Rolle des Wissensarbeiters verändert sich

Unify beleuchtet die Art und Weise, wie wir arbeiten

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

35 Prozent der befragten Wissensarbeiter in den USA, Großbritannien und Deutschland gehen davon aus, dass es ihre heutigen Positionen in fünf Jahren nicht mehr geben wird.
35 Prozent der befragten Wissensarbeiter in den USA, Großbritannien und Deutschland gehen davon aus, dass es ihre heutigen Positionen in fünf Jahren nicht mehr geben wird. (Bild: Unify)

Wegen der sich rasant verändernden Arbeitswelt, der On-Demand-Economy und der globalen digitalen Transformation reift bei vielen Wissensarbeitern der Glaube, dass sich ihre Rolle in den nächsten fünf Jahren drastisch wandeln wird. Dies ergab eine Studie im Auftrag von Unify.

Für die von Unify beauftragte Studie The Way We Work wurden in den USA, Großbritannien und Deutschland 9.000 Wissensarbeiter, also Arbeitnehmer, deren berufliche Hauptaufgabe es ist, „zu denken“, zu ihren aktuellen und zukünftigen Einstellungen und Erwartungen bezüglich ihres Berufslebens befragt. Davon glauben 35 Prozent, dass es ihre heutigen Positionen schon in fünf Jahren nicht mehr geben wird (Deutschland: 39 Prozent). Über 65 Prozent aller Befragten gehen weiterhin davon aus, dass ihre Rollen zumindest nicht mehr so aussehen werden wie heute (Deutschland: 55 Prozent).

Virtualität: für viele Teams die neue Realität

Mehr als die Hälfte der Wissensarbeiter (gesamt: 52 Prozent, Deutschland: 34 Prozent) gab an, dass sie jetzt stärker in virtuellen Teams (über verschiedene Büros und Standorte hinweg) arbeiten als es früher der Fall war. Sie schätzen dies generell positiv ein: Zwei Fünftel der Wissensarbeiter (gesamt: 42 Prozent, Deutschland: 46 Prozent) sind der Meinung, dass virtuelle Teams tatsächlich effektiver arbeiten können als Teams, die physisch zusammensitzen, und fast die Hälfte (gesamt: 49 Prozent, Deutschland: 48 Prozent) gibt an, dass ihr Unternehmen eher durch Technologie und Kommunikation funktioniert, anstatt durch Büros und Standorte. Über ein Drittel (gesamt: 36 Prozent, Deutschland: 40 Prozent) glaubt, dass der Freiraum für kreatives Denken einer der größten Vorteile von Zusammenarbeit außerhalb traditioneller, physisch präsenter Teams ist. Cloud-Technologie spielt bei der Arbeit in virtuellen Teams offensichtlich eine erleichternde Rolle: Mehr als die Hälfte der Wissensarbeiter (gesamt: 57 Prozent, Deutschland: 63 Prozent) nutzt bereits On-Demand-Anwendungen (z.B. internet- und cloudbasiert) für Teamarbeit, Projektmanagement oder virtuelle Zusammenarbeit.

„Wissensarbeiter genießen heutzutage eine unvergleichliche Freiheit, wenn es darum geht, sich zu vernetzen und miteinander zu interagieren. Das wird größtenteils durch Technologie ermöglicht“, erklärt Jon Pritchard, CEO von Unify, „Unsere neue Studie The Way We Work zeigt, welchen signifikanten Einfluss Technologie, der Trend zur digitalen Transformation und die On-Demand-Economy derzeit auf unseren Arbeitsplatz haben. Wir glauben, dass Wissensarbeiter immer stärker eigenständig entscheiden möchten, wann und wo sie arbeiten. Es ist die Aufgabe von Unternehmen, diese Haltung zu fördern und auch zukünftig diese radikale Veränderung mitzugestalten.“

