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Unified Communications & Collaboration (UCC) – die Cisco-Strategie im Überblick Video Everywhere und Collaboration VXI – ein 3-Säulen-Modell

Autor / Redakteur: Lothar Lochmaier / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

IT-Netzwerkspezialist Cisco präsentiert derzeit seine neue Strategie in Sachen Kommunikationstechnik, die auf den drei Standbeinen Videoconferencing, Desktop Virtualisierung und eingebetteten Social Media Kanälen basiert. Die Kernbotschaft lautet: mehr Bedienkomfort für die mobile Arbeitswelt und Reduktion der Arbeitsplatzkosten um 50 Prozent.

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Ernst Engelmann, Business Development Manager bei Cisco: „Social Media ist längst kein Randthema mehr“
Ernst Engelmann, Business Development Manager bei Cisco: „Social Media ist längst kein Randthema mehr“
( Archiv: Vogel Business Media )

Wenn es nach den Worten von Facebook-Chef Mark Zuckerberg geht, dann sollen E-Mail, Instant Messaging, SMS und weitere Dienste bald schon in einer komplett vereinheitlichten Nutzumgebung ineinander verschmelzen. Am besten natürlich via Facebooks sozialem Netzwerk. Ein derartiger Schritt in Richtung einer vereinheitlichten „Social Inbox“ würde zweifellos auch die Unternehmen vor neue Herausforderungen stellen.

Dies gilt nicht nur in Bezug auf die Datensicherheit und den Datenschutz. Überhaupt – das Thema Social Media ist längst kein Randthema mehr. „Die Daten und der Kommunikationsfluss sind heute nicht mehr voneinander zu trennen“, skizziert Ernst Engelmann, Business Development Manager bei Cisco.

In einer Videokonferenz präsentiert der Experte neue Funktionalitäten aus Sicht des Netzwerkspezialisten für IP-Insider.de, gemäß dem Motto: „Video Everywhere“, wie die allgegenwärtige Videoarbeitswelt á la Cisco im internen Fachjargon bezeichnet wird. Sie soll zwar bereits in diesem vierten Quartal verfügbar sein, lässt jedoch mit der vollständigen Anbindung etwa des mobilen Endgerätes Cius noch bis zum nächsten Frühjahr auf sich warten.

Status quo

Die Fakten: Cisco offeriert zunächst eine ganze Reihe neuer sparsamer Endpunkte zur Telepresence. Dies ist zum einen das Desktop-System EX60 (Tandberg), das noch 30 Prozent preiswerter als das populäre EX90 sein soll. Hinzu kommen High-Quality-Videobilder für Ciscos WebEx Meeting Center.

„Wir schaffen damit eine Standardumgebung für die effiziente Kollaboration, die auch Partner und Dienstleister mit einschließt“, betont Engelmann. Für die Teilnehmer liege der Vorteil nicht nur in der hohen Qualität und im Vollbildmodus auf ihrem jeweiligen Endgerät, sondern auch in der mobilen Anbindung. Denn in Kürze soll dieser Service auch für das mobile, sieben Zoll große Endgerät Cisco Cius gelten, ebenso wie für Apples iPad.

Virtualization Experience Infrastructure (VXI)

Die neue Cisco Virtualization Experience Infrastructure (VXI) wiederum bietet eine End-to-End- Architektur zur Desktop-Virtualisierung über alle relevanten Collaboration-Tools hinweg, vom Netzwerk bis hin zum Datenzentrum. Darin vertreten sind neben bekannten Partnern des Ökosystems illustre Namen wie Citrix, EMC, Microsoft, NetApp, VMware und Wise.

Die Infrastruktur-Plattform VXI adressiere dabei die Herausforderung, dass die Desktop-Virtualisierung bis heute meist nur fragmentiert umgesetzt worden sei. Bestehende Lösungen lassen sich laut Cisco auf die Video- und Rich-Media-Collaboration hin erweitern. Damit sollen Unternehmen einen Mix aus Kosten-, Sicherheits- und Flexibilitätsvorteilen erzielen.

Kostenreduktion

Die zentrale Aussage aus Sicht der Anwender aber lautet: Mit Hilfe einer möglichst durchgängigen Desktop-Virtualisierung sollen sich aus Sicht der Endanwender die Kosten pro Client und User nahezu halbieren. Auch die Kostenspirale für die Gesamtbetriebskosten (TCO) soll deutlich nach unten geschraubt werden, da deutlich mehr virtuelle Desktops auf einen Server passten.

Und schließlich bietet Cisco künftig zwei „Zero-Client-Devices“ an, mit denen bei der Desktop-Virtualisierung keine Kompromisse mehr bei der Rich-Media-Nutzung notwendig seien. Dies beträfe sowohl die USB-Video-Erweiterungseinheit für die Cisco IP-Telefone 8900 und 9900, als auch ein virtualisiertes Stand-Alone-Device.

Cisco Cius Tablet

Auch das Cisco Cius Tablet ließe sich künftig nahtlos in die Desktop-Virtualisierung einbeziehen, durch neue Client-Applikationen von Citrix, VMware und Wise. Und nicht zuletzt bringe die Quad-Variante Cisco Finesse einen Web 2.0-basierten Collaboration-Desktop auf die Notebooks der Außendienstler – und ermögliche somit eine kostengünstige Zusammenarbeit direkt vor Ort beim Kunden. Und Ciscos Finesse soll auch auf der HTML-basierten Kollaborationsplattform Quad als Kontaktcenter-Funktion eingerichtet sein.

Der Nutzer gestalte dabei seine eigene Arbeitsumgebung auch mit Hilfe von Social Media, so Kollaborationsexperte Engelmann weiter. Das ergänzende Standbein binde Ciscos Finesse etwa direkt als Contact-Center an die jeweiligen mobilen Kanäle an. Auch der „Social Miner“ als erweiterte Suchmaschinenfunktion soll laut Engelmann wertvolle Dienste bei der effizienten Zusammenarbeit leisten.

Zu den Lösungen, die bereits für die neue allgegenwärtige mobile Videoumgebung Cisco VXI maßgeschneidert und validiert sind, gehören der Cisco Unified Communications Manager, die Cisco Quad Plattform und die Datacenter-Technologien – wie beispielsweise die Cisco Application Control Engine ACE.

Des Weiteren umfasst die neue integrierte Arbeitsweise die Elemente Cisco Wide Area Application Services WAAS, Cisco Adaptive Security Appliance ASA, Ciscos Unified Computing System – und die Switching-Plattformen Cisco Nexus sowie Catalyst. Die Lösungsphilosophie VXI unterstütze zudem ein breites Endgerätespektrum, dazu zählen Cisco IP-Telefone ebenso wie Laptops, Tablets und Smartphones.

„Der Anwender soll von unterwegs aus den gleichen Bedienkomfort vorfinden, wie er es von seinem stationären Büro aus gewohnt ist“, bilanziert Ernst Engelmann. Besonders die Desktop-Virtualisierung biete noch ungenutzte Potenziale für Thin Clients, vor allem in hochsensiblen Sicherheitszonen wie dem Finanzsektor.

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