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Aktuelle Marktzahlen von Gartner Umsatzschwankungen im Server-Markt

| Redakteur: Sarah Böttcher

Nach Abschluss des ersten Quartals gibt Gartner die aktuellen Zahlen über die Entwicklung des Server-Markts bekannt. Während der weltweite Umsatz um 4,1 Prozent schrumpfte, wuchs der Umsatz in EMEA um 2,5 Prozent.

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Gartner zeigt anhand aktueller Quartalszahlen die Situation im Server-Markt auf.
Gartner zeigt anhand aktueller Quartalszahlen die Situation im Server-Markt auf.
(Bild: Wladimir Wetzel - Fotolia.com)

Laut dem IT-Research- und Beratungsunternehmen Gartner wuchs der weltweite Server-Markt im ersten Quartal 2014 um 1,4 Prozent, während der Umsatz über das Jahr hinweg um 4,1 Prozent schrumpfte. Die Situation in EMEA ist eine andere. Im ersten Quartal dieses Jahres kehrten die Umsätze wieder auf den Wachstumskurs zurück.

„Im ersten Quartal 2014 gab es ein relativ schwaches Wachstum auf globaler Ebene, aber mit den unterschiedlichsten Ergebnissen für die einzelnen Regionen“, sagt Jeffrey Hewritt, Gartner Vice President.

Mit Blick auf die einzelnen Länder, erkennt man, dass es entweder einen Rückgang in der Auslieferung, oder im Umsatz gab. Nur Asien und der Pazifik konnten 3,3 Prozent Umsatz- und 18 Prozent Auslieferungswachstum verzeichnen.

Cisco kann als einziges Unternehmen ein positives Umsatzwachstum verzeichnen.
Cisco kann als einziges Unternehmen ein positives Umsatzwachstum verzeichnen.
(Diagramm: Gartner)

Auf den Umsatz bezogen sind die Top 5 des weltweiten Server-Markts, im ersten Quartal 2014 HP, IBM, Dell, Cisco und Fujitsu. HP führt zwar die Top-Liste an, musste aber im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang von 2,3 Prozent hinnehmen. Trotzdem beendete das Unternehmen das Quartal mit 2,9 Milliarden US-Dollar und im Vergleich zum direkt vorausgegangenen Quartal mit einem weltweiten Umsatzwachstum von 25,5 Prozent.

Als Einziges Unternehmen unter den Top 5 nahm der Umsatz bei Cisco im Vergleich zum Vorjahresquartal 2013 zu – und das sogar um satte 37 Prozent.

In EMEA gingen die Auslieferungen im Vergleich zum Quartal des Vorjahres zurück, während die Umsätze des Server-Marktes im ersten Quartal 2014 wieder zunahmen. Der Umsatz in EMEA kann erstmals seit zehn Quartalen wieder Wachstum verzeichnen. Insgesamt machte der EMEA-Markt einen Umsatz von drei Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 2,5 Prozent entspricht.

Eine spezifischere Betrachtung der Situation in EMEA lässt regionale Unterschiede erkennen. Ost-Europa machte am meisten Umsatzeinbußen und verzeichnete einen Rückgang um 14,5 Prozent. Im mittleren Osten und in Afrika sank der Umsatz um 3,6 Prozent, wohingegen er in West-Europa um 6,7 Prozent anstieg.

Adrian O’Connell, Forschungsleiter bei Gartner, äußerte sich zur aktuellen Server-Marktsituation wie folgt: „Das wirtschaftspolitische Umfeld in EMEA bleibt weiterhin herausfordernd, doch die zahlreichen Rückgänge, die wir miterleben mussten, scheinen sich, zumindest im ersten Quartal 2014, beruhigt zu haben.“

Der Umsatz mit x86-Servern wuchs um 3,4 Prozent, während RISC/Itanium UNIX 3,4 Prozent einbüßen musste. Allgemein stieg der Umsatz von CPU-Segmenten um 8,6 Prozent.

HP baut seine Führungsposition auf dem Server-Markt weiter aus.
HP baut seine Führungsposition auf dem Server-Markt weiter aus.
(Diagramm: Gartner)

Die Top 5 des EMEA-Server-Markts sind HP, IBM, Dell, Fujitsu und Oracle. Durch ein Umsatzwachstum von 5,1 Prozent, baute HP seine Führungsposition aus. Laut Gartner profitierte HP im letzten Quartal durch eine verbesserte Realisierung und durch Schwierigkeiten seiner Konkurrenten. Zweitplatzierter ist IBM, trotz eines Rückgangs von 8,7 Prozent. Auf dem dritten Platz leidet Dell im Vergleich zum besonders starken ersten Quartal 2013 deutlich unter Umsatzeinbußen.

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