UCC 3.0 mit längerem Support

Univention Corporate Client wechselt zu Ubuntu

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Peter Schmitz

Der Univention Corporate Client (UCC) ist eine Desktoplösung für den Betrieb und die Verwaltung von PCs, Notebooks und Thin Clients.
Der Univention Corporate Client (UCC) ist eine Desktoplösung für den Betrieb und die Verwaltung von PCs, Notebooks und Thin Clients. (Bild: Bild: Univention)

Die Basis des Univention Corporate Client (UCC) für Betrieb und Verwaltung von PCs, Notebooks und Thin Clients wechselt mit mit dem Versionssprung von 2.1 auf 3.0 von Kubuntu zu Ubuntu 16.04 Long Term Support (LTS). Grund sei die um zwei Jahre längere Unterstützung.

Bei Kubuntu 16.04 LTS ist die Unterstützung auf nur drei Jahre angesetzt, bei Ubuntu 16.04 LTS dagegen auf fünf Jahre. Kunden könnten so von einer langfristigen Unterstützungskette für UCC profitieren. Mit dem Wechsel werde auch die Desktopumgebung von KDE auf Unity geändert. Für einen besseren Überblick über die in einer Umgebung installierten UCC-Images würden ab sofort sämtliche tatsächlich installierten Images von den Clients an Univention Corporate Server (UCS), der das zentrale Identity-Management für UCC bietet, gemeldet und dort durchsuchbar dargestellt.

UCC 3.0 werde als Desktop- und als Thin-Client-Image ausgeliefert – die Thin-Client-Version weiterhin als 32- und 64-Bit-Version, das Desktop-Image dagegen nur noch in einer 64-Bit-Version. Dies sei dem veränderten Nutzerverhalten geschuldet, da inzwischen überwiegend 64-Bit-Desktops nachgefragt würden.

Zu den neuen Funktionen gehöre u.a. die Möglichkeit, Gerätenamen zu definieren, die nicht automatisch in das System eingebunden werden sollen. Dieses Feature erleichtere die Kompatibilität mit „exotischer Hardware“. Zudem würden die auf einem zentralen Server definierten Richtlinien bei jedem Start von UCC auch lokal gespeichert. So blieben diese Richtlinien auch dann bestehen, wenn ein Client vorübergehend keine Verbindung zum zentralen LDAP-Server hat. Darüber hinaus könnten Clients künftig erkennen, dass sich ihre Position im LDAP-Verzeichnis zwischenzeitlich verändert hat. Sie müssten daher der Domäne nicht erneut beitreten.

UCC 3.0 biete Administratoren die Möglichkeit, ein laufendes UCC-Read-Only-Image vorübergehend mit Schreibrechten zu versehen, um dort Systemänderungen vorzunehmen, die auch nach dem Wechsel zurück in den Read-Only-Modus nach einem Neustart bestehen bleiben. Das Werkzeug Home-Mounter zum Einbinden von Netzlaufwerken über CIFS sei entfernt worden. Stattdessen habe der Hersteller in UCC 3.0 Schnittstellen geschaffen, auf die externe Tools zugreifen können.

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