So managt der bundesweit tätige Carrier HL komm seine Netze Vollautomatisierte Netz-Sicherung und -Überwachung für höchste QoS

Autor / Redakteur: André M. Braun / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Telekommunikationsnetze sind das Kerngeschäft des Telekommunikationsunternehmens HL komm, das seinen Geschäftskunden bundesweit Dienste rund um Telefonie, Internet und Bandbreite anbietet. Ursprünglich auf Open-Source- und Freeware-Werkzeuge für die Überwachung seiner Informationsinfrastruktur festgelegt setzt man bei HL komm nun auf die hoch automatisierte Überwachungslösung EMC Ionix Operations Intelligence.

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Ionix umfasst eine komplette Familie an Next Generation IT-Management-Lösungen von EMC.
Ionix umfasst eine komplette Familie an Next Generation IT-Management-Lösungen von EMC.
( Archiv: Vogel Business Media )

Telekommunikationsnetze stehen schon immer im Mittelpunkt des Carriers HL komm, der seinen Geschäftskunden seit 1997 nicht nur in Mitteldeutschland, sondern auch bundesweit Dienste aus den Bereichen Telefonie, Internet und Bandbreite zur Verfügung stellt.

Das Telekommunikationsunternehmen, das neben dem Hauptsitz in Leipzig mittlerweile auch Standorte in Chemnitz, Dresden, Halle, Erfurt, Magdeburg und Jena betreibt, setzte zur Überwachung seiner Informationsinfrastruktur ursprünglich auf Open-Source- und Freeware-Werkzeuge. Anfangs reichten diese auch aus. Doch im Zuge des stetigen Wachstums des Unternehmens sowie des verstärkten Einsatzes verschiedener innovativer Netzwerkprodukte und -protokolle stießen die Lösungen im Lauf der Zeit an ihre Grenzen und konnten keine hinreichende Verwaltung der Infrastruktur mehr gewährleisten. Doch der Einsatz immer neuer Technologien ist ein Muss für Service Provider, um wettbewerbsfähig zu bleiben und Kundennähe mit maßgeschneiderten Lösungen rund um die Uhr bieten zu können.

Das HL-komm-eigene Glasfaser- und Telekommunikationsnetz erstreckt sich mittlerweile über eine Länge von 1.800 Kilometern. Der administrative Aufwand bei einer manuellen Verwaltung des wachsenden IP-Netzwerks durch das Netzwerkmanagement Center stieg immer weiter an. Außerdem gestaltete es sich schwierig, Ursachen für auftretende Störungen im Betrieb zeitnah zu ermitteln. Die Anforderungen an das NMC für die manuelle Integration von neuen Elementen waren zeitlich kaum noch zu bewerkstelligen.

Aus diesem Grund beschloss HL komm im Juni 2008, die hoch automatisierte Überwachungslösung EMC Ionix Operations Intelligence (früher: EMC Smarts) zu implementieren, um die Verfügbarkeit der Dienste und damit die Zufriedenheit seiner Kunden weiter sicherstellen zu können. „Nachdem wir alle unterschiedlichen Produkte hinsichtlich ihres Preises und ihrer Leistungsfähigkeit getestet hatten, fiel die Entscheidung klar auf die Lösung von EMC“, erklärt Uwe Lange, Operations Manager NOC bei HL komm.

Die Geschäftsgrundlage im Auge behalten

Bereits zwei Monate nach dieser Entscheidung wurde die neue Netzwerk-Management-Software erfolgreich implementiert. Hierbei arbeiteten HL komm und EMC Ionix Professional Services eng zusammen. Ein Mitarbeiter von Professional Services unterstützte das HL komm-Team während der Implementierungsphase vor Ort. Nach vier Wochen ging die Lösung dann an den Start. Seitdem übernimmt sie die automatisierte und proaktive Überwachung des HL komm Wirknetzes – die Geschäftsgrundlage des Unternehmens, denn auf ihm werden die unterschiedlichen Sprach- und Datendienste abgebildet. „Mithilfe der jetzigen Lösung werden alle Beziehungen der Geräte untereinander und der Netzwerke sichtbar. Das war vorher nicht möglich“, so Lange.