Büro im Wandel

Die Studie legt nahe, dass Arbeit nicht mehr nur ein Ort ist, an den man geht oder gehen möchte. Durchschnittlich verbringen Wissensarbeiter bereits ein Fünftel (gesamt: 20 Prozent, Deutschland: 16 Prozent) ihrer Arbeitszeit außerhalb einer klassischen Büroumgebung, und 27 Prozent (Deutschland: 30 Prozent) der Befragten möchten bis zu 50 Prozent ihrer Arbeitszeit gerne so verbringen. Zudem sind 69 Prozent der Meinung, dass ein eigenes Büro oder ein physischer Arbeitsplatz heute weniger wichtig sind als in der Vergangenheit. Des Weiteren glauben fast drei Viertel der Wissensarbeiter (gesamt: 74 Prozent, Deutschland: 69 Prozent), dass digitale Technologien, das Internet und Social Media ihr Verhalten am Arbeitsplatz fundamental verändert haben. Dabei ist das Büro noch lange nicht Geschichte. Nur sieben Prozent der Wissensarbeiter (Deutschland: vier Prozent) geben an, dass sie mehr als 75 Prozent ihrer Zeit außerhalb einer klassischen Büroumgebung verbringen möchten – und beweisen damit, dass der Schreibtisch immer noch seinen Platz in der Arbeitswelt hat.

Klare Vorstellung vom idealen Arbeitsumfeld

Es scheint, als haben wir es heute zunehmend mit einer Freelancer- und On-Demand-Wirtschaftswelt zu tun. Jeder Fünfte (gesamt: 21 Prozent, Deutschland: 37 Prozent) der befragten Wissensarbeiter arbeitet zurzeit freiberuflich oder als Auftragnehmer. Gut die Hälfte (gesamt: 53 Prozent, Deutschland: 50 Prozent) gibt an, dass sie eine freiberufliche oder On-Demand-Tätigkeit dem regulären Angestelltenverhältnis vorziehen würde, wenn ihr die Option angeboten würde.

Außerdem haben Wissensarbeiter eine klare Vorstellung davon, wie ihr ideales Arbeitsumfeld aussehen soll. Ihren momentanen Arbeitgeber beschreiben sie als erfolgreich (gesamt: 30 Prozent; Deutschland: 23 Prozent), kollaborativ (gesamt: 28 Prozent, Deutschland: 31 Prozent) und unterstützend (gesamt: 26 Prozent, Deutschland: 18 Prozent). Das ist allerdings weit von ihren Idealvorstellungen entfernt – die Befragten wünschen sich natürlich ein erfolgreiches (gesamt: 51 Prozent, Deutschland: 38 Prozent), aber zugleich auch ein kreatives (gesamt: 50 Prozent, Deutschland: 51 Prozent), aufregendes (gesamt: 45 Prozent, Deutschland 41 Prozent) und innovatives (gesamt: 41 Prozent, Deutschland: 38 Prozent) Arbeitsumfeld.

Wissensarbeiter teilen sich ihre Zeit bewusst ein – sowohl zuhause als auch in der Arbeit. Work-Life-Balance, so scheint es, ist nicht länger nur ein Wunsch: 95 Prozent (Deutschland: 94 Prozent) der Wissensarbeiter haben eine gute Balance zwischen ihrem beruflichen und privaten Leben gefunden, und 50 Prozent (Deutschland: 48 Prozent) geben an, dass sich ihre Work-Life-Balance in den letzten fünf Jahren verbessert hat.

„Die Studie The Way We Work beweist, dass sich unser Arbeitsumfeld und die Art und Weise, wie wir arbeiten, in einem drastischen Wandel befinden. Wissensarbeiter sind dabei, die Zukunft ihrer Arbeit selbst zu gestalten, und die Arbeitgeber müssen damit Schritt halten. Technologien werden eine zentrale Rolle dabei spielen, dass Unternehmen ihre Ziele verwirklichen und gleichzeitig die großen Talente halten können“, so Pritchard. „Jetzt liegt es an globalen Wirtschaftsunternehmen, dies zu erkennen und die Werkzeuge bereitzustellen, die sich ihre Wissensarbeiter wünschen – und zwar genau solche, die die Kreativität und Innovationskraft ihrer Mitarbeiter fördern und unterstützen.“

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