Huelsenberg Holding beschleunigt Dateizugriffe über das WAN um den Faktor acht

WAN-Optimierung als kostengünstige Alternative zu MPLS-VPN

06.10.2010 | Autor / Redakteur: Georg von der Howen / Ulrike Ostler

Die Zentrale der Huelsenberg-Zentrale in Pinneberg; hier wird das Konzernnetz beschleunigt. Bild: Huelsenberg
Die Zentrale der Huelsenberg-Zentrale in Pinneberg; hier wird das Konzernnetz beschleunigt. Bild: Huelsenberg

Mehr Bandbreite ist mittelfristig teurer

Hierzu holte die Huelsenberg Holding zunächst von den Herstellern Blue Coat, Cisco, Citrix und Riverbed Angebote für ihre Lösungen zur WAN-Optimierung ein. Diese mussten sich dann dem Vergleich mit den Kosten einer Umrüstung der SDSL-Strecken an allen neun Außenstandorten auf MPLS-VPN-Verbindungen mit 2 MBit/s stellen.

„Unsere Rechnung hat dabei ergeben, dass bereits nach vier Jahren die WAN-Beschleunigung kostengünstiger kommt als der Ausbau der WAN-Strecken“, erläutert der Netzwerkspezialist. „Daher haben wir uns entschieden, den Weg der WAN-Optimierung weiter zu verfolgen.“

Aufwändige Testinstallation

Um zu prüfen, ob die Kandidaten auch in der Praxis das halten, was die Hersteller versprachen, mussten sich die WAN-Beschleuniger im nächsten Schritt einem Praxistest unterziehen. Da Produkte von Riverbed und Cisco unter anderem aus Kostengründen bereits ausgeschieden waren, plante der Administrator für das Frühjahr 2009 jeweils zwei dreiwöchige Testphasen für die Lösungen von Blue Coat und Citrix ein.

Ergänzendes zum Thema
 

Die Huelsenberg-Gruppe

„Wir hatten bereits seit längerem einen Blue Coat Packetshaper für die Bandbreitenzuweisung erfolgreich im Einsatz und über unsere Terminalserver-Installation auch zu Citrix eine gute Geschäftsbeziehung“, erläuterte Ahja. „Daher haben wir uns für den Test dann auf die Produkte dieser beiden Hersteller konzentriert.“

Zur Evaluation der „Proxy SG“-Appliances von Blue Coat forderte die Huelsenberg Holding zunächst je eine Appliance von Typ „Proxy SG 810“, „510“ und „210“ an. Das größte Gerät sollte dabei im zentralen Rechenzentrum zum Einsatz kommen, während Proxy SG 510 für die größte Außenstelle und Proxy SG 210 in den kleineren Niederlassungen vorgesehen waren.

„Bereits im ersten Test hatten wir bei dem Dateizugriff über CIFS allein durch die Optimierung der IP-Pakete einen Beschleunigungsfaktor von 2,5 – was schon sehr beachtlich war“, erinnert sich Alen Ahja zurück. „Dabei hatten wir noch nicht einmal das Objekt-Caching aktiviert.“

Eine kleine Herausforderung bei der Konfiguration bereiteten zunächst die VLANs in den Außenstellen. Doch die Überlegungen eines Presales-Consultant halfen, die Schweireigkeiten auszuräumen. Für die im Anschluss evaluierten Produkte von Citrix erwiesen sich die VLANs der Niederlassungen hingegen als unüberwindbare Hürde, so dass die Huelsenberg Holding den Test dieser Geräte bereits nach einer Woche abbrechen musste. Erst nach der Testphase konnte der Hersteller eine Lösung für das Problem anbieten, die dann aus Zeitgründen jedoch nicht mehr praktisch evaluiert werden konnte.

weiter mit: Entscheidung. Und dann aber flott!

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