Fabrics können die Betriebskosten senken

Was sind und können intelligent Fabrics?

| Autor / Redakteur: Benjamin Eggerstedt* / Ulrike Ostler

Automatismen in der Intelligent Fabric erübrigen viele manuelle Arbeiten; das kann zur Senkung der Betriebskosten beitragen.
Automatismen in der Intelligent Fabric erübrigen viele manuelle Arbeiten; das kann zur Senkung der Betriebskosten beitragen. (Bild: Alcatel-Lucent Enterprise)

Um zu verstehen wie die „Intelligent Fabric“ zu 30-prozentigen Betriebskosteneinsparungen führt, muss beleuchtet werden, welche Betriebsvorgänge davon betroffen sind. Benjamin Eggerstedt von Alcatel-Lucent Enterprise übernimmt diese Aufgabe.

In den vergangenen Jahren hat die Forderung nach Virtualisierung nicht nur auf den Servern um sich gegriffen, sondern auch im Netzwerk in Form von „Virtual Chassis” einen fulminanten Siegeszug angetreten. Die Einrichtung war in den vergangenen Jahren allerdings fehleranfällig und konnte nur durch hoch qualifiziertes Personal erledigt werden.

Die „Intelligent Fabric” von Alcatel-Lucent Enterprise adressiert diesen Punkt: Der Vorgang ist komplett automatisiert und funktioniert „out of the box”! Neben der Einrichtung eines solchen Virtual Chassis steht insbesondere die Verbindung mehrerer Standorte zu einer so genannten „Fabric” zu den automatisierten Vorgängen im Fokus.

Nehmen wir als Herausforderung die Aufgabe an, drei Standorte miteinander zu vernetzen und die Grundkommunikation zwischen den Etagenverteiler oder den daran angebundenen Endgeräten und den virtualisierten Servern (VM) an einem anderen Standort zu ermöglichen.

Um diese Aufgabe erfüllen zu können, müssen zunächst die miteinander verbundenen Systeme identifiziert werden. Dies ist heute dank standardisierter Protokolle kein Problem mehr. Im Rahmen dieser Abfrage der Nachbarn werden auch parallele Verbindungen erkannt, die auf Basis des Link-Aggregation-Control-Protocol (LACP) zu einer virtuellen Verbindung aggregiert werden. Dies nennt sich Link-Aggregation.

Altlasten beseitigen

Wenn die Nachbarn bekannt sind und miteinander kommunizieren können, ist im nächsten Schritt zu prüfen, ob eine Kommunikation auf Basis von „Shortest-Path-Bridging” (SPB) möglich ist. Bei diesem Protokoll handelt es sich um die Antwort auf die Frage: “Wie vermeide ich in meinem neuen Netzwerk die Protokollaltlasten wie das Spanning Tree Protocol (STP)?”

Außerdem sind im Netzwerk nicht nur Switches zu finden, sondern auch Server, auf denen wiederum virtuelle Maschinen laufen. Der entsprechende Dienst sollte erreichbar sein. Im Fall von VMs läuft auf dem Server ein Hypervisor der die Netzwerkanbindung per Link-Aggregation in redundanter Form ermöglicht.

Angesprochene Etagenverteiler und Server wiederum, die auf den Versuch einer SPB-Kommunikation nicht antworten, werden automatisch als „Access Ports” also als Nutzer der Fabric markiert.

Auswertung inklusive

Anschließend wertet eine Intelligent Fabric de eingehenden Datenpakete aus, etwa die von drei virtualisierten Servern, die ihrerseits mit VLAN-Tag 10, 20 und 30 kommunizieren, und erstellt Fabric-weit jeweils eine Mandantenebene für diese Kommunikation.

Die auf den Etagenverteilern an einem anderen Standort angebundenen Geräte kommunizieren ebenfalls in diesen VLANs und können so standortübergreifend über die Fabric die Dienste erreichen.

Benjamin Eggerstedt
Benjamin Eggerstedt (Bild: Alacatel-Lucent Enterprise)

Diese Aufgabe ist normalerweise sehr zeitraubend, da der Netzwerkadministrator hunderte Zeilen manuell erstellen und dabei immer die korrekten Ports zu einer Aggregation sortieren muss. Dieser Schritt entfällt per Intelligent Fabric vollständig! Der Administrator kann seiner Aufgabe als Architekt für das punktuelle Feintuning nachkommen.

Über den Autor

Benjamin Eggerstedt ist Domain Leader Data Solutions DACH bei Alcatel-Lucent Enterprise. Unter dem Titel „Draufgeschaut“ hat Alcatel-Lucent Enterprise eine ganze Reihe von Erklärungen zur Fabric. Hier findet sich auch das hier veröffentlichte Originaldokument von Benjamin Eggerstedt.

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