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Kubernetes auf den Client-Hypervisoren von VMware VMware baut Kubernetes in Fusion 12 und Workstation 16 ein

| Autor / Redakteur: Ulrike Ostler / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Die jüngsten Updates der Desktop-Hypervisoren von „VMware Fusion“ und „VMware Workstation“ hat der Hersteller um Kubernetes-Funktionen erweitert. Die traditionellen Tools sollen bessere Möglichkeiten bieten, um Workflows zu vereinfachen, die virtuelle Maschinen (VMs) für Container-basierte und mit Kubernetes orchestrierte Anwendungen nutzen.

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Mit „VMware Fusion 12“ und „Workstation 16“ bekommen Anwender Kubernetes driekt an ihren Arbeitstplatz.
Mit „VMware Fusion 12“ und „Workstation 16“ bekommen Anwender Kubernetes driekt an ihren Arbeitstplatz.
(Bild: TheDigitalWay auf Pixabay/CNCF/VMware)

Die Updates unterstützen Anwendungsentwickler mit Verbesserungen der Container-Engine CLI namens „vctl“ und stellen diese gleichzeitig in „Workstation für Windows“ zur Verfügung.

Mit Fusion oder Workstation können Entwickler mehr benutzerdefinierte Kubernetes-Cluster mit Support für „kind“ unterstützen, ein Tool zur Ausführung lokaler Kubernetes-Cluster mit Containern als Grundlage für „Kubernetes Nodes“.

Mit vctl erstellte Container können sodann auf lokalen Kubernetes-Clustern getestet werden, um Pipeline-Workflows zu überprüfen, bevor sie an eine zentrale Container Registry wie etwa „Harbor“ weitergeleitet werden. Darüberhinaus lassen sich Container ebenfalls auf größeren „VMware Cloud Foundation 4“ mit „Tanzu“-basierten Produktions-Clustern in einer Service-Delivery-Pipeline implementieren.

Weiterhin können Administratoren eine Verbindung mit „VMware vSphere 7“ über „ESXi“ und „vCenter“ herstellen, um VM-Betrieb und -Wartungsaufgaben remote auszuführen. Fusion und Workstation unterstützen die neuesten physischen und virtuellen Hardwarefunktionen und bieten sofort einsatzbereite Workload-Mobilität/-Kompatibilität zwischen Desktops und Rechenzentren.

In Vorbereitung auf die nächste Version von „MacOS 11.0 Big Sur“ setzt VMware zudem auf eine vollumfängliche Nutzung des Hypervisors von Apple und anderer APIs, wodurch Kernel-Erweiterungen überflüssig werden und MacOS 11 sowohl als Host als auch als Gast unterstützt wird.

Nicht jede Version kostet, denn die aktuelle Version von Fusion enthält den „Fusion Player“ mit kostenloser Lizenz für den Privatgebrauch. Für die geschäftliche Nutzung aber ist die Lizenz kostenpflichtig. Lee Caswell, Vice President, Marketing, Cloud Platform Business Unit bei VMware, erläutert: „Entwickler können Kubernetes-Anwendungen nun auf direktem Weg von der Test- und Development-Phase in Produktion bringen. Wir haben ein konsistentes CI/CD-Betriebsmodell entwickelt, das – zusammen mit unserer kostenlosen Player-Version – für alle Entwickler verfügbar ist.“

Weitere neue Funktionen von VMware Fusion und Workstation:

  • „DirectX 11“ und „OpenGL 4.1“ – Unterstützung von Spielen und Anwendungen mit „Direct3D, Version 11“ oder OpenGL 4.1
  • Windows 10 Hyper-V Mode – VMware Workstation-Produkte unterstützen die Ausführung von VMs, Containern und Kubernetes-Clustern auf PCs mit Windows 10 Version 2004, die den Hyper-V Mode aktiviert haben
  • Dark Mode – Für Workstation Pro- und Player-UIs gibt es die neue Dark Mode-Funktion, die sich nahtlos den neuesten Versionen von Windows 10 anpasst, einschließlich der kürzlich veröffentlichten Version von 2004
  • eGPU-Kompatibilität – „Fusion Player“ und „Pro“ unterstützen eGPU-Geräte, wodurch der ressourcenintensive Grafik-Rendering-Prozess von der internen integrierten oder diskreten GPU auf einen wesentlich leistungsfähigeren externen Grafikprozessor verlagert wird
  • Zugriffskontrollen gemäß VPAT-Abschnitt 508, damit Anwender die Vorteile virtueller Maschinen voll ausschöpfen können

Preise und Verfügbarkeit

Für den VMware Fusion 12 Player gilt das gleiche Preis- und Lizenzierungsmodell wie für den Workstation Player. Dieser ist für den Privatgebrauch kostenlos erhältlich; für die geschäftliche Nutzung ist eine Lizenz erforderlich. Neue Lizenzen von VMware Fusion 12 Player und Workstation 16 Player werden für 149 Dollar erhältlich sein, Upgrade-Lizenzen für 79 Dollar.

VMware Fusion 12 Pro und VMware Workstation 16 Pro werden voraussichtlich in Q3 FY21 von VMware (bis Ende Oktober 2020) verfügbar sein. Upgrades für beide für 99 Dollar zur Verfügung gestellt und neue Lizenzen für 199 Dollar.

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