Studie zum Arbeitsplatz der Zukunft

Unternehmen im Wettbewerb um Talente

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Immer mehr Arbeitnehmer achten bei der Auswahl eines potenziellen Arbeitgebers auf das Arbeitsumfeld.
Immer mehr Arbeitnehmer achten bei der Auswahl eines potenziellen Arbeitgebers auf das Arbeitsumfeld. (Bild: © – REDPIXEL – stock.adobe.com)

Laut der u.a. von Dimension Data Deutschland unterstützten IDG-Studie „Arbeitsplatz der Zukunft 2018“ sehen 89 Prozent der Unternehmen die Ausstattung des Arbeitsplatzes und die Arbeitsbedingungen als zentrale Wettbewerbsvorteile im Kampf um die besten Talente.

„Die Herausforderungen bei der Umsetzung des Arbeitsplatzes der Zukunft liegen vor allem in zwei Bereichen: bei der Unternehmenskultur und der technologischen Ausstattung. Das zeigen die Studienergebnisse ganz deutlich“, betont Ellen Kuder, Digital Workspace Director bei Dimension Data in Deutschland. 43,2 Prozent der befragten Führungskräfte sähen die Akzeptanz der Mitarbeiter für den Modernisierungsprozess als größte organisatorische Herausforderung. Im Hinblick auf die eigene technische Ausstattung würden sich die Unternehmen vor allem mit der IT-Infrastruktur beschäftigen, wie 50,9 Prozent angeben. Besonders wichtig seien den Unternehmen darüber hinaus Datensicherheit, IT-Security und Betriebssicherheit – vermutlich wegen der zunehmenden Cyberattacken, die von den Firmen zu Recht als Bedrohung wahrgenommen werden.

Strategien für den digitalen Wandel

Über die Hälfte der befragten Unternehmen verfolge eine Strategie bei der Umsetzung neuer Arbeitsplatz- und Mobilitätskonzepte, 15 Prozent würden eine solche geordnete Vorgehensweise planen. Fast jedes fünfte Unternehmen habe dagegen noch gar keine Strategie für den Arbeitsplatz der Zukunft entwickelt – darunter befinden sich laut Studie besonders viele kleine Firmen.

Passend zur insgesamt hohen Relevanz liege das Thema „Arbeitsplatz der Zukunft“ auch überwiegend in der Verantwortung des Top-Managements: Für 30,2 Prozent der befragten Führungskräfte liege die Verantwortung beim Geschäftsführer oder bei der operativen Leitung, für 25,6 Prozent beim IT-, Technologie- oder Digitalvorstand.

Zufriedenheit am Arbeitsplatz überwiegt

Auch, wenn es in zahlreichen Unternehmen hin zum Arbeitsplatz der Zukunft noch einiges zu tun gebe, seien die Unternehmen der DACH-Region aus Sicht ihrer Mitarbeiter bereits auf dem richtigen Weg: So seien drei Viertel der befragten Mitarbeiter einigermaßen bis sehr zufrieden mit der IT und der technischen Ausstattung ihres Arbeitsplatzes. Rund 37 Prozent würden ihren Arbeitsplatz bereits als durchaus fortschrittlich wahrnehmen: Sie seien in einer Arbeitsumgebung tätig, die weitgehend ihre Vorstellungen an einen Future Workplace erfülle. Verbesserungspotenziale sähen Angestellte am ehesten bei den Möglichkeiten für individuelle Einstellungen, beispielsweise von Licht und Temperatur, oder einem „Wohlfühlambiente“, hier seien rund 30 Prozent weniger bis gar nicht zufrieden.

Ellen Kuder, Digital Workspace Director bei Dimension Data in Deutschland: „Es ist erfreulich, dass die Gestaltung des Arbeitsplatzes in den letzten Jahren in den Unternehmen immer stärker ins Bewusstsein gerückt ist. Schließlich bietet ein moderner Arbeitsplatz viele Vorteile, die von einer verbesserten Effizienz bis hin zu mehr Flexibilität und Zufriedenheit der Mitarbeiter reichen. Und genau diese Punkte sind im Wettbewerb um die besten Talente zunehmend entscheidend. Immer mehr Arbeitnehmer achten bei der Auswahl eines potenziellen Arbeitgebers auf das Arbeitsumfeld. Insbesondere in Branchen mit Fachkräftemangel wie etwa dem IT-Sektor sind Unternehmen gut beraten, diese Chance zu nutzen, um sich von der Konkurrenz abzusetzen.“

Für die Studie habe IDG Research im Juni 343 Mitarbeiter und oberste Führungskräfte aus 285 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mithilfe von qualifizierten Interviews online befragt. Die Ergebnisse seien einmal nach Unternehmenssicht, also aus Sicht der Führungskräfte, und einmal aus Sicht der Mitarbeiter ausgewertet worden.

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