UC-Trends von der Voice + IP sowie von Frost und Sullivan

Voice + IP – Alle Zeichen stehen auf Unified Communications

08.11.2010 | Redakteur: Ulrike Ostler

Unified Communications fehlt es an Strategen, nicht an Produkten, Standards oder Projekten, sagt DVPT-Vorstand Wolff.
Unified Communications fehlt es an Strategen, nicht an Produkten, Standards oder Projekten, sagt DVPT-Vorstand Wolff.

Voice over IP ist bereits Commodity und Unified Communications ist Projektgeschäft, so lässt sich der Tenor der diesjährigen Kongressmesse „Voice + IP“, die in der vergangenen Woche in Frankfurt stattfand, zusammenfassen. Eine Umfrage von Frost und Sullivan malt ein klares Bild von dem rasant wachsenden und sich erweiternden Markt. Doch welche Aufgabe stellt sich jetzt? IP-Insider hört sich um.

Veranstalter der Messe Voice + IP ist der Deutsche Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation e.V., kurz DVPT. Vorstand Hans Joachim Wolff sagt zu der Rolle des Vereins: „Wir sehen uns als Moderator zwischen Anbieter und Anwender“.

Und letztere seien verunsichert angesichts dessen, was im Kommunikations- und Collaboration-Markt passiere. Die vielen Möglichkeiten, die für die Kommunikation nutzbar seien, ließen Fragen aufkommen: „Welche Kanäle nutze ich, um die Kunden zu erreichen, und wie behalte ich die Kosten im Griff?“

DVPT-Vorstand Hans Joachim Wolff: „Unternehmen brauchen einen Kommunikations-Manager.“
DVPT-Vorstand Hans Joachim Wolff: „Unternehmen brauchen einen Kommunikations-Manager.“

Wolff plädiert für einen „kommunikations-Manager“, der mit der Kompetenz ausgestattet sein soll, den richtigen Kommunikations-Mix zu finden und durchzusetzen. Bisher beruhten Entscheidungen über VoIP und Unified Communications auf technischen Finessen und es gelte landläufig: „Das macht die IT“.

Viele UC-Baustellen, keine Strategie

Allerdings laufe ein Unternehmen, das so vorgehe, Gefahr, viel Geld in die falschen Kanäle zu investieren. Also müsse eine Strategie her und die sei Aufgabe des Kommunikations-Managers.

Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan erforschte in einer kürzlich durchgeführten Umfrage die Einstellungen und strategischen Überlegungen von Entscheidungsträgern in europäischen Unternehmen bezüglich Investitionen in Communications- und Collaboration-Produkte bzw. -Dienste. Die Befragung beurteilt den Bekanntheitsgrad und das Nutzerniveau, erfasste führende UCC-Unternehmen und ermittelte außerdem die geplante Nutzung von Communications & Collaboration-Tools innerhalb der Organisationen.

Demnach nehmen sowohl der Bekanntheitsgrad und die Umsetzung von Unified-Communications und Collaboration (UCC) in Unternehmen sukzessive zu. Führungskräfte nutzen durchschnittlich vier bis fünf entsprechende UCC-Tools pro Tag.

Das ist üblich

Die Mehrheit der derzeit verfügbaren Werkzeuge, vor allem Instant- und Unified-Messaging, wird inzwischen auf allen Betriebsebenen umfassend genutzt. Aufgrund zufrieden stellendem Return-on-Investment (ROI) und voraussehbaren Kosteneinsparungen planen Unternehmen in den nächsten Monaten ihre Budgets für Web-Conferencing, Instant-Messaging und andere Tools zu erweitern.

Laut Branchenanalystin Dorota Oviedo von Frost & Sullivan und Co-Autorin der Studie, planen 46 Prozent der Befragten eine Budgeterhöhung für diese Tools in den nächsten zehn Monaten. „Die Befragten nannten Instant-Messaging (73 Prozent), Präsenzinformationen (71 Prozent) und Enterprise Web 2.0 (63 Prozent) als beliebteste Tools, die täglich von Führungskräften genutzt werden.“

Anna Kuberacka, Senior Research Analystin bei Frost & Sullivan und zweite Autorin der Studie, fügt hinzu: „Ein großer Teil der Unternehmen plant die Nutzung dieser speziellen Tools auszubauen, mit 36 Prozent für den Bereich Telepräsenz und 60 Prozent bei Video-Conferencing.“

weiter mit: Wohin fließt das Geld?

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