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Automatisierung im IT Operations Management Was IT-Fachkräfte über effizientes ITOM wissen sollten

Von Sascha Giese

IT-Fachkräfte verlieren an den verschiedensten Stellen wertvolle Zeit. Täglich fallen in ihrem Berufsalltag Dutzende oder gar Hunderte kleiner, lästiger Aufgaben im IT Operations Management (ITOM) an. Hier tut Automatisierung also not.

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IT Operations Management (ITOM) deckt alle Bereiche der IT an allen Standorten und über alle Verantwortlichkeiten ab – um so wichtiger ist hier eine vernünftige Automation!
IT Operations Management (ITOM) deckt alle Bereiche der IT an allen Standorten und über alle Verantwortlichkeiten ab – um so wichtiger ist hier eine vernünftige Automation!
(Bild: SolarWinds)

Der Bereich IT Operations Management (ITOM) deckt alles ab, was benötigt wird, um die Netzwerkinfrastruktur für IT-Dienste bereitzustellen bzw. zu unterstützen. Dazu gehören Hardware wie Switches, Server und Firewalls im Rechenzentrum und Unternehmensnetzwerk ebenso dazu, wie die Tools, die dafür sorgen, dass alles optimal läuft.

Bei der Wartung und Instandhaltung all dieser zusammenhängenden Komponenten passiert es schnell, dass IT-Experten mehr Zeit damit verbringen, die Dinge am Laufen zu halten, als dafür, ihre Umgebung proaktiv zu optimieren – auch wenn Letzteres ihrem Unternehmen den größeren Mehrwert bieten würde. Wie können IT-Abteilungen also diese kleineren Aufgaben loswerden, um sich auf das große Ganze zu konzentrieren? Die Antwort liegt in der Automatisierung: Sie spart IT-Fachleuten wertvolle Zeit, sodass sie ihr Know-how sinnvoller einsetzen können.

Der Mehrwert von Automatisierungslösungen dürfte für IT-Experten keine Überraschung mehr sein. Immer mehr von ihnen sind de facto bereits als Netzwerkautomatisierungstechniker tätig, was zeigt, wie wichtig dieser Bereich für die Zukunft von Unternehmen ist. Im Bereich ITOM werden Automatisierungslösungen allerdings noch längst nicht flächendeckend verwendet, was sich baldmöglichst ändern sollte.

Das Wichtigste zuerst

Welche Arten von Aufgaben sollten IT-Fachkräfte als Erstes automatisieren? Hier gibt es kein Richtig oder Falsch, doch die folgenden Schritte helfen, in der Anfangsphase die meiste Zeit zu sparen.

Als Erstes sollte man komplexe Aufgaben mit mehreren Schritten automatisieren. Dann sollte man sich wiederholende Routineaufgaben oder Aufgaben angehen, die durch ein wiederkehrendes Ereignis ausgelöst werden. Zuletzt folgen Aufgaben, bei denen große Datenmengen nach bestimmten vordefinierten Kriterien abgearbeitet werden.

Auf diese Weise findet man die Aufgaben, die vermutlich am lästigsten und zeitaufwändigsten sind, und kann mit Hilfe der Automatisierung Ressourcen für Projekte frei machen, die menschlichen Intellekt oder Kreativität erfordern. Durch die Automatisierung dieser Aufgaben reduziert man die Verarbeitungszeit und die Wahrscheinlichkeit menschlicher Fehler – ein wichtiges Thema in der IT.

Nun schaut man sich an, wie man im Bereich ITOM von der Automatisierung profitieren kann. Man betrachtet zunächst die relevantesten ITOM-Tools. Möchte man ein großes/größeres Netzwerk optimieren, sucht man grundsätzlich nach skalierbaren Produkten. Außerdem ist von Grund auf sicherzustellen, dass der Anbieter und das Produkt zum jeweiligen Unternehmen und Projekt passen. Gehen könnte es zum Beispiel um Tools zur Leistungsüberwachung, Konfigurationsverwaltung, Sicherheit, Intrusion Detection & Prevention und Fehlerbehebung.

Als Nächstes sollte man sich fragen, welche spezifischen Prozesse von der Automatisierung profitieren könnten. Eine Möglichkeit wäre die Automatisierung von Netzwerkkonfigurationen: Damit können IT- Experten sehr viel effektiver Compliance-Anforderungen einhalten, Konfigurationsänderungen schneller und effizienter implementieren und vor allem Ausfallzeiten durch fehlerhafte Geräte reduzieren.

Die Automatisierung von Netzwerkkonfigurationen ist jedoch nur eines vieler möglicher Beispiele und ihre eindeutigen Vorteile sind nur die Spitze des Eisbergs in der Welt der Automatisierung. Auch die Automatisierung von Workflows kann IT-Abteilungen enorm viel Zeit sparen. Für noch mehr Effizienz sollte man außerdem darüber nachdenken, von Mobilgeräten initiierte Aufgaben zu automatisieren.

Eine neue Rolle des IT-Fachpersonals

Wenn IT-Fachkräfte Automatisierungsmethoden einsetzen, müssen sie auch neue, breitere Fähigkeiten erwerben und sich in einen As-a-Service-Ansatz einarbeiten. Je mehr Aufgaben automatisiert werden, desto mehr werden IT-Experten zu Automatisierungsüberwachern, statt bloß Ausführende von Aufgaben zu sein.

Früher mussten IT-Fachleute die Eigenheiten jedes einzelnen Hardware-Elements kennen, um Probleme beheben zu können. In Zeiten der Automatisierung müssen sie ihren Fokus jedoch darauf legen, wie Software und Anwendungen funktionieren und miteinander interagieren. Weiterbildung ist wichtig, um Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs) zu verstehen und zu überblicken, wie sie sich auf Richtlinien, Regeln und den Benutzerzugriff auswirken.

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Sascha Giese.
Sascha Giese.
(Bild: SolarWinds)

Fazit

Obwohl also mancherlei Herausforderungen mit ihr verbunden sind, sollten sich IT-Abteilungen nicht davon abhalten lassen, Automatisierung zu nutzen – speziell und gerade auch für den ITOM-Bereich. Die Umstellung kann zwar etwas Zeit erfordern, da IT-Experten jede Aufgabe, jeden Prozess und jede benötigte Fähigkeit mit Logik und Geduld angehen müssen, doch die Vorteile sind zu wichtig, um sie zu ignorieren. Schließlich erhalten IT-Fachkräfte mit Hilfe von Automatisierung genau das, was für sie am wertvollsten ist: Zeit.

Über den Autor

Sascha Giese ist Head Geek bei SolarWinds.

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