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Virtualisierte IT-Infrastrukturen Von SDN zu SDI: HP entwickelt das Software Defined Network weiter

Redakteur: Wilfried Platten

Software Defined Networking ist heute – Software Defined Infrastructure ist die Zukunft. HP baut dafür ein umfassendes System aus Hardware, Software und Services auf – inklusive Community.

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Das SDN-Portfolio von HP umfasst vier Ebenen, der Controller bildet das zentrale Steuerelement.
Das SDN-Portfolio von HP umfasst vier Ebenen, der Controller bildet das zentrale Steuerelement.
(Bild: HP)

Es klingt paradox: Einerseits, so Andreas Hausmann, Business Development Manager Networking bei HP, führt an SDN kein Weg mehr vorbei. Andererseits sieht er SDN noch in einem sehr frühen technischen Stadium. „Wir sind bei der SDN-Story am Beginn einer neuen Reise.“

Drei Stufen

Mit der Virtualisierung der Netzwerke, dem Ursprungsgedanken von SDN, ist es dabei nicht getan. Zusammen mit den passenden Servern (wie etwa den Moonshot-Rechnern) und Storage-Systemen sind sie die einander ergänzenden Elemente der HP Converged Infrastructure. Diese ist die Basis des Software Defined Datacenters, auf dem wiederum die Services der HP Converged Cloud aufbauen.

Der Druck zum Aufbau einer entsprechenden IT-Infrastruktur kommt von vielen Seiten: von Trendthemen wie Mobility, Cloud und Big Data ebenso wie den Anwendern, die auch bei der Arbeit auf die aus dem privaten Bereich gewohnte Nutzung von IT nicht verzichten wollen.

Herkömmliche Netzwerke sind dafür nur begrenzt geeignet: zu unflexibel, zu unübersichtlich und zu aufwändig zu verwalten. „In einem mittelgroßen Datacenter müssen im Schnitt täglich 52.000 Kommandozeilen geschrieben werden“, so Andreas Müller, Country Manager HP Networking.

Vier Ebenen

Zu einer umfassenden, SDN-kompatiblen Infrastruktur gehört neben SDN-fähigen Switches und Routern (Level 1) sowie einem SDN-Controller (Level 2) auch die passenden Applikationen auf der Orchestrierungsebene (Level 3). Dies betrifft sowohl reine Netzwerk-Applikationen, wie etwa 802.x für SDN, als auch Anwendungen wie beispielsweise Lync.

Gerade daran aber mangelt es noch. Und selbst ein Unternehmen wie HP ist darauf angewiesen, die Entwicklergemeinde mit ins Boot zu holen, um diese Infrastruktur auf den Weg zu bringen. Dazu kommt dann noch das SDN-Management, etwa für das Regelwerk des Controllers oder die Automatisierungsfunktionen für die Bereitstellung von Netzwerk-Ressourcen.

Der App Store

HP antwortet auf diese Herausforderungen mit einem offenen System aus drei Komponenten:

  • ein Software Developer-Kit
  • Unterstützung für die Community selbst durch Foren, Trainings und Veranstaltungen
  • ein SDN App Store für die von der Community entwickelten Applikationen.

Zur SDN-Welt von HP gehören auch ein Developer Kit und ein App Store.
Zur SDN-Welt von HP gehören auch ein Developer Kit und ein App Store.
(Bild: HP)
Entwicklern soll damit die Chance eröffnet werden, nicht nur SDN-fähige Applikationen effizienter und schneller entwickeln zu können, sondern diese auch noch profitabel zu vermarkten. Auch dies kann in mehreren Stufen erfolgen, hier sind es vier. In den beiden höchsten Stufen ist die Software von HP getestet und freigegeben, sowie mit entsprechendem HP Support (Level 1-2, beziehungsweise Level 1-3) verknüpft. Im Gegenzug nimmt sich HP dafür einen höheren Anteil am Erlös der App.

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