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Russischer Fahrzeug-Hersteller strafft Logistik und Produktion Unified Communications im Automotive-Umfeld

| Autor / Redakteur: Bernhard Schoon / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Mittels Unified Communications hat ein russischer Automobil-Hersteller vier Fabriken und mehrere Standorte nahtlos vernetzt. Im Mittelpunkt steht ein skalierbarer UC-Server für VoIP, E-Mail, Groupware und die Synchronisation mit Mobiltelefonen.

Im Avtotor-Werk Kaliningrad werden auch Fahrzeuge des US-Herstellers GM montiert.
Im Avtotor-Werk Kaliningrad werden auch Fahrzeuge des US-Herstellers GM montiert.
( Archiv: Vogel Business Media )

Selber bauen und exportieren oder erst im Ausland assemblieren – das ist eine entscheidende Frage für die führenden Automarken der Welt. Da der Zoll und nationale Einfuhrbestimmungen ein Neufahrzeug massiv verteuern können, arbeiten viele Hersteller mit ausländischen Montagewerken zusammen.

1996 gegründet ist Avtotor heute der führende Automobil-Hersteller der russischen Föderation. In Kaliningrad, der russischen Enklave an der Ostsee zwischen Polen und Litauen, werden Fahrzeuge für Weltmarken wie GM, Chevrolet und Cadillac produziert – seit September 2009 auch der Geländewagen KIA Mohave und seit Oktober 2009 der Opel Astra.

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2008 stellte Avtotor seine Produktionsstraße vom chinesischen Hersteller Chery auf gängige Modelle von BMW um. Weiterhin montiert Avtotor auch Nutzfahrzeuge des chinesischen Autoherstellers NAC. Seit 2008 besitzt das Unternehmen die Markenrechte an Hummer und Cadillac für den russischen Markt.

Die bei Avtotor produzierten Fahrzeuge entstehen überwiegend aus CKD-Kits (Completely Knocked Down) oder SKD-Kits (Semi Knocked Down), also teilweise oder vollständig zerlegten Bausätzen der Originalhersteller, die bei Avtotor geschweißt und montiert werden. Allein in diesem Jahr wurden bis August über 140 unterschiedliche Automodelle in den Fabriken von Avtotor produziert.

Effizienter werden mit UC

Um die komplexe Produktion und deren Logistik zu optimieren, sah Avtotor die Notwendigkeit eines unternehmensweiten Unified Communications-Netzwerkes, das vier Autofabriken, mehrere Vertriebsbüros und die Zentrale in der Moskauer Innenstadt mit E-Mail, VoIP, Remote Access und unter Einbindung mobiler Endgeräte verbinden sollte.

Eine erste Soll-Analyse ergab, dass eine durchgängige unternehmensweite Kommunikations-Infrastruktur Daten von und zu praktisch jedem Standort übertragen musste. Weitere Vorgaben waren Flexibilität, niedriger Wartungsaufwand und die Unabhängigkeit von bestimmten Endgeräten.

Das Pflichtenheft sah diese Features vor:

  • Integration mehrerer Services wie E-Mail, VoIP/SIP, Textnachrichten, Instant Messaging und Groupware Collaboration in möglichst einem Produkt
  • Unified Communications mit Zugriff auf mehrere Server über eine Client-Schnittstelle
  • Auswahlmöglichkeit der Server-Plattformen Windows und Linux
  • hohe Zuverlässigkeit
  • umfangreiche Security-Features für die Datenspeicherung und -übertragung, darunter Antivirus- und Antispam-Software sowie Verschlüsselung
  • mehrere Security-Level für den Mail-Verkehr, umzusetzen mit den Produkten von Commtouch und Kaspersky Lab
  • Überprüfung des Traffic-Ursprungs auf Servern, Clients und Ports zur Reduzierung der Datenlast auf den Kommunikations-Servern
  • Quarantäne verdächtiger Mail mit durchgängiger Klassifizierung
  • Flexibles Fein-Tuning der Web-Schnittstelle, Zugriff auf User-Logs von überall mittels eines Mail-Client
  • Server-Schnittstelle zur intuitiven Administration, Alarm-Management, Integration der Server-Logs und Tools zur Log-Analyse.

weiter mit: UC-Server im Mittelpunkt

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