Anniversary-Update im August

Update auf Windows 10 für Innovationen nutzen

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Für Windows 10 steht seit dem 2. August 2016 das Anniversary-Update zur Verfügung.
Für Windows 10 steht seit dem 2. August 2016 das Anniversary-Update zur Verfügung. (Bild: Bild: Microsoft)

Firmen, die mit dem Anniversary-Update auf Windows 10 umstellen, sollten nach Meinung der Unternehmensberatung Centracon nicht einfach das Update durchführen, sondern gleichzeitig mit Innovationen im Bereich des Digital Workplace die Digitalisierung im Unternehmen stützen.

Viele Unternehmen werden in naher Zukunft verstärkt von Windows 7 auf Windows 10 umstellen. Centracon empfiehlt, dabei gleichzeitig die Digital-Workplace-Strategien zu überprüfen und weitere Technologien zu berücksichtigen. Denn zukünftig würden Desktops mit sehr standardisierten und modularen Services benötigt, die sich nach den individuellen Leistungserfordernissen der Benutzer zusammenstellen lassen und ortsunabhängig zur Verfügung stehen.

„Windows 10 mit seinem modernen und touchfähigen Frontend ist für viele Anwendungsszenarien die optimale Lösung. Das heißt jedoch nicht, dass das Betriebssystem und alle Applikationen lokal auf der Endgerätehardware installiert sein müssen“, problematisiert Marcus Zimmermann, Senior IT-Business Consultant bei Centracon und begründet: „Viele Applikationen lassen sich schon seit Jahren sehr effizient in zentralen und virtualisierten Infrastrukturen bereitstellen und so den lokal installierten Footprint auf den Endgeräten reduzieren. Sogar grafikintensive CAD- und Multimedia-Applikationen können heute mittels Servergrafikkarten und WAN-Optimierung in virtuellen Desktopinfrastrukturen betrieben werden.“

Somit werde auch eine Unabhängigkeit hinsichtlich der Endgeräte und Einsatzorte erreicht, die bei Anwendern und Fachbereichen im Rahmen der Digitalisierung vielfältige neue Nutzenaspekte generieren könnten. „Deshalb ist es mit dem bloßen Austausch von Windows 7 gegen Windows 10 nicht getan, sondern es muss mit Blick auf die zukünftigen Anforderungen im Desktopumfeld neu gedacht werden“, urteilt der Centracon-Consultant.

Aus diesem Grund sollten die Unternehmen in ihren konzeptionellen Planungen zur Windows-10-Migration ergänzende Innovationen einbeziehen. Dazu zählt er:

  • Virtualisierung von Desktops und Applikationen mit serverbasierten Terminalservices und/oder clientbasierten VDI,
  • sichere und einfach zu nutzende Zugangstechnologien für den Zugriff auf Unternehmensressourcen aus dem Internet,
  • Einsatz von Enterprise-Mobile-Management-Lösungen zur Erfüllung mobilen Bedarfes, nicht nur für Windows 10,
  • Virtualisierung von Profilen und Einstellungen für eine übergreifende User-Experience,
  • Entwicklung von touchfähigen Applikationen für mobile Use Cases, um den Nutzen moderner Endgeräte mit Windows 10 in optimierten Arbeitsprozessen zu steigern,
  • Update auf die aktuelle Microsoft-Office-Version und Klärung des Einsatzes von Office 365,
  • Aufsetzen eines Persona-Modells zur Ableitung und Optimierungen der IT-Services im Bereich des Digital Workplace.

Ein Projekt zur Aktualisierung auf Windows 10 könne sogar durch einzelne genannte Innovationsthemen vereinfacht werden. Ebenso lasse sich die Projektlaufzeit verkürzen, wenn z.B. Windows-10-bezogene Applikationsanpassungen und Deployment-Maßnahmen entfallen, da diese auf zentralen serverbasierten Desktopinfrastrukturen bereitgestellt werden. Arbeiteten bestimmte Mitarbeiter in einer Windows 7 VDI, ließen sich diese Arbeitsplätze von den Arbeitsplätzen mit physischen Endgeräten zeitlich entkoppeln. Für bestimmte Use Cases sei es möglich, Windows-10-Arbeitsplätze ggf. mit einem Mobile-Device-Management zu verwalten, wodurch der Aufwand für das Config-Management reduziert werde. Mit bereits virtualisierten Profilen und Einstellungen sei der Transfer von Windows 7 nach 10 einfacher und schneller.

Ein weiterer Vorteil: Innovationsprojekte würden sich sehr modular anflanschen lassen, ohne dass ein Mammutprojekt entstünde. In vielen Unternehmen seien z.B. virtuelle Desktopinfrastrukturen bereits im Einsatz, sodass neue Workloads mit relativ wenig Aufwand integriert werden könnten. Ein Mobile-Device-Management sei fast immer bereits im Einsatz, häufig würden die bestehenden Technologien jedoch nicht konsequent und übergreifend genutzt. Hier müsse primär ein Umdenken erfolgen, empfiehlt Marcus Zimmermann, um die strategische Ausrichtung des zukunftsorientierten Digital Workplace zu realisieren.

„Die Fachbereiche werden den Druck auf die IT im Wettlauf der Digitalisierung zunehmend erhöhen“, warnt Zimmermann, das Thema nicht auf die lange Bank zu schieben. „Wir empfehlen, rechtzeitig die Anforderungen und Potentiale im Rahmen einer Voruntersuchung zu ermitteln und dabei die Fachbereiche mit einzubeziehen, um daraus eine strukturierte Roadmap zu entwickeln. Die Einbindung eines externen Beraters hilft an dieser Stelle, den Bedarf der Fachbereiche in innovative IT-Lösungen zu übersetzen, Nutzenargumentationen zu entwickeln und geeignete Architekturen zu definieren.“

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