Breitbanddienste in Kupferanschlussnetzen mit mehr als 100 MBit/s VDSL2 Vectoring erhöht Geschwindigkeiten in Kupferinfrastrukturen

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Die VDSL2-Vectoring-Technologie von Alcatel-Lucent soll Kommunikationsdienstleister dabei unterstützen, die Datengeschwindigkeiten und die Kapazität in Kupferanschlussnetzen zu erhöhen. Verbraucher und Unternehmen würden dadurch in den Genuss von Breitbandgeschwindigkeiten von über 100 MBit/s kommen. Mit Erhöhung der Kapazitäten in Kupferanschlussnetzen könnten Service Provider ihre vorhandene Kupferinfrastruktur – in Kombination mit Glasfaser – besser ausnutzen.

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Alcatel-Lucent möchte mit VDSL2 Vectoring die Verfügbarkeit von superschnellem Breitband beschleunigen.
Alcatel-Lucent möchte mit VDSL2 Vectoring die Verfügbarkeit von superschnellem Breitband beschleunigen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Nach Meinung von Alcatel-Lucent hätten viele Regierungen erkannt, dass eine universelle Breitbandabdeckung für E-Health, E-Learning sowie für die sozioökonomische Entwicklung unerlässlich ist. In nationalen Breitbandplänen würden Zielvorgaben bezüglich der Bandbreite sowie Zeitrahmen festgelegt. Um dem Bedarf der Endnutzer, dem Wettbewerbsdruck sowie den Regierungszielen gerecht zu werden, hätten viele Netzbetreiber begonnen, nach Wegen zu suchen, um die Breitbandverfügbarkeit und -verbreitung zu beschleunigen.

Hybridnetze aus Kupfer und Glasfaser

Rob Gallagher, Principal Analyst von Broadband & TV Research bei Informa, sagt: „Der Plan von Alcatel-Lucent, VDSL2 Vectoring kommerziell verfügbar zu machen, kommt zum richtigen Zeitpunkt. Service Provider und Regierungen haben ihre Absicht erklärt, die Breitbandgeschwindigkeiten sowohl für Verbraucher als auch für Unternehmen zu erhöhen, wurden bisher aber von den hohen Anforderungen einer umfassenden Fibre-to-the-Home-Bereitstellung behindert. VDSL2 Vectoring verspricht in fortschrittlichen Kupfer/Glasfaser-Hybridnetzen Geschwindigkeiten von 100 MBit/s und mehr. Damit erhalten viel mehr Menschen viel schneller superschnelle Breitbandgeschwindigkeiten, als viele in der Branche für möglich gehalten hätten.“

VDSL2-Kompetenz

Alcatel-Lucent hat eigenen Angaben zufolge über die Hälfte aller heute weltweit installierten VDSL2-Leitungen geliefert. In den vergangenen acht Jahren hätte das Unternehmen Ansätze entwickelt, damit Netzbetreiber ihre Kupferverkabelung bestmöglich nutzen können: beispielsweise VDSL-Plattformen und VDSL2-Bonding-Entwicklungen. 2010 entwickelte das Unternehmen den ersten VDSL2-Vectoring-Prototypen, mit dem Labor- und Vor-Ort-Tests bei Unternehmen wie Belgacom, P&T Luxembourg, Orange, Swisscom, Telekom Austria und Turk Telekom durchgeführt wurden.

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