Studie empfiehlt automatisiertes IT-Management

Ungenutzte Optimierungspotenziale in Firmennetzwerken

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Laut Network Barometer Report 2015 weisen 60 Prozent der Geräte mindestens eine Schwachstelle auf. Im Vorjahr lag der Anteil bei 74 Prozent.
Laut Network Barometer Report 2015 weisen 60 Prozent der Geräte mindestens eine Schwachstelle auf. Im Vorjahr lag der Anteil bei 74 Prozent. (Bild: Dimension Data)

Der Network Barometer Report 2015 von Dimension Data besagt, dass automatisiertes IT-Management die Lösung von Netzwerkproblemen um 75 Prozent beschleunigen könne. Laut Studie gehen 30 Prozent der Servicefälle auf menschliches Versagen zurück, 53 Prozent der technischen Geräte seien überaltert.

Automatisiertes Management von IT-Netzwerken und externes Monitoring reduzieren den Zeitaufwand für das Beheben von Problemen bei technischen Geräten im Netzwerk um 75 Prozent. Dementsprechend sinkt auch der Zeitaufwand für die Reparatur solcher Geräte um 32 Prozent im Vergleich zu jenen, die nicht auf diese Methoden zugreifen. Dies sind Ergebnisse des Network Barometer Reports 2015 von Dimension Data. Die Studie ermittelte auch einen starken Zusammenhang zwischen den von technischen Assets verursachten Defekten und deren Nutzungsdauer sowie eine hohe Anzahl von Servicefällen aufgrund menschlicher Fehler.

Längere Einsatzzeiten von technischen Geräten

Laut des Berichts ist der Anteil der 70.000 untersuchten technischen Geräte, die modernen Standards entsprechen, so gering wie seit drei Jahren nicht mehr. 53 Prozent der Assets seien veraltet – Tendenz steigend. „Dies ist die siebte Ausgabe des jährlichen Network Barometer Reports und immer lag die Toleranzschwelle von Unternehmen für veraltete Technik in ihren Netzwerken bei etwa zehn Prozent. Sobald es darüber ging, tauschten Unternehmen die betroffenen Geräte aus“, erklärt Sven Heinsen, CEO von Dimension Data Deutschland. „Allgemein wurde deshalb angenommen, dass bald eine Generalerneuerung der Technik bevorstünde. Unsere aktuellen Daten aber zeigen, dass Unternehmen bereit sind, Geräte länger als bisher zu verwenden.“

Gründe dafür seien verbesserte Monitoring-, Support- und Wartungsprozesse. So könnten Unternehmen ihre Netzwerke durch den Einsatz von Managed Services und die Standardisierung von Abläufen optimieren und länger nutzen. Vom Austausch sei hauptsächlich diejenige Technik betroffen, die ein kritisches Stadium in ihrem Lebenszyklus erreicht habe und vom Anbieter keinen Support mehr erhalte. „Beim Betrieb eines älteren Netzwerks ist es entscheidend zu wissen, welche Risiken von den einzelnen Geräten für die gesamte Struktur ausgehen“, so Heinsen. „Unternehmen müssen mit diesen Gefahren vorausschauend umgehen – und gelangen dabei mitunter an ihre Grenzen. Alles in allem beobachten wir einen wachsenden Bedarf an effektiverer alltäglicher Netzwerkbetreuung und externem Know-how.“

Für den Network Barometer Report 2015 analysierte Dimension Data Firmennetzwerke von Unternehmen aller Größen und Branchen in 28 Ländern. Das Problem in vielen Netzwerken seien dabei das Fehlen standardisierter Prozesse, von technischer und personeller Kompetenz, in Echtzeit auf Probleme reagieren zu können, sowie die unklare Aufgaben- und Verantwortungsteilung. Rund ein Drittel der Servicefälle sei auf menschliches Versagen zurückzuführen. In der Summe führe das zu längeren Ausfallzeiten der Netzwerke und höheren Betriebskosten.

Sicherheit erhöht, Nachholbedarf bei Mobilität

Dagegen steige die Sicherheit der Netzwerke der Erhebung zufolge weiter: Der Anteil von Geräten mit mindestens einer Schwachstelle sei von 74 Prozent im Vorjahr auf 60 Prozent im aktuellen Zeitraum gesunken. Durch den Austausch dieser anfälligen Geräte hätten Unternehmen auch die Anzahl der Schwachstellen im gesamten Netzwerk senken können. Nachholbedarf bestehe dagegen im Bereich Mobilität. So seien gut drei Viertel der WLAN-Zugriffspunkte so alt, dass sie keine konsistente Mobilitätsstrategie unterstützen. „Das ist ein eindeutiger Hinweis darauf, dass der Verbesserung von Unternehmensmobilität und Zusammenarbeit sowie der Nutzung des Internet der Dinge unter Einsatz von IT der nächsten Generation noch nicht die notwendige geschäftsstrategische Bedeutung beigemessen wird“, mahnt Heinsen.

Über den Network Barometer Report

Der Network Barometer Report analysiert, vergleicht und bewertet, ob die heutigen Netzwerke bereit sind, das Geschäftsleben zu beschleunigen. Der Report von 2015 wurde aus technischen Daten zusammengestellt, die in mehr als 350 Technologielebenszyklus-Management-Bewertungen gesammelt wurden. Diese erstreckten sich über 70.000 technische Geräte in Unternehmen jeder Größe und aller Industriezweige in 28 Ländern. Er enthält außerdem Daten zu über 175.000 Servicefällen, die in den Global Contact Centers von Dimension Data und in den vom IT-Dienstleister betreuten Kundennetzwerken erfasst wurden.

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