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Auf Windows 8 folgt Windows 10 Von der Xbox bis zum Datacenter

| Redakteur: Wilfried Platten

Das nächste Windows hört auf die Versionsnummer 10. Es soll weitere Kreise ziehen als seine Vorgänger: von Spielekonsolen und bis hin zu Rechenzentren.

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Joe Belfiore, Vice President der Operating Systems Group, gab in San Francisco erste Blicke auf Windows 10 frei.
Joe Belfiore, Vice President der Operating Systems Group, gab in San Francisco erste Blicke auf Windows 10 frei.
(Bild: Microsoft)

Die schlechte Nachricht vorab: Windows 9 wird es nicht geben. Einer eigenen Logik folgend folgt auf Windows 8 die Version 10. Vielleicht gibt es dafür sogar eine sinnreiche Erklärung. Nostalgiker erinnern sich sicher an die berühmt-berüchtigten Dreitakter-Modelle 3=6 von DKW. Auch dies mathematisch nicht nachvollziehbar und in der Grundschule deshalb Anlass zum Kopfschütteln, aber ein Fest für Marketiers.

Diesseits der Benamungsabsonderheiten hat Microsoft schon eine Menge Details zu Windows 10 verraten, abgesehen vom Erscheinungstermin natürlich. Die wichtigste Botschaft: Windows 10 soll nicht nur auf einer „…noch nie dagewesenen Bandbreite an Geräten, vom Internet der Dinge bis hin zu unternehmenseigenen Rechenzentren weltweit…“, laufen. Es soll sich zudem zukünftig an das jeweilige Gerät anpassen, das Nutzer verwenden – von der Xbox bis zu PCs, Smartphones und Tablets.

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App dafür

Microsoft bietet mit der nächsten Windows Generation zudem eine App-Plattform für Entwickler mit einem einheitlichen App-Store. Sie erstellen für Windows 10 zukünftig nur noch eine Anwendung für die Nutzung auf allen Windows-Geräten. Die App läuft universell auf mehreren Devices – unabhängig von der Art der App. Die Apps öffnen sich in der neuen Windows-Version wie Desktop-Programme. Sie lassen sich in der Größe flexibel ändern und können wie von Programmfenstern gewohnt hin- und hergeschoben werden. Zudem werden die Apps eine Titelleiste haben zum direkten Schließen, Minimieren und Maximieren. Mit der neuen Snap Funktion lassen sich zukünftig bis zu vier Apps gleichzeitig auf dem Bildschirm anordnen. Im neuen Windows kann einfach zwischen spezifischen Desktops – für die Arbeit oder den privaten Einsatz – gewechselt werden. So soll man bei der Nutzung mehrerer Apps zukünftig einen besseren Überblick behalten.

Mit Startmenü

Eine wichtige, und von Microsoft besonders herausgestellte Neuerung, ist eher ein Schritt zurück – und gleichzeitig eine Verbeugung vor dem Anwendervotum: Im neuen Windows kommt das bekannte Startmenü zurück. Mit einem Klick gelangen Anwender zu den Funktionen und Dokumenten, die am häufigsten genutzt werden. Zudem wird es im Startmenü einen neuen Bereich geben, in dem Nutzer direkt auf favorisierte Apps, Programme, Kontakte und Webseiten zugreifen können.

Achtung, Test!

Für Tester hat Microsoft das neue Windows Insider Program (WIP) vorgestellt. Das WIP ermöglicht ihnen eine offene Zusammenarbeit mit Microsoft im Rahmen der Entwicklung der nächsten Windows Generation. Teilnehmer des Programms erhalten die Technical Preview von Windows 10 sowie ständige Updates zum Entwicklungszyklus. Die Technical Preview von Windows 10 ist ab 1. Oktober 2014, gegen 18 Uhr verfügbar und richtet sich dabei primär an Unternehmenskunden. Tester teilen ihr kontinuierliches Feedback über die Windows Feedback App direkt mit Microsoft.

„Noch nie haben wir Kunden und Partnern einen so frühzeitigen Ausblick auf die künftige Generation unseres Betriebssystems gegeben“, sagt dazu Oliver Gürtler, Leiter Geschäftsbereich Windows Microsoft Deutschland. „Mit der neuen Windows Generation stellen wir die Bedürfnisse von Unternehmen noch konsequenter in den Fokus und bieten Kunden eine Plattform, die den wachsenden Anforderungen in der IT und allen damit verbundenen Chancen und Risiken Rechnung tragen wird“.

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