Suchen

Managed Services treiben die IT-Industrialisierung und die Prozessbereinigung

Unified Communications und Collaboration quasi aus der Steckdose

Seite: 2/3

Firma zum Thema

Die ständige Erreichbarkeit lässt manch einen gruseln.

Ludwig Zink: Ja, Vorsicht! Unified Communications heißt nicht, dass man regelmäßig um 3 Uhr Nachts von einem amerikanischen Kollegen aus dem Bett geklingelt wird. Im Gegenteil, ein funktionierendes Verfügbarkeits-Management gehört zu UCC dazu.

Ein wichtiges Plus ist somit die Präsenzfunktion. Diese ermöglicht abzufragen, on der gewünschte Kommunikationspartner erreichbar ist und stellt gegebenenfalls auch die Wahl der passenden Kommunikationsform sicher.

Man muss am nächsten Morgen nicht mehr drei Anrufbeantworter abhören – zu Hause, mobil und im Büro –, sondern nur noch einen. Und alle E-Mails, Voice-Mails und Faxe laufen in nur einer Mailbox zusammen. Das spart Zeit und Nerven. Für die Mitarbeiter in einem Unternehmen mit einer UCC-Strategie bedeutet das, dass sie zwar immer noch schnell, zielorientiert und flexibel sein müssen, dass die Kommunikations-Mittel sie dabei aber unterstützen und nicht bremsen.

UCC gibt es nicht auf einen Schlag. Gibt es heute schon Unternehmen, die tatsächlich von sich behaupten können, sie verfügten über UCC?

Ludwig Zink: Bei heutigen UCC-Projekten liegt der Schwerpunkt meist bei der Kommunikation. Die Zusammenarbeit kommt als zweites Ziel erst im nächsten Schritt.

So sind Video-Konferenzen in Unternehmen etabliert, Applikations-Sharing, also gemeinsames Arbeiten an Dokumenten, ist dagegen weniger verbreitet. Statt professioneller Content Management Systeme werden oft immer noch E-Mails mit verschiedenen Version-Nummern durch die Gegend geschickt. Die meisten Firmen wollen UCC, gehen den Weg aber nicht auf einmal. Erst wird die Kommunikation vereinheitlich und in einem zweiten Schritt die Zusammenarbeit.

Übrigens besteht BT UCC derzeit einen maßgeblichen Praxistest. Aktuell werden bei einem großen deutschen Automobilhersteller mehr als 10.000 Mitarbeiter mit der Lösung ausgestattet und auch bei einem weltweit agierenden Logistikunternehmen profitieren demnächst über 5.000 Mitarbeiter davon.

Was wollen die Unternehmen vornehmlich mit UCC erreichen?

Ludwig Zink: Ein wesentlicher Treiber für eine schnelle UCC-Einführung sind die zu erwartenden Kostenersparnisse. Wenn neue Investitionen anstehen, denken CIOs immer gleichzeitig auch über Sparpotenziale nach. Da es keinen Sinn mehr macht, bereits abgeschriebene Telefonanlagen durch neue zu ersetzen, rückt das Thema VoIP-Service immer mehr in den Vordergrund.

Zwar ist diese Kundengruppe noch sehr Hardware-lastig und stark von der klassischen TK geprägt. Doch das ist ja gerade im Umbruch. Die Hardware verliert an Bedeutung, Software und Services werden dagegen immer wichtiger.

Also macht ein VoIP-Projekt den Anfang?

Ludwig Zink: Nein. Dieser Aspekt stellt aber oft einen zusätzlichen Anreiz für die Unternehmen dar – es macht Sinn, beide Themen miteinander zu verbinden, denn so lassen sich neue Kommunikations-Möglichkeiten wie Web-Conferencing oder Document-Sharing auch gleich implementieren.

Unternehmen, die schon IP-Telefonie einsetzen, sehen die Erfolge und interessieren sich vor diesem Hintergrund mehr und mehr für das Thema UCC. In diesem Kreis sind häufig internationalen Firmen vertreten, die sich schon seit Jahren mit dem Thema globale Kommunikation auseinandersetzen.

Die Möglichkeit, Kosten zu sparen, ist hier ein Vorteil, der gerne mitgenommen wird, nicht aber der Hauptgrund. Stattdessen denken diese Unternehmen in Prozessen und vor allem denken sie darüber nach, wie sie ihre Prozesse verbessern können.

Und hier kommen auch verstärkt Überlegungen zu mangaged Services ins Spiel.

weiter mit: Dienstleistung aus der Steckdose quasi...

(ID:2042035)