Auch andere Telekommunikationsbetreiber nutzen das von HL komm bereitgestellte Netz – nicht zuletzt wegen seiner zuverlässigen Überwachungs- und Steuerungsfähigkeit. Bei der Überwachung des IP-Netzes bildet die EMC Ionix-Lösung die zentrale Plattform, die es ermöglicht, dass bei einem Ausfall einer Netzwerkkomponente unverzüglich die zuständigen Mitarbeiter alarmiert werden. Darüber hinaus lässt die Software mithilfe ihrer automatischen Route-Cause-Analyse und Topologieerkennung eindeutige Rückschlüsse auf die Fehlerursache zu. Insbesondere bei komplexen Fehlerbildern im Bereich der überwachten Routing-Protokolle sowie MPLS-spezifischer Parameter ist die Lösung ein unverzichtbares Werkzeug zur Verwaltung der Infrastruktur geworden.

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Erste Anlaufstelle und Informationsquelle

Da die Konsolen für einzelne Benutzergruppen variabel gestaltet werden können, ist der Systemadministrator in der Lage, alle Ereignisse, die für seinen Verantwortungsbereich relevant sind, zu überblicken – und wenn nötig unmittelbar und effektiv auf sie zu reagieren.

Wird ein Alarm ausgelöst, werden gleichzeitig Zusatzinformationen zur Verfügung gestellt, die eine Fehlerquelle eindeutig nachvollziehbar machen. Sobald diese bewertet ist, kann eine Entstörung eingeleitet werden. Die Lösung avancierte daher bei den HL-komm-Mitarbeitern schnell zur ersten Anlaufstelle in Ereignisfällen.

Aber auch für die Gestaltung des Netzes hat sich das Werkzeug als wichtigste Informationsquelle für die Abteilungen „Betrieb“ (mit den Bereichen NMC und Service), „Aktives Netz“ und „Dienste“ (mit den Bereichen Voice, Internet und TV). durchgesetzt. Ergänzt mit dem Automated Performance Grapher von Watch4net lassen sich nun auch historische Daten grafisch aufbereiten und somit für nachträgliche Analysen nutzen.

Probleme schon vor dem Ausfall erkennen

Ein wesentlicher Vorteil für das operative Geschäft des Telekommunikationsanbieters ist die Möglichkeit, mithilfe des Überwachungstools Probleme in der Infrastruktur zu erkennen, bevor diese zu Ausfällen im Netzwerk führen. Dies ist ein entscheidendes Kriterium, um die Verfügbarkeit des Netzes sicherzustellen.

Da sich aber nicht alle Fehler vermeiden lassen, ist die schnelle Schwachstellenanalyse und Entstörung ebenso wichtig. Beide Funktionen unterstützen das Unternehmen bei der Kundenbindung. Hausintern erleichtert die Automatisierung alle erforderlichen Anpassungen, die bei Netzwerkänderungen anfallen. Wo manueller Aufwand reduziert werden kann, sinkt auch das Potenzial für Fehlerquellen. HL komm sichert so seine Abläufe und kann beständige Qualität bieten.

Die Sicherstellung der steigenden Anforderungen an das Netzwerkmanagement ohne Erhöhung des personellen Aufwandes ist eine Bedingung, die ohne die Lösung nicht zu erfüllen wäre. „Mithilfe des Management-Werkzeugs können wir 100 Prozent mehr Geräte in der gleichen Zeit bedienen als dies vorher möglich war“, so Lange.

Um die Verfügbarkeit der Netze auch in Zukunft bei immer weiter steigenden Anforderungen zu gewährleisten, plant der Telekommunikationsdienstleister zusätzliche Bereiche in der Management-Lösung abzubilden. Einige potenzielle Felder werden bereits überprüft und wenn möglich integriert. „Im Fokus stehen hierbei momentan Voice-Dienste, unsere VMware-Plattform sowie ein FTTx-Projekt, das sich gerade in der Umsetzungsphase befindet“, resümiert Lange.

„Wir sind ein stark wachsendes Unternehmen in der Kommunikationsbranche. Unsere Produkte und Dienstleistungen entwickeln sich mit den Anforderungen unserer Kunden weiter. Zur Sicherstellung der Verfügbarkeit werden wir auch zukünftig auf die EMC Ionix Management Lösung setzen.“

Über den Autor

André M. Braun ist Team Leader EMC Ionix Sales Germany bei EMC Deutschland

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