Studie von Dimension Data Veraltete Geräte sind in Firmen normal

Redakteur: Heidemarie Schuster

Der Anteil alter Geräte in Unternehmensnetzen ist laut dem Network Barometer Report 2014 von Dimension Data auf dem Höchststand und zeigt, dass Unternehmen erst so spät wie möglich in Netzwerk-Assets investieren.

Netzwerk-Assets werden in Unternehmen so lange wie möglich genutzt um Kosten zu sparen.
Netzwerk-Assets werden in Unternehmen so lange wie möglich genutzt um Kosten zu sparen.
(Bild: carlos castilla - Fotolia.com)

Mit 51 Prozent hat der Anteil alternder und veralteter Geräte in Unternehmensnetzwerken weltweit seinen höchsten Stand seit sechs Jahren erreicht, das brachte der Network Barometer Report 2014 von Dimension Data hervor. Während alternde Geräte zwischen drei und fünf Jahren alt sind, vom jeweiligen Anbieter nicht mehr verkauft werden und so von nachlassendem Support betroffen sind, sind veraltete Geräte in der Regel älter als fünf Jahre und werden vom Hersteller nicht mehr unterstützt.

Einsparungen

„Im Laufe der vergangenen Jahre haben wir eine stetige Zunahme alternder und veralteter Geräte beobachtet – die gängige Annahme war, dass ein technischer Innovationszyklus bevorstünde. Doch unsere Daten zeigen, dass Unternehmen ihre Netzwerk-Assets länger als erwartet nutzen, erklärt Jörg Jakobi, Manager Technical Sales Dimension Data Deutschland, den Trend. Dieser werde durch drei Faktoren beschleunigt:

Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise sahen und sehen sich viele Unternehmen gezwungen Kosten einzusparen. Außerdem nehmen Verfügbarkeit und Akzeptanz von IT-as-a-Service-Modellen zu, was die Notwendigkeit von Investitionen in die unternehmenseigene Infrastruktur zusätzlich reduziere. Und zugleich bewege das Aufkommen programmierbarer software-definierter Netzwerke zahlreiche Unternehmen dazu, die Entwicklungen auf dem Markt abzuwarten, bevor sie sich für eine neue Technologie entscheiden und diese implementieren – ein Faktor, der Jakobi zufolge in den nächsten 18 bis 36 Monaten noch an Bedeutung gewinnen wird.

Druck auf Netzwerke

Grundsätzlich sei die Entscheidung, Assets so lange wie möglich zu nutzen, nicht falsch. Unternehmen müssten jedoch sicherstellen, „dass sie ihre Standards, Compliance-Richtlinien und Infrastrukturpläne einhalten und den Anforderungen des Geschäftsprozesses gerecht werden. Investitionen in operative Support-Tools und -prozesse sind daher sehr wichtig“, so Jakobi.

Insbesondere das Problem- und Change-Management sei in diesem Zusammenhang zentral. Zumal die wachsende Bedeutung von Cloud Computing sowie die steigende Zahl mobiler Geräte und der Trend zum „Internet der Dinge“ den Druck auf Netzwerke zusätzlich erhöhen. „Die Kunden müssen einen Perspektivwechsel vornehmen, indem sie ihre Netzwerkarchitektur als Ganzes und nicht nur die individuellen Geräte betrachten“, sagt Jakobi. Geräte und Netzwerkarchitekturen sollten nicht nur aktualisiert werden, um einer Überalterung vorzubeugen – vielmehr sollte der Wandel von den Anforderungen des Geschäftsprozesses geleitet werden.

Stärkung der Netzwerkarchitektur

Während zahlreiche Geräte veraltern, stärken Unternehmen ihre Netzwerkarchitektur, um Enterprise-Mobility- und Cloud-Lösungen unterstützen zu können. „Viele Access-Switch-Aufrüstungen werden dort vorgenommen, wo der Produktlebenszyklus des installierten Geräts eigentlich noch mehrere Jahre dauert. Während Netzwerk-Assets so lange wie möglich genutzt werden um Kosten zu sparen, rüsten die Unternehmen ihre Netzwerke dort auf, wo der Bedarf es erfordert. Wenn ein Unternehmen beispielsweise eine größere Bandbreite benötigt, um umfassende drahtlose Konnektivität zu unterstützen – etwa um eine Vielzahl mobiler Geräte zu integrieren – wird dieses Unternehmen nicht um eine Aktualisierung seiner Infrastruktur umhinkommen“, erklärt Jakobi.

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