Definition Was ist On-Premises?

On-Premises beschreibt ein Software-Betriebs- und -Nutzungsmodell, das Computerprogramme auf eigenen Servern im selbst verantworteten Rechenzentrum (Inhouse) betreibt. Der Nutzer und Betreiber der Software behält die volle Kontrolle über die Anwendungen, Daten und Server. Im Gegenzug muss er Ressourcen für den Betrieb und die Wartung der Soft- und Hardware aufbringen. Ein Gegenentwurf zum On-Premises-Modell ist das Cloud Computing.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - stock.adobe.com)

On-Premises, oft als On-Prem oder Inhouse bezeichnet, beschreibt ein Betriebs- und Nutzungsmodell für Computerprogramme, bei dem die Software auf selbst gemanagten Servern im eigenen Rechenzentrum betrieben wird. Der Software-Lizenznehmer hat die volle Verantwortung für den Betrieb und die Wartung der Software.

Ein Vorteil dieses Nutzungsmodells ist, dass sämtliche Daten und der Betrieb der Software unter der Hoheit des Lizenznehmers bleiben. Das Cloud Computing mit seinem Servicemodell Software as a Service (SaaS) stellt einen Gegenentwurf zum On-Premises-Nutzungsmodell dar. Es wird auch als Off-Premises bezeichnet und ist dadurch charakterisiert, dass ein Cloud-Anbieter alle notwendigen Hard- und Softwareressourcen zur Nutzung der Software bereitstellt, betreibt und managt.

Bis Anfang der 2000er-Jahre war das On-Prem-Nutzungsmodell im IT-Umfeld dominierend. Durch den Erfolg des Cloud Computings hat es in vielen Bereichen an Bedeutung eingebüßt. Doch nach wie vor betreiben zahlreiche Unternehmen und Organisationen, die sensible Daten verarbeiten oder volle Kontrolle über die Software benötigen, ihre Anwendungen und Software auf Inhouse-Servern.

Abgrenzung zum Cloud Computing

Beim Cloud Computing bezieht ein Nutzer einen IT-Service oder eine Software als Dienstleistung über ein Netzwerk. Der Anbieter des Cloud Computing Services hat die Verantwortung für den Betrieb und die Bereitstellung der Hard- und Software sowie für die hierfür notwendige IT-Infrastruktur. Er hält beispielsweise die Software auf dem neuesten Stand, überwacht und erweitert die IT-Systeme und sorgt für deren Erreichbarkeit über das Netzwerk. Die Services des Cloud Computings werden in der Regel nutzungsbasiert, in zeitbezogenen Abo- oder Mietmodellen abgerechnet. Die Konfigurationsmöglichkeiten der Cloud-Dienste sind gegenüber dem On-Prem-Modell eingeschränkt.

Die wichtigsten Vor- und Nachteile des On-Prem-Nutzungsmodells

Das klassische On-Prem-Nutzungsmodell bietet gegenüber Cloud-basierten Nutzungsmodellen einige Vorteile. Typische Vorteile sind:

  • der Lizenznehmer behält die volle Kontrolle über Software und Daten
  • die Software ist individuell anpassbar und erweiterbar
  • gegebenenfalls ergeben sich Kostenvorteile durch den einmaligen Erwerb einer Lizenz gegenüber den laufenden Kosten des Cloud Computings
  • Steuerung der Auslastung und Ressourcen nach eigenem Bedarf
  • vollständige Integration in die eigene IT-Umgebung
  • keine Abhängigkeit von externen Anbietern
  • kürzere Antwortzeiten durch die lokale Bereitstellung der Services
  • keine Abhängigkeit von der Verfügbarkeit des Internets oder der Netzanbindung des Anbieters

Als Nachteile des Inhouse-Nutzungsmodells lassen sich aufführen:

  • eigene Aufwände für Wartung, Betrieb und Management der Hard- und Software
  • hohe Investitionskosten für Rechenzentren, Server und Lizenzen
  • aufwendige Skalierung der Hard- und Software
  • eigenes Know-how und Personal für den IT-Betrieb notwendig

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