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Definition Was ist ein WISP (Wireless Internet Service Provider)?

Ein WISP bietet Internetzugang über drahtlose Technologien wie Wi-Fi-Hotspots. Der drahtlose Zugang kommt häufig dort als Alternative zum kabelbasierten Internetzugang zum Einsatz, wo Technologien wie DSL oder Kabelanschlüsse nicht verfügbar oder nur mit großem Aufwand realisierbar sind. Mit WISPr existiert ein Standard, der das Roaming zwischen WLANs verschiedener Betreiber ermöglicht.

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Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
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(Bild: © aga7ta - stock.adobe.com )

Die Abkürzung WISP steht für Wireless Internet Service Provider. Teilweise wird der alternative Begriff Wireless Internet Access Provider (abgekürzt WIAP) verwendet. Ein WISP stellt seinen Kunden einen drahtlosen, breitbandigen Zugang zum Internet zur Verfügung. Häufig kommen hierfür Wi-Fi-Hotspots zum Einsatz, die über eine drahtlose oder kabelgebundene Infrastruktur mit dem Netz des Service Providers verbunden sind.

Zur Nutzung des drahtlosen Zugangs sind Services für die Authentifizierung und das Accounting (AAA-Services) vorgesehen. Einige Provider bieten auf Basis der drahtlosen Internetzugänge weitere Dienste wie die VoIP-Telefonie, VPN-Services oder Internetfernsehen. Wireless Service Provider unterstehen wie alle anderen Internet Service Provider (ISP) den Auflagen des Telekommunikationsgesetzes (TKG).

In Deutschland sind WISP häufig im ländlichen Bereich aktiv, um Alternativen zu fehlenden oder nur mit hohem Aufwand realisierbaren kabelbasierten Internetzugängen wie DSL oder Fernsehkabel bereitzustellen. Mit WISPr (Wireless Internet Service Provider roaming) steht ein Standard zur Verfügung, der das unterbrechungsfreie Roaming zwischen WLANs verschiedener Betreiber ermöglicht.

Die verschiedenen Drahtlostechnologien der Wireless Internet Service Provider

Die eingesetzten Drahtlostechnologien der Wireless Internet Service Provider sind unterschiedlich. In vielen Fällen basieren die Internetzugänge auf der WLAN-Technik (Standards der 802.11-Familie) und Wi-Fi Wireless Mesh Networking. Weitere Technologien sind die Richtfunkübertragung oder proprietäre Funktechniken. Auch die genutzten Funkspektren sind abhängig von der verwendeten Technologie sehr unterschiedlich und reichen vom Megahertz-Bereich über Frequenzen wie 2,4 oder 5 Gigahertz bis in das 60-GHz-Band oder höher.

WISP als Alternative zu Internet Service Providern mit kabelbasierten Internetanschlüssen

In Deutschland kommen die drahtlosen Internetzugänge oft im ländlichen Bereich zum Einsatz. Dort stellen sie eine Alternative zu fehlenden oder nur mit großem Aufwand zu realisierenden kabelbasierten Breitbandinternetzugängen wie DSL, Lichtwellenleiter oder Fernsehkabel zur Verfügung. Es lassen sich komplette Dörfer oder Orte mit WLAN-Accesspoints ausstatten, die über Richtfunk oder kabelbasierte Technologien mit der Infrastruktur des WISP verbunden sind.

Im städtischen Bereich sind WISP ebenfalls häufig aktiv. Sie betreiben dort WLAN-Hotspots für den mobilen Internetzugang. Diese Zugänge sind als Alternative zu einem Internetzugang über das Mobilfunknetz zu betrachten.

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