Handliche Box für Fehlersimulation und Analyse

VAF-zertifiziertes Werkzeug gewährt Einblick in VoIP-Anwendungen

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Der Nextragen Packetraptor ist ein Testgerät, mit dem man Paketlaufzeiten, Jitter und Packetverlust simulieren kann.
Der Nextragen Packetraptor ist ein Testgerät, mit dem man Paketlaufzeiten, Jitter und Packetverlust simulieren kann. (Bild: Nextragen)

Der Nextragen Packetraptor ist ein Testgerät zur Generierung von Netzwerkfehlern. Darüber hinaus lässt sich das Gerät auch als Test Access Point (TAP) zur Ausleitung bzw. zur Aufzeichnung (Trace-Funktion) von Datenströmen nutzen.

Laut Hersteller Nextragen ist die Simulationsbox Packetraptor in der Lage, auf dem Netzwerk die für die Sprachübermittlung kritischen Fehlerparameter (Paketlaufzeiten, Jitter und Paketverlustrate) individuell zu generieren. So ließe sich ohne komplizierten Messaufbau testen, wie sich Netzwerke und VoIP-Endgeräte bei Fehlern und Problemen verhalten. Der Packetraptor wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Telekommunikation (VAF) entwickelt und das Endergebnis von dessen Experten zertifiziert.

Der Packetraptor verfügt über zwei separate Ethernet-Schnittstellen mit 10/100/1000 MBit/s (Eth0 und Eth1), über die die Pakete untereinander transparent weitergeleitet werden. Um ein bestimmtes Netzsegment mit dem Packetraptor zu beeinflussen, müsse somit der Packetraptor in ein Netzwerkkabel „eingeschleift“ werden.

Netzwerkemulation und Trace

Das Gerät verfügt über die Betriebsmodi Netzwerkemulation und Trace. Im Emulations-Betriebsmodus werden die Pakete zwischen den beiden Ethernet-Schnittstellen, nach den Vorgaben des Anwenders verändert, weitergereicht. Zu den veränderbaren Parametern gehören Packet Loss (0 bis 30 Prozent), Jitter (0 bis 250 ms) und Delay (0 bis 400ms). Außerdem ließen sich per Klick auf Schnell-Buttons vordefinierte Fehlereinstellungen nutzen.

Im Trace-Betriebsmodus werden alle Ethernet-Pakete zwischen den beiden Ethernet-Schnittstellen transparent übertragen. Somit agiert das Gerät Nextragen zufolge wie eine Art Test Access Point (TAP). Alle übermittelten Pakete würden dabei als Trace (bis zu einer Größe von 1.000 MB und einer Trace-Dauer von bis zu 24 Stunden) auf dem Gerät gespeichert. Über das Web-Interface könne der Trace nach dem Abschluss der Aufnahme heruntergeladen werden.

Messtechnik aus der Cloud

Über den von Nextragen bereitgestellten Cloud-Service Testing-Cloud können beispielsweise gesammelte VoIP-Traces automatisch analysiert werden. Bei der Testing-Cloud geht es darum, dem Nutzer eine Möglichkeit zu geben, sein Netzwerk bzw. seinen IP-Telefonanschluss zu testen. Die Auswertung der VoIP-Verbindungen (Telefonverbindungen) erfolgt durch die Testing-Cloud und die Resultate der Messung werden anhand eines PDF-Reports ausgegeben. Der Packetraptor agiert als klassischer WLAN-Access-Point. Die Konfiguration des Geräts erfolgt über das Funknetz. Nach der Einstellung über das Web-Interface werden alle Pakete von der einen Ethernet-Schnittstelle, mit den vorgegebenen Verzögerungen, Schwankungen der Verzögerungszeit und dem Paketverlust, zur anderen Ethernet-Schnittelle bidirektional weitergeleitet.

Der Nextragen Packetraptor ist zum Preis von 579 Euro erhältlich.

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