WAN-Optimierung und Virtualisierung von Speicherressourcen

Virtual Storage funktioniert nur mit WAN-Optimierung

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Latenz und Paketverlust egalisieren Bandbreite

Alle drei Faktoren sind eng miteinander verknüpft. So hilft es wenig, die Bandbreite zu erhöhen, wenn wegen der großen Entfernung zwischen zwei Standorten hohe Latenzzeiten auftreten, beispielsweise 80 Millisekunden oder mehr. Eine höhere Bandbreite ist auch dann keine Lösung, wenn die Paketverlustrate zu hoch ist, sprich etwa 1 Prozent übersteigt. Hohe Verlustraten treten speziell in Netzen auf Basis von Multi Protocol Label Switching (MPLS) und in Cloud-Computing-Umgebungen auf.

Um dennoch bei Anwendungen wie Data Replication oder Remote BackupDatensicherung die angestrebten Recovery Point Objectives zu erreichen, sind folgende Optimierungsverfahren erforderlich:

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  • 1. Network Acceleration reduziert Latenzzeiten durch Optimierung der Netzwerkprotokolle, etwa durch dynamisches Anpassen der TCP-Sende- und Empfangsfenster.
  • 2. Network Integrity verringert die Paketverlustraten, etwa durch Forward Error Correction (FEC) und Packet Order Correction (POC). Quality-of-Service-Mechanismen räumen zudem kritischen Anwendungen wie Data Replication eine höhere Priorität ein als Applikationen wie E-Mail.
  • 3. Network Memory optimiert die Nutzung der WAN-Bandbreite durch Datenkompression und Deduplizieren von mehrfach vorhandenen Datenpaketen.

Business Continuity sicherstellen

WAN-Optimierung spielt auch in einem anderen Bereich eine zentrale Rolle: Der Kopplung von Rechenzentren, um die Ausfallsicherheit zu erhöhen. Die Data Center arbeiten in diesem Fall parallel. Fällt eines aus, übernimmt das Ausfallrechenzentrum dessen Funktion. Solche Data Center werden in der Regel aus Sicherheitsgründen an weit entfernten Orten platziert. Die Verbindung zwischen ihnen stellen WAN-Leitungen her.

Eine unzureichende Performance der Weitverkehrsstrecken kann sich in zweifacher Hinsicht negativ auswirken:

  • Der Zugriff auf Informationen im Ausweichrechenzentrum erfolgt mit Verzögerung und
  • das "Fail-over" zwischen den Rechenzentren bei Auftreten von Problemen in einem Data Center dauert zu lange.

Um die reibungslose Fortführung der Geschäftstätigkeit bei Ausfall eines Data-Centers sicherzustellen, ist daher WAN-Optimierung unverzichtbar.

Backup everywhere

In der Vergangenheit bestimmte die WAN-Infrastruktur eines Unternehmens, wo Backup-Daten gespeichert wurden und in welchem Maße Datenreplizierung überhaupt möglich war. Eine Vorgabe besagte, für Data Replication keine WAN-Leitungen mit Latenzzeiten von mehr als 80 Millisekunden zu nutzen. Dies begrenzte die Entfernung zwischen zwei Rechenzentren, denn mit wachsender Distanz zwischen ihnen nahm auch die Latenz zu.

Zudem wurde empfohlen, für die Datenreplizierung teure Standleitungen zu verwenden. Der Grund: Bei Leased Lines treten Phänomene wie das "Wegwerfen" von Datenpaketen wegen Überlastung seltener auf. Für die Anwender bedeutete dies höhere Kosten, bedingt durch den Aufbau einer dedizierten Netzwerkinfrastruktur für die Kopplung der virtualisierten Storage-Ressourcen.

Eine solche kostspielige Lösung wird durch WAN-Optimierung überflüssig. Sie stellt sicher, dass Anwender quasi in LAN-Geschwindigkeit auf Daten und Anwendungen zugreifen können, unabhängig davon, wo sich das Rechenzentrum befindet. Damit stellt die Investition in WAN-Optimierungssysteme für Unternehmen gewissermaßen eine Art Lebensversicherung dar.

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