend über die Cortado-App (siehe: Abbildung 9) auf dem Endgerät auf die Daten zugreifen oder umgekehrt. Um schneller Daten auszutauschen, können Anwender den Online-Speicher auch als normales Netzlaufwerk auf dem Computer einbinden.

Der Verbindungsaufbau findet dazu mit WebDAV (Web-based Distributed Authoring and Versioning) statt:

  • 1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Computer.
  • 2. Wählen Sie Netzlaufwerk verbinden.
  • 3. Wählen Sie den Laufwerksbuchstaben aus, den Sie verwenden wollen.
  • 4. Geben Sie als Adresse für den Ordner die Adresse https://webdav.cortado.com ein.
  • 5. Aktivieren Sie die Option Verbindung mit anderen Anmeldeinformationen herstellen.
  • 6. Geben Sie im neuen Fenster Ihre Anmeldedaten für Cortado ein.
  • 7. Anschließend verbindet Windows das Netzlaufwerk. Die Anwender können jetzt Daten in dieses Laufwerk kopieren und die Daten genauso verwalten, wie Daten auf herkömmlichen Laufwerken auch.

Neben Cortado lassen sich Daten auch mit dem Web-Dienst Dropbox zwischen Smartphones und PCs austauschen. Mit der gleichnamigen kostenlosen App aus dem App-Store, verbinden sich Anwender mit dem Dienst und können Bilder und Dokumente in die Cloud hochladen. Diese Daten stehen dann mit dem entsprechenden Client auf auch den Arbeitsstationen zur Verfügung.

weiter mit: Achtung beim Synchronisieren mit der eigenen Cloud!

Achtung beim Synchronisieren mit der eigenen Cloud!

Unternehmen sollten nie vergessen, dass in die Cloud-synchronisierten Daten immer auf Servern der Anwender gespeichert sind, es sei denn die Speicherung erfolgt auf einem eigenen FTP-Server. Das hat Auswirkungen auf den Datenschutz.

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Vor allem bei amerikanischen Firmen ist es kein Geheimnis, dass die Regierung Zugriff auf die Daten erhalten kann. Daher sollten Unternehmen die Anwender darauf hinweise keine sensible Daten in öffentliche Cloud-Speicher hochzuladen.

Sharepoint geht auch

So sind eigene FTP-Server oder ein Dienst wie SharePoint unter Umständen die bessere Alternative. Auch hier gibt es Apps die dann Daten direkt mit dem eigenen Unternehmens-Server austauschen können, auch über das Internet.

Allerdings ist dazu eine eigene Sharepoint-Infrastruktur notwendig (siehe Abbildung 6), die auch sicher im Internet bereit gestellt werden muss, zum Beispiel mit dem „Microsoft Forefront Threat Management Gateway 2010“. Eine weitere Alternative ist die Verwendung von „Office 365“. Auch hier gibt es Möglichkeiten, Smartphones und Tablets anzubinden.

Der Autor:

Thomas Joos ist Fachbuchautor und DataCenter-Insider-Blogger.

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