IP-Insider WAN-Roundtable: die Branche diskutiert

WAN-Optimierung auf dem Weg vom taktischen zum strategischen Ansatz

26.11.2009 | Redakteur: Andreas Donner

Den Status quo und die Trends in Sachen WAN und WAN-Optimierung hat die Branche in einem Roundtable bei IP-Insider diskutiert.
Den Status quo und die Trends in Sachen WAN und WAN-Optimierung hat die Branche in einem Roundtable bei IP-Insider diskutiert.

Strategischer Ansatz ist gefragt

Doch wenngleich auch „viele Kunden immer noch nicht bereit sind, schon in WAN-Optimierung zu investieren, wenn sich mögliche Probleme erstmals abzeichnen, sondern erst dann aktiv werden, wenn Probleme direkt spürbar sind“, wie Christian Lorentz, Product Marketing Manager bei Riverbed, die aktuelle Situation charakterisiert, zeichnet sich langsam ein Paradigmenwechsel ab. Zaghaft aber erkennbar geht der Trend im Bereich der WAN-Optimierung weg von einem rein taktischen, reagierenden Ansatz hin zur strategischen Betrachtung dieses Themas.

Und das stimmt nicht nur die Hersteller in diesem Bereich zufrieden, sondern mittel- und langfristig auch die Kunden. Denn schon im Zeitraum von einer Woche lässt sich eine komplette Analyse des WAN-Traffics durchführen. Problemstellen werden so klar herausgearbeitet „und dabei häufig sogar noch diverse Probleme im lokalen Netz des Kunden aufgedeckt“, weiß Thomas Boele, Manager Systems Engineering CEE bei Riverbed, aus häufigen Erfahrungen. Zudem sorgt eine dann fortwährende Betrachtung des Netzverhaltens für dauerhaften Erfolg der Optimierungslösung, auch wenn sich die Applikationen und Prozesse des Kunden dynamisch verändern.

Ständige Dynamik im Netzwerk

Rudolf Lehner, Reginal Sales Manager bei Ipanema, bringt es auf den Punkt: „Analyse und Transparenz müssen vor jedwedem Aktionismus stehen. Die Analyse muss zudem ein On-going Process sein, da alle Netzwerk-Prozesse ebenfalls einer ständigen Dynamik unterworfen sind. Und auf genau diese Dynamik müssen wir Antworten geben! Wenn man nicht sieht, wie sich etwas entwickelt, kann man diese Entwicklung auch nicht positiv beeinflussen und unterstützen.“

Doch Lehner hat auch einen Grund für die aktuell immer noch vorherrschende Herangehensweise an das Thema ausgemacht: „Gerade die Marktführer in diesem Segment haben lange Zeit mit ihren leistungsstarken Produkten eine Analyse im Vorfeld einer WAN-Optimierung als überflüssig betrachtet und Probleme nach dem Gieskannen-Prinzip mit viel universeller Rechenpower ‚gelöst‘. Erst in jüngerer Zeit schlagen auch diese Unternehmen zunehmend den Weg der Analyse ein und das Feld der WAN-Optimierung kann so den strategischen Ansatz erhalten, den es braucht.“

Dem pflichtet Willi Duetsch, Solutions Marketing Manager bei Juniper Networks, voll und ganz bei: „Anfangs war der einzig treibende Faktor in diesem Geschäft rein die aktuelle Problemlage – also ein rein taktischer Ansatz; heute wird das Thema bereits mit wachsender Tendenz strategisch angegangen – und damit lässt sich sicher die beste Lösung erreichen. Dies macht es aus unserer Sicht allerdings heute auch nötig, das Thema nicht entkoppelt mit einzelnen IT-Abteilungen sondern übergreifend mit dem strategischen IT-Management zu besprechen.“

weiter mit: Zentralisierung, Kostenreduktion und Compliance

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