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Campusweite WLAN-Abdeckung ist nicht selbstverständlich Umfrage: Hochschul-WLANs sind verbesserungswürdig

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Eine Umfrage des WLAN-Experten Meru Networks unter IT-Abteilungen aus dem internationalen Hochschulwesen ergab: An vielen Hochschulen schlägt man sich mit alten WLAN-Standards und einer lückenhaften WLAN-Abdeckung herum.

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Bei nur knapp 55 Prozent der befragten Hochschulen ist der Campus komplett mit WLAN abgedeckt.
Bei nur knapp 55 Prozent der befragten Hochschulen ist der Campus komplett mit WLAN abgedeckt.
(Bild: Meru)

Obwohl der WLAN-Standard 802.11n im Vergleich zu 802.11g deutliche Vorteile bei Durchsatz, Spatial Streams und Reichweite bietet, sind knapp 77 Prozent der 230 Umfrageteilnehmer noch nicht komplett umgestiegen, nur 23 Prozent haben 802.11n vollständig für den Support von Video- und Voice-Streaming implementiert. Überraschend ist der Fakt, dass nur rund 55 Prozent der Befragten über eine campusweite WLAN-Abdeckung verfügen.

Keine Verbindung im Studentenwohnheim

Unerwartete Ergebnisse kamen auch bei der Frage nach der Lokalisation von Problembereichen oder -plätzen auf. Dabei ging es darum, für welche Örtlichkeit bei der IT-Abteilung die meisten Beschwerden hinsichtlich mangelnder Konnektivität oder inakzeptabler Netzwerkperformance eingehen.

Im vergangenen Jahr waren dies die Hörsäle und Bibliotheken, wo viele Studenten mit Notebooks, Tablets und Smartphones versammelt sind. Die aktuelle Befragung legt jedoch offen, dass sich diese „Problemzonen“ auf die Studentenwohnheime verlagert haben. Dies liege hauptsächlich an der signifikanten Zunahme von WLAN-Hardware wie Spielekonsolen, Fernsehern, Musikinstrumenten und anderen internetfähigen Geräten, die zusammen mit mobilen Endgeräten in den Wohnräumen zum Einsatz kommen und dasselbe Netzwerk nutzen.

In der Meru-Befragung gaben 51 Prozent an, dass Wohn- oder Schlafräume zu den Brennpunkten zählen, wohingegen 25 Prozent Hörsäle und Bibliotheken als Problemregionen nennen.

US-Universität: 802.11n überall verfügbar

Das Franklin & Marshall College of Lancaster (USA) hat die hochschulweite Abdeckung mit 802.11n im Februar 2013 fertiggestellt. Auf dem Campus kommen mehr als 750 Meru-Access-Points der Modelle AP332 und AP320 zum Einsatz. „Wi-Fi ist ein unbedingt notwendiges Kommunikationsmittel für Lern- und Geschäftszwecke bei Franklin & Marshall“, erklärt Greg Schuman, Netzwerkanalyst der Universität. „So wie wir das Beste bieten und das Beste von unseren Studenten und Dozenten verlangen, so erwarten wir auch nicht weniger als das Beste von unserem Netzwerk. Es ist der Schlüssel für unseren Erfolg.“

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