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Tiefseekabel ermöglicht Verbindung zwischen London und Paris Unterwasser-Glasfaserprojekt im Ärmelkanal

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Equinix und Crosslake Fibre werden im Rahmen des Unterwasser-Glasfaserprojekts CrossChannel Fibre im Ärmelkanal über Anlandungen in Brighton (England) und Veules-les-Roses (Frankreich) die Equinix-IBX-Rechenzentren LD4 in London und PA7 in Paris miteinander verbinden.

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Die Kommunikation der Equinix-Rechenzentren in London und in Paris läuft künftig durch ein Tiefseekabel im Ärmelkanal.
Die Kommunikation der Equinix-Rechenzentren in London und in Paris läuft künftig durch ein Tiefseekabel im Ärmelkanal.
(Bild: Crosslake Fibre)

CrossChannel Fibre sei das erste Unterwasser-Glasfaserprojekt im Ärmelkanal seit fast 20 Jahren und werde, so der Plan, im 4. Quartal 2021 in Betrieb gehen. Dann soll das von Crosslake Fibre errichtete und in Equinix-Rechenzentren endende 520 Kilometer lange Netz mit 96 Glasfaserpaaren eine Kapazität von mehr als 20 Terabit pro Glasfaserpaar bereitstellen und den latenzärmsten Datenaustausch zwischen London und Paris ermöglichen. Dies sei das zweite Kooperationsprojekt zwischen Crosslake Fibre und Equinix. In einem früheren Projekt habe man eine Kabelverbindung zwischen Toronto und Secaucus (New Jersey) gelegt.

Crosslake Fibre habe die Equinix-Rechenzentren LD4 und PA7 als Anlandepunkte gewählt aufgrund ihrer digitalen Ökosysteme, zu denen zahlreiche Geschäftspartner wie Netzwerk-Service-Provider (NSPs) und Cloud-Service-Provider (CSPs) sowie führende Unternehmen aus den Bereichen Finanzdienstleistungen, Medien und Unterhaltung, Gaming und eCommerce gehören.

Das nicht signalverstärkte und doppelt gepanzerte CrossChannel-Fibre-Kabel werde auch Dark-Fibre-Anteile enthalten und zwei Meter unter dem Meeresboden verlegt, um größtmögliche Sicherheit und Leistung zu gewährleisten. Das CrossChannel-System soll außerdem mit vielen angrenzenden Kabelsystemen verbunden werden, um seine Reichweite über Großbritannien und Frankreich hinaus auf andere Standorte in Europa und weltweit auszuweiten.

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