Visuelle Kommunikation ohne hochpreisige Technik

Videokonferenz-Systeme für den Mittelstand

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Stephan Augsten

Aver stattet sein Videokommunikationssystem HVC 330 unter anderem mit zwei Mikrofonen und USB-Recording aus.
Aver stattet sein Videokommunikationssystem HVC 330 unter anderem mit zwei Mikrofonen und USB-Recording aus.

Aver Information schneidet seine Videokommunikationslösungen auf den Mittelstand zu. Auf dem europäischen Markt tritt der taiwanesische Hersteller zunächst mit seinen Videokommunikationssystemen HVC 130 und HVC 330 in Erscheinung.

Aver Information möchte mit seinem Konzept „Videoconferencing for everyone“ – darunter versteht der Hersteller komplett ausgestattete Endgeräte sowie im Kaufpreis enthaltene Garantie- und Upgradeleistungen für möglichst viele Nutzergruppen – den europäischen Markt erobern.

Nur der Bildschirm fehlt

Aver geht mit der HVC-Produktlinie, bestehend aus aktuell zwei Endgeräten, an den Start. Die Videokommunikationssysteme HVC 130 und HVC 330 basieren auf der gleichen Codec-Plattform und nutzen bei Kamera, Mikrofon und Fernbedienung die gleichen Komponenten.

Zum Lieferumfang der HVC 130 gehören neben dem Videokonferenz-Codec eine Schwenk-Neigekopf-Kamera, ein Mikrofon, eine Infrarot-Fernbedienung und alle Anschlusskabel. Funktionen wie AES Encryption, SIP, H.323, H.239 (Dual-Monitor-Ausgang) oder H.281 seien installiert und verfügbar.

Die HVC 330 bietet zusätzlich ein zweites Mikrofon, eine integrierte Mehrpunktkonferenzeinheit (4er MCU) sowie die Speichermöglichkeit einer laufenden Konferenz auf ein USB-Medium. Insgesamt können an ein HVC-Endgerät vier Mikrofone angeschlossen werden.

Zwei Bildausgänge

Die Aver-Endgeräte verfügen über zwei Bildausgänge (HDMI und 15-pol D-Sub), sodass Konferenzpartner und PC-Präsentationen getrennt ausgegeben werden können, beispielsweise auf einem Flachbildschirm und einem LCD/DLP-Projektor. Wird zur Darstellung nur ein einzelnes, per HDMI angeschlossenes Ausgabemedium genutzt, kann das Darstellungslayout per Tastendruck auf der Fernbedienung verändert werden.

Als maximale Bandbreite stehen für eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung (Übertragung von Bild, Ton und Daten) 4 Megabit pro Sekunde (MBit/s) zur Verfügung. Ab einem Durchsatz von 1024 KBit/s wird ein 720p-Bild gesendet.

Fernbedienung und Gratis-App

Für die Bedienung wird eine Infrarotfernbedienung mitgeliefert. Laut Hersteller kann der Nutzer im Eröffnungsmenü alle relevanten Funktionen sofort und direkt auswählen, Kenntnisse zu den Untermenüs seien für den Anwender nicht erforderlich.

Die HVC-Geräte können auch mit einer kostenfreien App für Android- und iOS-Geräte über WLAN gesteuert, sowie in externe Raumsteuerungs- und Kontrollsysteme per RS-232-Schnittstelle integriert werden. Weitere Informationen über die Videokonferenz-Lösungen der HVC-Serie auf der Aver-Website.

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